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  • alfred
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      Hallo Klaus, hallo zusammen,

      Mir geht es wie @alfred, ich habe andere, wichtigere Auswahlkriterien für meine Sammlung, nehme aber die Plattenfehler der Sondermarken durchaus zur Kenntnis.

      Ja, ich denke auch, dass dieses Thema wichtig genug ist, um es nicht nur auf die Kombination „Plattenfehler – Condor-Zusatzfrankatur“ zu begrenzen.

      Deine eindrucksvolle Reihe von „Monden am linken Markenrand“ (oder „Mond vor dem Luftschiff” oder wie auch immer …) ist eigentlich ein deutlicher Hinweis, dass es sich nicht um eine Druckzufälligkeit handeln kann. Ich weiß nicht genau, nach welchen Kriterien von wem (?) entschieden wird, wann ein Plattenfehler die Weihen einer Michel-Notierung samt entsprechender Bewertung erhält; möglicherweise ist es erforderlich, die Position im Bogen feststellen zu können – vielleicht kommt es aber auch nur darauf an, wer den Fehler meldet …

      Ich meine, den von dir gezeigten Fehler auch schon gesehen zu haben, bin aber nicht sicher, ob ich ihn bei meinen Belegen finde. Da muss ich jetzt noch einmal ran …

      Nach Plattenfehlern gesucht habe ich auch schon bei anderen:

       Bei Philasearch findet man übrigens noch ganz erstaunliche andere Plattenfehler bei der MiNr. 438 : bei Rauhut „blauer Strich durch das gesamte Markenbild“, bei Weiser „3 Meteoriten zwischen Zeppelin und Erde“ …

      Interessant sind die „3 Meteoriten“ -> bei Weiser

      .. natürlich nicht, was den mehr als optimistischen Ausrufpreis anbetrifft, aber immerhin habe ich diese Punkte an der gleichen Stelle auch bei zwei meiner Belege gefunden, wobei einer auch die von @aviator angefragte Condor-Zusatzfrankatur zeigt. – siehe unten –

      Was haltet ihr übrigens von der „1. SÜDANERIKA FAHRT“?

      Viele Grüße, Alfred

       

       

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      alfred
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        Hallo Aviator, hallo zusammen,

        Die SAF 1930 ist hier im Forum sehr beliebt und gut vertreten.

        Richtig! Ganz sicher gibt es noch eine ganze Reihe bisher nicht gezeigter Belege! Mit den Condor-Zusatzfrankaturen sprichst du ein spannendes Thema an: mich interessieren allerdings weniger die Frankaturen – und erst recht nicht Plattenfehler -, sondern vielmehr postalische Aspekte, insbesondere die Zieladressen und Laufzeiten nach der Luftschiffbeförderung. Dass die vollmundig angekündigten Sonderflüge nach Uruguay, Argentinien, Chile und Bolivien nicht stattfanden, ist unstrittig; die Ansicht Dieter Leders, dass bei der innerbrasilianischen Weiterbeförderung die Zusatzfrankatur ausschließlich bei der von Rio de Janeiro nach Bahia transportierten Post einen Zeitvorteil bewirkte (-> Zeppelin Post Journal, Vol. 8 No. 4 Winter 2014, Seite 14), teile ich nicht und kann das anhand von Poststücken nach Südbrasilien belegen. Aber das gehört natürlich in einen anderen Thread.

        Zu den Plattenfehlern auf den beiden Südamerikafahrt-Sondermarken auf Poststücken mit Condor-Zusatzfrankatur: auf dieses Auswahlkriterium muss man erst einmal kommen! Zweifellos hast du Recht, dass eine Registrierung aller Plattenfehler dieser im fehleranfälligen Rastertiefdruck hergestellten Marken wenig sinnvoll wäre – bei den laut Sieger bekannten 291 Briefen und 282 Karten (+ den x Briefen und Karten aus Friedrichshafen?) ist das einfacher. Bei meinen ca. 20 Belegen habe ich keinen der gelisteten Plattenfehler gefunden – Fehlanzeige! (Smiley traurig)

        Ich habe dann interessehalber einmal bei e-Bay und Philasearch nach den Stichworten Südamerikafahrt-Plattenfehler gesucht und bin bei e-Bay auf einen interessanten Beleg gestoßen, der vermutlich eine Registrierung wert ist.

        (Der Link zu e-Bay klappt nicht, die Scans habe ich angefügt. Der Sofortkauf-Preis über 2.000 Euro)

        Reizvoll wäre der Brief für mich in erster Linie wegen des Texts samt „Autogramm“ von Herrn Aisslinger, aber da mich Plattenfehler nur sehr am Rand interessieren, ist er mir deutlich zu teuer …

        Bei Philasearch findet man übrigens noch ganz erstaunliche andere Plattenfehler bei der MiNr. 438 : bei Rauhut „blauer Strich durch das gesamte Markenbild“, bei Weiser „3 Meteoriten zwischen Zeppelin und Erde“ …

        Meine Belege habe ich ziemlich gründlich auf Plattenfehler durchgesehen – der Anteil der gefundenen Fehler stimmt in etwa mit der statistisch zu erwartenden Häufigkeit (1-2 pro 50 Marken) überein.

        Aber eine Besonderheit ist mir bei der Suche nach Blitzen auf der MiNr. 439 aufgefallen:

        Kein Blitz, aber ziemlich eindeutig „Südanerika“ (bei ca. 100 Marken habe ich den Fehler zweimal gefunden)

        Den Scan des betreffenden Belegs habe ich angefügt.

         

        Viele Grüße

        Alfred

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        alfred
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          als Antwort auf: Erinnerungen #2497

          Hallo Aviator,

          danke für diesen Beitrag! Jetzt wird mir endlich klar, dass ich dich verwechselt habe: aufgrund deiner profunden Kenntnisse und insbesondere der Einblicke in dein Archiv hatte ich vermutet, beim „aviator“ handele es sich um den Zeppelinpost-Prüfer unter den ArGe-Mitgliedern. Übrigens war ich mit diesem Irrtum nicht allein …

          Erst die Beschreibung deiner persönlichen Bekanntschaft und hohen Wertschätzung von Dr. Simon führten mich auf die Spur deiner Identität. Richtig: wir haben uns nie in Sindelfingen getroffen – die von dir beschriebenen Informationen und Gespräche am Stand der Zeppelinpost-ArGe fanden vor meiner Zeit statt. Und natürlich warst du auch bei den „Stammtisch-Abenden“ im Saalbau in Neuhausen bei unserem Mitglied Steiner nicht dabei. Aber falls das mit Sindelfingen in diesem Jahr wieder klappt und wir beide dort sein werden, dann lade ich dich schon heute zu einem hervorragenden Abendessen in Neuhausen ein!

          Nach meiner Erinnerung haben wir uns nur ein einziges Mal persönlich gesehen; ich denke es war bei Köhler in Wiesbaden. Eines wundert mich allerdings: wenn du den  „alfred“ korrekt erkannt hast, warum hast du mir dann nicht einfach eine e-Mail geschickt, um mich auf meinen Fehler hinzuweisen, ohne dich öffentlich zu erkennen zu geben? Oder hast du mich eventuell auch verwechselt …..

          Viele Grüße, Alfred

          alfred
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            Hallo zusammen,

            o.k., da hat sich ja einiges getan in diesem Thread …

            @klaus:

            Als kleinen Abschluss vorerst von mir zu diesem spannenden Havanna Thema, ein relativ „gewöhnlicher“ Brief von Friedrichshafen nach Havanna. Schön hier die eigenwillige Mischfrankatur des Portos zu acht Reichsmark.

            Nein, lieber Klaus, „gewöhnlich“ ist dein Brief ganz sicher nicht! Wenn wir in unseren Sammlungen nur die üblichen Frankaturen mit den beiden anlassbezogenen Sondermarken  zeigen könnten, dann wären sie für die inzwischen etwas aus der Mode gekommenen Sammler, bei denen die Marken im Mittelpunkt stehen, fast genau so langweilig wie die meisten mehr oder minder grünen Pionierpost-Sammlungen, die ihre „Spannung“ zweifellos auch nicht aus den Frankaturen beziehen (so viele Smileys, wie du willst …)

            Eine solche langweilige „Normalfrankatur“ möchte ich noch zeigen, bei der aber zumindest die Absenderadresse für etwas Spannung sorgt. (Hätte ‚Graf Zeppelin‘ den Brief direkt nach Havanna gebracht, wäre der Laufweg nach Venezuela sogar sinnvoll gewesen!)

            @aviator

            Natürlich habe ich auch Belege zur SAF 1930 und alfred weiß, dass ich mich da auch um Abarten und Besonderheiten zu dieser Fahrt kümmere. Da gibt es Sachen, die stehen in keinen Katalogen und selbst alfred kannte die vorher noch nicht.

            Richtig, Aviator! Und ich bin auch sicher, dass ich niemals behaupten kann, alles über diese Fahrt zu wissen. Immer dann, wenn ich der Meinung war, es gebe etwas nicht bei dieser Fahrt, hat mich jemand umgehend vom Gegenteil überzeugt.  Und in den letzten Jahren war das meistens unser Freund Klaus!

            Die beiden von dir gezeigten DR-Niederlande-Mischfrankaturen kannte ich nicht. Danke fürs Zeigen! Beide halte ich für nicht manipuliert: Bei dem reichlich frankierten Rundfahrtbrief an den mit Kurt Schönherr befreundeten Wirt des Hotels „Germania“ in Osnabrück mit dem schönen Namen Petersilie hatte natürlich Schönherr die Hand im Spiel; der Postweg wurde unterbrochen.

            Gleiches gilt natürlich auch für den Brief des umtriebigen Herrn Arthur Krebs aus dem Riesengebirge, dem es offensichtlich Spaß machte, „Mehr-Fahrten-Belege“ zu generieren.

            Hier , im Mischfrankaturen-Thread, habe ich einen ähnlichen Brief gezeigt, der nach der Schweizfahrt vom 12.4.30 (MiNr. 53 I) bei der Heimfahrt der SAF 1930 von Lakehurst nach Friedrichshafen nochmals befördert wurde. Ich habe ihn für meine Besonderheiten „gebraucht“. Falls du derartige Belege in deine Tabelle aufnehmen willst: der Brief stammt von der letzten Palmer-Auktion. Eine Bitte habe ich allerdings: ich möchte nicht, dass in deinen Tabellen Informationen gespeichert werden, die auf mich als Eigentümer hinweisen.

            @aviator:

            Derjenige, der die SAF 1930 so absolut über viele Jahre sammelt, also unser alfred, kennt diese „Sachen“ seit Jahren. Also neben Dr.Simon und mir selbst. Er hat das alles von mir bekommen, unter der Voraussetzung, – nur zum privaten Gebrauch- . Was er getan hat und ich ihn deshalb auch gerne „auf dem Laufenden“ halte, wenn mir wieder etwas bei der SAF 1930 auffällt!

            Danke für das Kompliment! Wenn du mit „diesen Sachen“ die Freistempler meinst, dann ist das richtig. Allerdings hat sich keiner bisher zu mir „verlaufen“. In Reichweite war für mich bisher eigentlich nur der schwere Bedarfsbrief, aber in Anbetracht des fürs Album ungeeigneten Formats und der von dir korrekt erwähnten „Mängel“ war mir das Angebot unseres Sammlerfreundes Siegfried S. zu teuer.

            Aber die Beschreibung unserer Beziehung irritiert mich etwas: natürlich kennen wir uns schon lange und haben mehr als einen schönen Abend während der Sindelfinger Messe zusammen in Neuhausen auf den Fildern verbracht. Aber ich erinnere mich hauptsächlich an unsere netten sozialen Kontakte, weniger an philatelistische Fachgespräche. Wenn ich an meine wichtigsten Mentoren denke, fallen mir eigentlich andere Namen ein: zuerst natürlich unser Peter H., der mich nicht nur mit vielen Informationen zu den „besten“ Belegen der SAF 1930 versorgte sondern mir auch viele gute Belege verkauft hat, meistens allerdings auf dem eher „konservativem Preissniveau“ der 1980er Jahre …

            Wichtig war für mich viele Jahre lang auch Dieter L., dessen Expertise seit einiger Zeit leider nicht mehr zur Verfügung steht. Ich bin sicher, er kennt meine Sammlung im Stand von 2016 besser als jeder andere, obwohl er sie bei mir nur zwei oder dreimal gesehen hat. Mit Wehmut denke ich an sein Forum eZEPtalk und vor allem an die von ihm bis 2015 weitergeführte Zeitschrift „Zeppelin Post Journal“ zurück, deren zahlreiche Artikel zur SAF 1930 ebenso spannend wie lehrreich waren und heute noch unverzichtbar für mich sind.

            Nicht vergessen möchte ich meinen besten „Scout“ in Sachen SAF 1930, meinen Freund Wolfgang P. aus Berlin, dem ich viele meiner Belege verdanke, von denen kein einziger zu teuer war, viele aber echte Schnäppchen. Ihm habe ich vor allem meine Erfahrungen zu verdanken, aus einer Menge von Belegen eine richtige Sammlung zu machen.

            Last but not least ist es mein Freund Eckhard F., der mir vor allem in den letzten Jahren immer mit Rat und Tat behilflich war, wenn es um besondere und teure „Rosinen“ meines Sammelgebiets ging. Wie mein anderer junger Freund Klaus Z. hat allerdings auch Eckhard einen „Nachteil“ für mich: beide sind höchst aktive Sammler, die nicht die Finger von der SAF 1930 lassen wollen (böse Smileys!)

            So, jetzt muss ich mich umziehen für unsere tolle Zwei-Personen-Sylvesterparty – euch allen wünsche ich einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

            Viele Grüße, Alfred

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            alfred
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              Hallo aviator,

              Holländer eben!

              Jetzt hoffe ich nur, dass unser holländischer Freund Dik (alias @hankams) hier nicht mehr mitliest …

              Soweit ich es sehe, ist er immerhin bis heute der einzige „Zaungast“ hier, den wir eigentlich nicht vergraulen sollten! (Hier fehlt ein Smiley)

              Bis dahin hatte ich nur die beiden Belege mit Mischfrankaturen DR/Holland registriert und da habe ich allerdings auch ein „fraglich“ in rot dahinter stehen

              Leider kenne ich diese Belege nicht und habe auch nichts davon gehört oder gelesen. Insofern hätte ich auch Bedenken, zumal so etwas ja nicht erforderlich war.

              Der Rest, bis auf die fehlenden 3 Briefe ist doch eigentlich kaum von Belang. Oder?

              Wenn ich es richtig verstanden habe, registrierst du die Top-Seltenheiten der Zeppelinpost mit hohen Katalog-Notierungen und/oder kleinen Stückzahlen. Unter diesen Auswahlkriterien kommen Belege aus den Niederlanden – zumindest bei der Südamerikafahrt 1930 – sicher nicht in Frage.

              Nach meinem Geschmack kommen allerdings auch andere, weniger wertorientierte Kriterien in Betracht. Beispielsweise würde ich diese beiden  …

              … aus Rotterdam nach Lakehurst beförderten Briefe auch in ein Ein-Rahmen-Exponat für Zuleitungspost der SAF 1930 aufnehmen: der nach Boston adressierte Brief wurde mit 20 Cent (entspricht etwa 10 US-Cent) zusätzlich für die Luftpost-Weiterbeförderung frankiert.

              Viele Grüße, Alfred

               

               

              alfred
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                Hallo zusammen,

                hier hat sich nach der Felzmann-Auktion bei mir ein Nachtrag ergeben …

                Andere „Underdogs“ der Vertragsstaatenpost sind die Belege aus den Niederlanden, obwohl sie relativ selten sind. Nur 30 Karten und 4 Briefe wurden nach Havanna befördert.

                … aus dem Nachverkauf der Auktion habe ich noch einen der seltenen Briefe “gefischt”. Dass niemand ihn unbedingt haben wollte, bestätigt deutlich, dass die “Holländer” wohl wenig Fans haben. Mir gefällt er: mit schöner Frankatur ist er fast portorichtig – 4,40 Gulden +12,5 Cent Briefporto hätten genügt.

                Frohe Weihnachten, viele Grüße, Alfred

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                alfred
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                  Hallo zusammen,

                  eigentlich ist es eine eher unscheinbare Postkarte, die ich kürzlich bei einem französischen e-Bay-Verkäufer fand. Ganz „aktenfrisch“ ist sie sicher nicht; die „Gebrauchsspuren“ sind unübersehbar, aber immerhin gehört sie zu den 10% der brasilianischen Poststücke zur SAF 1930, die nicht in Rio oder Recife aufgeliefert wurden sondern in Sao Paulo. Außerdem wurde die „falsche“ 5-Milreis-Marke (mit USA-Aufdruck) für die Beförderung nach Deutschland verwendet. Aber beides hat mich nicht veranlasst, den geforderten ambitionierten Preis – fast 100% Michel-Bewertung – zu akzeptieren. Wenn da nicht die Adresse wäre …..

                  Viele Grüße, Alfred

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                  alfred
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                    Hallo zusammen,

                    last but not least: die Post aus Liechtenstein.

                    Hier bilden eine schöne Karte und ein noch attraktiverer Brief zusammen eine Albumseite, über die ich mich immer wieder freue!

                    Nicht ganz so selten wie die Post aus Danzig sind die nach Havanna geleiteten Belege aus Liechtenstein, aber es ist trotzdem nicht ganz einfach, eine der 39 Postkarten und einen der 8 Briefe zu finden …

                    Beide Beleg sind korrekt frankiert: 4,75 SFr für die Karte, 9,50 SFr für den Brief.

                    Viele Grüße, Alfred

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                    alfred
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                      Hallo zusammen,

                      was fehlt noch bei der nach Havanna beförderten Vertragsstaatenpost?

                      Zunächst einmal die Post aus der Freien Stadt Danzig.

                      Auch hier kann ich leider keinen der 11 Briefe zeigen, die mit 12 Gulden zu frankieren waren.

                      Lediglich eine der 18 Postkarten hat den Weg in meine Sammlung gefunden. Sie stammt vom New Yorker Herausgeber Gomez Sanchez des „Handbook of Zeppelin Letters & Postal Cards 1911-31“ (von F.W. Kummer und Berthold) und ist mit 6 Gulden portorichtig frankiert.

                      Ebenfalls portorichtig ist meine zweite Karte frankiert, die am 17.5.30 in Danzig aufgeliefert wurde und mit Hilfe des Berliner Anschlussflugs noch rechtzeitig zur Beförderung mit dem Luftschiff in Sevilla ankam. Nicht ganz so schön, dass sie wohl an die Heimatadresse des Sammlers adressiert ist, aber zum Glück schaute sich in Lakehurst niemand die europäische Adresse an – wie es wohl mit der Bordpost gehandhabt wurde  – sondern gab sie dem Flieger nach Havanna mit. (Wenn ich eine direkt nach Havanna adressierte Karte der Michelnr. 66 I)c. aus Danzig finde, tausche ich sie gegebenenfalls aus …)

                      Viele Grüße, Alfred

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                      alfred
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                        Hallo Klaus,

                        auf deine beiden schönen Briefe aus der Schweiz möchte ich noch einmal zurückkommen …

                        Auch wenn einer der Ikaruse gegen die Formation fliegt, viel schöner kann man wohl eine Brief Rückseite nicht gestalten…

                        Mein zweiter Schweizer Brief nach Havanna zeigt, dass es natürlich auch möglich war, die komplette Frankatur auf der Vorderseite unterzubringen.

                        Sogar zwei der 64 Briefe aus der Schweiz hast du in der Sammlung – und ich keinen einzigen! Findest du das gerecht? (viele traurige Smileys)

                        Was meinst du, können wir vielleicht tauschen? Natürlich darfst du dir eine meiner Karten aussuchen.

                        Also mir gefallen die schönen Belege aus der Saar ausgesprochen gut. Natürlich findet man hier häufig die 10 Fr. Madonnen Marken (in meinen Augen eine schöne Marke) um das hohe Porto entsprechend abdecken zu können.

                        Das sehe ich auch so. Hinzu kommt, dass gerade die 10-Franc-Madonna MiNr. 103 ein Dorado für Plattenfehlersucher ist.

                        Bei den Zuleitungen aus dem Saargebiet, waren scheinbar Karten weniger beliebt. Nur 30 Karten wurden zur Abgabe Havanna aufgeliefert.

                        Das ist wirklich erstaunlich: summiert man die Zuleitungsbelege aus dem Saargebiet über alle Etappen, kommt man auf 1.067 Karten und 621 Briefe. Lediglich bei der nach Havanna adressierten Post ist die Relation umgekehrt: nur 30 Karten bei 48 Briefen.

                        In Anbetracht dieser Tatsache weniger erstaunlich: mir fehlt eine Karte und ich habe auch nichts zum Tauschen anzubieten (wieder die Smileys …)

                        Ich lehne mich jetzt einmal aus dem Fenster: wahrscheinlich bist du, lieber Klaus, der einzige Sammler, der sowohl Karte als auch Brief der Saargebiet-Post nach Havanna mit der kompletten Frankatur auf der Vorderseite zeigen kann –  dazu meinen Glückwunsch!

                        Hallo zusammen

                        Weniger spektakulär ist meine Karte aus Österreich, die hierher passt. Sie stammt vom Wiener Händler Norbert Frischer und ist etwas überfrankiert: 6,40 Schilling + 10 Groschen Inlands-Kartenporto hätten ausgereicht. Ungewöhlich: hier fehlt der Durchgangsstempel aus „Wien 1 – Flugpost“, den ich auf einem Briefzettel zeigen kann; dafür erhielt die Karte einen Ankunftstempel vom 16. Juni bei der Rückkehr nach Wien.

                        Sehr dick waren die Bündel der für Havanna bestimmten Post sicher nicht. Insgesamt waren es 75 Karten und nur 19 Briefe.

                        Andere „Underdogs“ der Vertragsstaatenpost sind die Belege aus den Niederlanden, obwohl sie relativ selten sind. Nur 30 Karten und 4 Briefe wurden nach Havanna befördert. Meine Karte ist mit 2,20 Gulden Luftschiffporto + 7,5 Cent Postkartenporto korrekt frankiert. (Die Rückseite zeigt nur einen rudimentären Havanna-Fahnenstempel)

                        Viele Grüße, Alfred

                        • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahren, 2 Monaten von alfred.
                        • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahren, 1 Monat von alfred. Grund: Korrektur Porto Niederlande (2,20 statt 2,25)
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                        alfred
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                          Hallo zusammen,

                          auch hier soll es noch etwas weitergehen.

                          Etwas weniger im Fokus der Sammler steht bei der Vertragsstaatenpost die Post aus dem Saargebiet. In der Beliebtheitsscala liegen die Briefe und Karten deutlich hinter denen aus der Schweiz, aus Liechtenstein oder Danzig zurück; das lässt sich anhand von Auktionsergebnissen eindeutig belegen. Ein Grund könnte in den großformatigen Briefmarken zu finden sein, mit denen die hohen Portosätze zu frankieren waren: nach Havanna (und Lakehurst) kostete das Briefporto stolze 48 Franc – das war auf der Adressseite der Briefe kaum unterzubringen, was bei vielen Sammlern nicht mehr gern gesehen wird.

                          So war das auch bei meinem Brief, der von dem fleißigen Sammler Dr. Lehmann aus Edingen stammt, dem wir zahlreiche schöne Zeppelinbriefe verdanken. Ich habe mit der rückseitigen Frankatur kein Problem – und bin froh, einen der 48 nach Havanna bestimmten Briefe zeigen zu können.

                          Viele Grüße, Alfred

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                          alfred
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                            Hallo zusammen,


                            @klaus
                            :

                            Hier sehe ich eine gute Möglichkeit auch im Forum für diese Sache zu werben.

                            Hier möchte ich meinem Freund Klaus in jeder Hinsicht vollinhaltlich zustimmen!

                            Leider habe ich bis auf wenige Ausnahmen alle meine Zeppelinpostbelege außer der SAF 1930 abgegeben. Lediglich ein paar Scans meiner „alten“ Sammlung sind noch vorhanden, von denen ich einen hier zeigen kann.

                            Michelnr. 30 E)a. – sicher keine „Rarität“, seltsam scheint mir nur die Frankatur.

                            (Übrigens: wurden da im Michel beim Kommentar zu 30 E)c. Sen mit Yen verwechselt?)

                            Viele Grüße, Alfred

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                              Hallo Klaus,

                              Da keine weitere Angabe wie Eilbrief oder Einschreiben auf dem Brief auftauchen, was zu dieser Fahrt unzulässig war, liegt es wohl eher an die Beförderung bis Berlin bzw. den Rücktransfer. Was meint ihr? Welchen Sinn machten die 50 Rpf Zusatzporto?

                              Sicher hast du Recht: ein Postsekretär (noch dazu aus meiner Heimatstadt Heidelberg) sollte über die Portosätze Bescheid wissen! Dass er die Beförderung nach Berlin mit 50 Rpf. frankieren wollte, halte ich für unwahrscheinlich – sicher hat er den Brief unter frankiertem Umschlag nach Berlin geschickt.  Eher vermute ich, dass er die Rückkunft seines Briefs von Havanna aus beschleunigen wollte und einen Luftpostzuschlag z.B. für die Beförderung Havanna – USA frankieren wollte.

                              Immerhin gab es sicher eine Information bezüglich Luftpost-Zuschlag in USA, wo 50 Rpf. genannt waren. Eine entsprechende Karte – im Michel bei der Nummer 66 unter „deutsche Besonderheiten“ gelistete Variante „Post mit 50 Pf-Zusatzfrankatur für Flugpostbeförderung in Nordamerika“ – zeigt das.

                              Was die bei deinem zweiten Brief wenig sinnvolle Flugpost-Beförderung von Lakehurst nach New York anbetrifft, wäre es immerhin denkbar, dass die geografischen Kenntnisse des Absenders lückenhaft waren …

                              Hallo zusammen,

                              bei zwei weiteren Karten aus der Schweiz wurden die erforderlichen 4,75 SFr. beidseitig frankiert – nicht sehr gerne gesehen bei den heutigen (Ausstellungs-) Sammlern, aber damals recht beliebt.

                              Viele Grüße, Alfred

                              • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahren, 3 Monaten von alfred.
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                                Hallo Klaus, hallo zusammen,

                                …  allerdings sollte diese über Brasilien nach Chile befördert werden, siehe Leitvermerk. Diese Kombination wäre sicherlich sinnvoller und schneller gewesen, aber vermutlich aufgrund der Frankatur wurde die Karte über Havanna nach Chile befördert. Auch hier dauerte die Beförderung über einen Monat von Havanna nach Chile, wie der Ankunftstempel vom 3. Juli verrät.

                                Havanna lag offenbar damals am Ende der Welt, zumindest was die Verkehrsinfrastruktur anbetrifft. Wenn man der überfrankierten Karte zumindest den Umweg über Havanna erspart hätte sondern von Lakehurst aus die Weiterleitung nach Chile in Angriff genommen hätte, dann wäre sie zumindest Mitte Juni dort angekommen. Jedenfalls hat es  dieser Brief  so „schnell“ geschafft ….

                                Vermutlich hat der liebe Onkel Johann die Karte nicht auch über Kuba in die Brend’amourstraße in Düsseldorf zurückgeschickt, sonst wäre sie vielleicht noch unterwegs … (dringend: Smilies!)

                                Aber wir haben hier noch nicht alles gesehen. Zunächst möchte ich kurz aufzählen, was ich hier nicht zeigen kann: Belege aus Argentinien (von wo nach meinen Informationen 6 Karten und 12 Briefe nach Havanna geschickt wurden), aus Bolivien (2 Karten, 4 Briefe) und auch die eine Karte aus Paraguay habe ich nicht in der Sammlung. Bevor ich noch etwas von meinen Zuleitungsbelegen – der Vertragsstaatenpost – zeige, kommt noch die spanische Post an die Reihe. Auch hier hat meine Sammlung eine Lücke: es fehlt ein Beleg der MiNr. 66 I A)b., der „Barcelona-Post“ mit deutschem Bestätigungsstempel. Zeigen kann ich anliegend eine Karte der Nr. 66 I A)a.

                                Als ersten Beleg der Vertragsstaatenpost nach Havanna möchte ich eine ungewöhnliche Schweizer Zuleitung zeigen: nicht nur die Frankatur sondern auch die Zieladresse in Stockholm ist nicht alltäglich. Ich glaube nicht, dass sie bei den 131 Karten noch „Geschwister“ hat. (Hat jemand einen Tipp, wie ich die Klebeflecken entfernen kann?)

                                Viele Grüße, Alfred

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                                  Hallo Klaus, hallo zusammen,

                                  ich wusste, dass du mich hier nicht im Stich lassen würdest mit meinen merkwürdigen Havanna-Belegen! Natürlich hilft mir deine Edenharter-Karte weiter, auch meine „unentwertete“ besser zu interpretieren:

                                   

                                  Ja, Herr Edenharter, Redakteur der Aero-Phil und „Zeppelinspezialist“, hatte wohl bei den geplanten Bordpostabgaben nach Havanna (wie wohl andere Händler auch) wenig Glück. Ähnlich deiner Karte, blieb meiner Luftpost Ganzsache, welches für Havanna vorgesehen war (ebenfalls dick unterstrichen), der Ankunftstempel aus Cuba verwehrt.

                                  Richtig! Und deine Karte ist der Beleg, dass Herr Edenharter einem Mannschaftsmitglied eine Anzahl von Belegen zur Auflieferung beim Bordpostamt mitgegeben hat. Also handelt es sich auch bei meiner Karte um „echte“ philatelistische Bordpost. Damit ist die Kombination Rhombenstempel – grüner Sonderankunftstempel geklärt!.

                                  Höchst wahrscheinlich wurde die aus Friedrichshafen, Sevilla und Recife stammende Post, die weiterbefördert werden sollte,  unter Mitwirkung der Postbeamten aus Lakehurst und einiger (?) Mannschaftsmitglieder im Luftschiff bearbeitet – alle, die den Rhombenstempel noch nicht hatten, erhielten ihn jetzt, die übrigen (in New York aufgelieferten amerikanischen Poststücke) stattdessen den kleinen runden „rund-trip“-Stempel. Diese beiden „Durchgangsstempel“ befanden sich demnach an Bord des Luftschiffs, der grüne Ankunftstempel und der Rhombenstempel Type II im Sonderpostamt auf der Airbase in Lakehurst.

                                  Klar ist auch, dass die nach Lakehurst bestimmte Bordpost in einem eigenen Arbeitsgang getrennt von den Karten und Briefen in den Lakehurst- und Havanna-Postsäcken bearbeitet wurde. Da man bei diesen Belegen häufig die Nichteinhaltung der Leitwegsvorgabe „Havanna“ findet, wenn die Beförderung dorthin nicht zur Zieladresse passte, ist davon auszugehen, dass diese relativ wenigen Belege genauer angeschaut wurden.

                                  Auch deine Karte mit dem Bordpoststempel vom 19.5.1930 würde ich aus diesem Grund zur „echten“ Bordpost zählen, auch wenn wir keinen Passagier oder Besatzungsmitglied namens N.Berger kennen. Auch diese Karte wurde wohl von einem Besatzungsmitglied im Auftrag eines Sammlers oder Händlers beim Bordpostamt abgegeben.

                                  Und dann zeigst du noch so ganz nebenbei schon den nächsten Beleg der Michelnr. 66 I)c. – der bei Michel fast übersehenen Berliner Zuleitung nach Havanna! Aber damit nicht genug, die Karte zeigt auch noch den laut Förster „(selteneren)“ Wellenstempel zusätzlich zum „normalen“ Flugpost-Werbestempel. Da muss man wohl lange nach einem gleich behandelten Beleg suchen …

                                  Übrigens: die Suche nach einem über 10 Gramm schweren  Brief nach Havanna – Förster schreibt zu den Frankaturen 20.000 Reis ZP3 und ZP6 „um Vorlage wird gebeten“ – hat sich zumindest für die 20-Milreis-Marke mit USA-Aufdruck (ZP6) erledigt: wir haben sie gefunden und im Michel hat sie daher eine „Hausnummer“ 66 I b)c.

                                  Mein anliegender Brief zeigt rückseitig ebenfalls die beiden Stempel, diesmal aber mit der gleichen Uhrzeit.

                                  Viele Grüße, Alfred

                                  • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahren, 3 Monaten von alfred.
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