Willkommen Foren LZ 127 „Graf Zeppelin“ LZ 127 – Fahrten 1929 – 1931 Südamerikafahrt 1930 Nach Havanna bestimmte Post der Südamerikafahrt 1930

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    • alfred
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      Hallo zusammen,

      einen großen Vorteil gegenüber der Präsentation einer Sammlung in einer realen (Wettbewerbs-) Ausstellung hat die Beteiligung an einem Internetforum: es gibt die Möglichkeit, Belege der Sammlung unter mehreren Aspekten ohne strenge Gliederung zeigen zu können: so kann man z.B. die Sendungen von Zuleitungspost einzelner Staaten oder auch die an bestimmte Etappenziele beförderte Post zeigen, ohne einen „roten Faden“ zu verlieren. Auch kann man einen Beleg zweimal zeigen, wenn er zu mehreren Themen passt.

      Hinzu kommt natürlich der riesige Vorteil, dass durch die Kommunikation mit anderen Sammlern und deren themenrelevanten Belegen eine Erweiterung des eigenen Wissens – und dessen der anderen Beteiligten, vielleicht auch der stillen Mitleser, – erreicht werden kann. (was bei einem Jurorengespräch nach einer Ausstellung nicht immer gelingt).

      Diese „Freiheit“ nehme ich mir jetzt, nach dem erfolgreichen Thread zur „Zuleitungspost aus Danzig“ jetzt einen anderen Ansatz zu wählen, nämlich Belege zur „Post nach Havanna der SAF 1930“ zu zeigen und kennen zu lernen.

      Beginnen möchte ich unkonventionell: nicht mit einem deutschen Beleg sondern mit einer hübschen Postkarte aus Uruguay.

      Sie zeigt meinen schönsten Abschlag des Sonderstempels zur ersten Fußballweltmeisterschaft der FIFA im Jahr 1930 in Montevideo mit dem Text:

      EN 1930 EUROPA Y AMERICA
      DISPUTARAN SUPREMACIO
      ——– EN FOOTBALL ——–

      Häufig streitet man sich bei Auktionen um Belege mit diesem Stempel mit thematischen Sammlern der Fußball-Weltmeisterschaften.

      Die Luftpostgebühr der 4 Gramm schweren Karte betrug 50 Centavos (siehe kleiner grüner Kasten rechts unten). Hinzu kam das Porto von 5 Centavos für eine innerhalb der UPA (Universal Postal Union of America) beförderte Karte – sie ist etwas überfrankiert. Vorderseitig sind der grüne Sonderstempel der uruguayischen Post sowie der US-amerikanische Rhombenstempel Type I als Durchgangsstempel von Lakehurst abgeschlagen, die Fotoseite zeigt den Ankunftstempel von Havanna vom 2. Juni 1930.

      35 Poststücke aus Uruguay wurden von Recife aus über Lakehurst (USA) nach Havanna befördert.

      Viele Grüße, Alfred

      • Dieses Thema wurde geändert vor 7 Monaten, 3 Wochen von alfred.
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    • alfred
      Teilnehmer
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      Hallo zusammen,

      Nach dem etwas unkonventionellen Beginn mit einer Karte aus Uruguay (ich war inspiriert durch. diesen Beitrag meines Freundes Klaus) möchte ich mit einem deutschen Brief weitermachen:

      Ein Firmenbrief einer heute noch aktiven Firma, die hier wohl versuchte herauszufinden, welche Zeitersparnis durch die teure (8 RM waren in der Weltwirtschaftskrise viel Geld!) neue Beförderungsweise zu erzielen war, wenn Post an Geschäftspartner an der Karibikküste von Venezuela geschickt werden sollte.

      Vermutlich war das Ergebnis nicht befriedigend: Bedingt durch den Ausfall des Zwischenstopps in Havanna, wodurch der Brief statt am 29. Mai erst am 2. Juni in Havanna ankam. Leider hat die Post in Maracaibo keinen Ankunftstempel abgeschlagen, aber wahrscheinlich war der Brief von Friedrichshafen aus fast drei Wochen lang unterwegs.

      Viele Grüße, Alfred

      PS: diesmal – hoffentlich – weniger Anhänge …

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    • aviator
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      Hallo,

      Mit Belegen nach Havanna schaut es bei mir schlecht aus. Sammle ja die SAF 1930 nicht. Aber unter Destinationen habe ich eben etwas gefunden. Ab Recife über USA nach Manila. Von einem „guten Bekannten“ aller Sammler. Der Absender war Otto Krenge. Der hatte offensichtlich überall „seine Leute“! Naja. Aber ohne die alten Sammler (so wie Otto Krenge) sehe es in unseren Alben um einiges leerer aus. Ergo: – gut das es diese Sammler damals gab!

      Aus diesem Grund habe ich ja auch nichts an „Sammler Belegen zu meckern“.

      Grüße,

      aviator

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    • eckenerecki
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      Beitragsanzahl: 89

      Die belege nach Havanna sind interessant, insbesondere wenn Havanna als Transitort für weitere Destinationen in der Karibik benutzt wurde…… Hier eine Weiterleitung nach Port au Prince, Haiti

      VG eckenerecki

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    • alfred
      Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 123

      Hallo Aviator,

      Schön, dich hier zu treffen! Natürlich freue ich mich, auch „Nicht-SAF1930-Sammler“ hier zu sehen! Vielleicht kann ich ja jemanden überzeugen, dass es sich bei dieser Fahrt um ein hochinteressantes sammelwürdiges Unternehmen handelt – nicht so chaotisch wie in den beiden ersten Jahren, aber trotzdem noch eine Reise mit Pioniercharakter mit zahlreichen Überraschungen …

      Aber ohne die alten Sammler (so wie Otto Krenge) sehe es in unseren Alben um einiges leerer aus. Ergo: – gut dass es diese Sammler damals gab!

      Ja, da bin ich völlig deiner Meinung! „Krenge-Belege“ sind stets liebevoll frankierte und regelmäßig qualitativ hochwertige „Kabinettstücke“. Vor langer Zeit hatte ich einmal die Gelegenheit, eine alte kleine Sammlung zur Südamerikafahrt 1930 zu erwerben, die ausschließlich aus Krenge-Belegen bestand. Gut möglich, dass sie Krenge selbst aufgebaut hat. Eine Beispiel-Seite habe ich angefügt.

      Aber unter Destinationen habe ich eben etwas gefunden.

      Warum hast du die schöne Karte eigentlich hier bei Havanna gezeigt und nicht hier  im Destinationen-Thread, wo sie in guter Gesellschaft wäre?

      Hallo Eckhard,

      so langsam wirst du mir unheimlich! Und ich dachte, ich kenne deine Sammlung schon ein wenig – zumindest den für mich interessanten Teil (und natürlich dein sicher einmaliges Pionierpost-Exponat!)

      … insbesondere wenn Havanna als Transitort für weitere Destinationen in der Karibik benutzt wurde

      Richtig! Eine (anliegende) Karte aus meiner Sammlung hat deinen Brief begleitet; vielleicht „besser frankiert“, aber ich würde der Adresse wegen jederzeit tauschen!

      Übrigens: 676 Briefe und Karten aus Brasilien wurden via Lakehurst nach Havanna geschickt.

      Viele Grüße, Alfred

      • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monaten, 2 Wochen von alfred.
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    • aviator
      Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 234

      Warum hast du die schöne Karte eigentlich hier bei Havanna gezeigt und nicht hier  im Destinationen-Thread, wo sie in guter Gesellschaft wäre?

      Nicht gesehen, dass es den schon gab.

      Grüße,

      aviator

       

    • alfred
      Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 123

      Hallo Aviator,

      Nicht gesehen, dass es den schon gab.

      ja, das ist hier im Forum nicht ganz einfach. Ich habe Erhard Rothbauer schon Vorschläge zur Entschlackung der Struktur gemacht, die er realisiert hat, aber das reicht noch nicht aus, um den Überblick zu behalten. Was ich aus meiner Sicht bis auf Weiteres empfehlen kann, ist die Verwendung der gut funktionierenden Suchfunktion: die Suche nach dem Stichwort „Krenge“ – oder „Destinationen“ zeigt die relevanten Beiträge.

      Hallo zusammen,

      nach dem Abstecher zur brasilianischen Post möchte ich wieder zur deutschen Post zurückkommen. Leider kennen wir von der deutschen Post (abgesehen von der „echten“ Bordpost) keine Beförderungszahlen, aber die deutlich höheren Katalogbewertungen für Belege dieser Etappe sind sicher marktgerecht – man findet sie relativ selten.

      Eine Karte möchte ich zeigen, eigentlich das „hässliche Entchen“ meiner Havanna-Belege, die trotzdem einen sicheren Platz in meiner Sammlung hat.

      Außer der Zeppelinpost reite ich noch ein anderes Steckenpferd: eine Klassik-Sammlung mit Belegen meiner Heimatstadt Heidelberg. Da gibt es in den Spezialkatalogen und Handbüchern Bewertungen für besondere Frankaturen –„Buntfrankaturen“, „Mischfrankaturen“ oft mit Angabe der Anzahl registrierter Frankatur-Kombinationen, wobei man unter den „Mischfrankaturen“ hier die Verwendung verschiedener Ausgaben (Sätze) versteht.

      Wenn man meine Karte unter diesem Aspekt sieht, kann man sicher auch von einer „Seltenheit“ sprechen ..

      Viele Grüße, Alfred

       

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    • klaus
      Teilnehmer
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      Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,


      @alfred

      Beginnen möchte ich unkonventionell: nicht mit einem deutschen Beleg sondern mit einer hübschen Postkarte aus Uruguay.

      Sie zeigt meinen schönsten Abschlag des Sonderstempels zur ersten Fußballweltmeisterschaft der FIFA im Jahr 1930 in Montevideo mit dem Text:

      EN 1930 EUROPA Y AMERICA
      DISPUTARAN SUPREMACIO
      ——– EN FOOTBALL ——–

      Häufig streitet man sich bei Auktionen um Belege mit diesem Stempel mit thematischen Sammlern der Fußball-Weltmeisterschaften.

      Gratuliere zu diesem schönen und seltenen Stück! Da ich ebenfalls einen „Zwilling“ zu deiner Karte in meiner Sammlung habe, hattest du zumindest einen hartnäckigen Konkurrenten weniger. Meine Karte gleicht deinem Stück sehr, auch hier etwas überfrankiert. Ob Herr Wägli die ganze Ansichtskarten Serie aus Montevideo per Zeppelin nach Havanna aufgeliefert hat?

      Bei deinem Startbeitrag fehlt mir noch die sicherlich interessante Vorderseite des Briefes von Uruguay nach Havanna. Willst du ihn uns noch zeigen?


      @alfred

      Eine Karte möchte ich zeigen, eigentlich das „hässliche Entchen“ meiner Havanna-Belege, die trotzdem einen sicheren Platz in meiner Sammlung hat.

      Außer der Zeppelinpost reite ich noch ein anderes Steckenpferd: eine Klassik-Sammlung mit Belegen meiner Heimatstadt Heidelberg. Da gibt es in den Spezialkatalogen und Handbüchern Bewertungen für besondere Frankaturen –„Buntfrankaturen“, „Mischfrankaturen“ oft mit Angabe der Anzahl registrierter Frankatur-Kombinationen, wobei man unter den „Mischfrankaturen“ hier die Verwendung verschiedener Ausgaben (Sätze) versteht.

      Als „hässliches Entlein“ würde ich deine interessante Karte wirklich nicht bezeichnen. Gut, der Stempel aus Friedrichshafen hat etwas viel Farbe abbekommen, aber die Frankatur, weil eben nicht mit Sondermarken frankiert, ist etwas Besonderes. Schön hier der  Viererblock der 50 Pf. Reichsadler Marke, vom rechten oberen Eckrand!

      Ein ähnliches Stück kann ich zeigen. Hier mit Auflieferung Berlin. Trotz „bunter“ Frankatur auf Ganzsache portogrecht. Eigentlich sollte es die Karte gar nicht geben, schließlich findet sich im aktuellen Michel Katalog der Eintrag: „nicht bekannt“. Für eine Preisnotierung hat es aber dann doch gereicht. Wie ich gehört habe, ein Fehler der der Nachkorrektur entgangen ist.

      Viele Grüße Klaus

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    • alfred
      Teilnehmer
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      Hallo Klaus, hallo zusammen,

      Bei deinem Startbeitrag fehlt mir noch die sicherlich interessante Vorderseite des Briefes von Uruguay nach Havanna. Willst du ihn uns noch zeigen?

      Da hast du den Beitrag schon gelesen, bevor mein Fehler mit der falschen Rückseite und den mehrfachen erfolglosen „Bearbeitungen“ behoben war. Nachzulesen am Ende dieses  langen Beitrags …

      Aber natürlich will ich dir meinen Havanna-Brief aus Uruguay (leider ohne Fußball-Stempel) nicht vorenthalten …

      Dann zeigst du noch einen ganz besonderen Beleg, bei dem mir nicht nur die Frankatur gefällt: Michelnr. 66 I)c. Berliner Anschlussflug. Sicher selten, aber doch schon bekannt – siehe Katalogabbildung auf Seite 100 (und auch schon im alten Michel). Ja es war etwas hektisch in der letzten Phase der Katalogbearbeitung …

      Zwar kein so glamouröser Brief wie der abgebildete, aber immerhin eine Karte, die direkt nach Havanna adressiert ist, hat sich auch zu mit verlaufen.

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    • alfred
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      Hallo zusammen,

      eigentlich wollte ich mit einem anderen Beleg fortsetzen, aber bei der zuletzt gezeigten Karte aus Berlin nach Havanna (bei mir noch „57 UU“) habe ich – vielleicht – den Hauch eines aufgehenden Mondes entdeckt (Michel 438 I bei seiner Entstehung?). Die Stelle, wo ich meine die Andeutung eines Kreises zu sehen, entspricht der des „Mondes über Luftschiff“.

      Mein hier her passender Referenzbeleg für den Plattenfehler ist eine 5-Rpf.-Postkarte, die für die Beförderung nach Brasilien mit 2 RM portorichtig auffrankiert wurde. Das im Postamt Friedrichshafen während der Sortierarbeiten handschriftlich mit rotem Stift notierte Kürzel (rechts neben „Stuttgart“) sollte wohl „b“ (wohl für „Bahia“) heißen, wurde aber als „h“ gelesen. Folgerichtig wanderte die Karte in den Havanna-Postsack.

      Was denkt ihr: lohnt es sich, die „Berlin-Havanna“-Karte einem Prüfer zu schicken? Immerhin würde sie ja den Bogen-Platz des Plattenfehlers zeigen.

      Übrigens: die Verwechslung des kleinen Schreibschrift-„b“ mit dem „h“ kam wohl öfter vor …

      Viele Grüße, Alfred

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    • aviator
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      Hallo Alfred,

      Wozu die Karte wegen des Plattenfehlers zu einem Prüfer schicken. Ist doch eindeutig und nicht „angedeutet“. Das ist „Mond über Luftschiff“ Feld 49.

      Grüße,

      aviator

       

       

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    • alfred
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      Hallo Aviator,

      Das ist „Mond über Luftschiff“ Feld 49.

      danke, du hast mir geholfen! Zwar hast du offensichtlich meine Frage nicht verstanden: natürlich kann ich den Plattenfehler 438 I auf der Ganzsachen-Postkarte auch ohne Prüfung erkennen – ich habe sie nur als hierher passenden Referenzbeleg für die 2-RM-Marke auf Bogenposition 41  auf der „Berliner“ Karte – gezeigt, wo ich meinte, die Andeutung eines Monds zu erkennen. Allerdings bin ich bezüglich Plattenfehler kein Fachmann, schon wegen der nachlassenden Augen. Soweit ich weiß, handelt es sich bei dem „Mond über Luftschiff“ um einen tertiären Plattenfehler, der erst im Lauf des Druckprozesses entstanden ist. Da hätte es doch sein können …

      Da aber der Fehler offensichtlich in der untersten Reihe des Bogens auftritt, hat sich meine Vermutung erledigt. Wie gesagt, vielen Dank fürs Zeigen!

      Hallo zusammen,

      ich möchte gerne mit ein paar ungewöhnlichen Belegen – Besonderheiten – weitermachen:

      Ein etwas ungewöhnlich, aber portorichtig mit 8 RM frankierter Brief sieht zunächst nicht sonderlich erstrebenswert aus – fast schon ein „Bedarfsbrief“. Aber wenn man ihn umdreht – und das sollte man ja grundsätzlich tun -, erkennt man, dass er ebenfalls im falschen Postsack befördert wurde: er wurde schon über Praia abgeworfen. Der Fehler „kostete“ 25 Beförderungstage – statt am 2.6. kam er erst am 27. Juni an.

      Aber es geht auch anders:

      Die meisten werden sie kennen, die besonderen Belege der Familie Wasmer. Immer wieder sieht man auf Auktionen „Geschwister“ meiner Karte bzw. Briefe mit der gleichen rätselhaften Stempelkombination. Die Belegbeschreibung einer Corinphila-Auktion vor vielen Jahren habe ich zum Scan zugefügt – da wird der peinliche Ankunftstempel aus Praia auf der Rückseite einfach verschwiegen …

      Auch in den neuen Michel haben es diese Wasmer-Belege bei der MiNr. 66 I) als „Deutsche Besonderheit“ geschafft! Vermutlich ist die hier gegebene Erklärung zutreffend, dass die Belege irgendwann wieder ans Postamt Praia mit der Bitte um einen Ankunftstempel zurückgeschickt wurden, aber man kann sich aufgrund der typischen Abnutzung des Stempels (auf den auch schon Dieter Leder hingewiesen hat) auch andere Möglichkeiten vorstellen ….

      Da meine Sammlung auch „Besonderheiten“ zeigen soll, habe ich die Karte in der Sammlung behalten, auch wenn ich nicht sehr glücklich mit ihr bin …

      Viele Grüße, Alfred

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    • alfred
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      Hallo Eckhard, hallo zusammen,

      darauf möchte ich noch einmal zurückkommen:

      Die Belege nach Havanna sind interessant, insbesondere wenn Havanna als Transitort für weitere Destinationen in der Karibik benutzt wurde ……

      Hierher passt auch noch ein 10-Gramm-Brief nach Puerto Rico, der in Rio de Janeiro aufgeliefert wurde. Erstaunlicher Weise dauerte die Weiterbeförderung nach San Juan von Havanna aus 6 Tage länger als die nach Port au Prince: statt am 12. Juni kam mein Brief erst am 18. Juni dort an.

      Einen weiteren brasilianischen Beleg mit einer anderen „Besonderheit“ möchte ich noch zeigen: nicht von Rio de Janeiro oder Recife aus, wo schätzungsweise 90% der brasilianischen Zeppelinpost aufgeliefert wurde, sondern von (Salvador da) Bahia aus wurde meine Karte abgeschickt. Da insgesamt nur 118 brasilianische Postkarten nach Havanna befördert werden sollten, sind Karten aus Bahia vermutlich keine Massenware …

      Viele Grüße, Alfred

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    • alfred
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      Hallo zusammen,

      zurück zur deutschen Havanna-Post:

      da gibt es im neuen Michelkatalog eine interessante Änderung bei der Nummer 66 I)d.: nicht mehr eine unwesentlich höhere Bewertung gegenüber den anderen Varianten der zum Abwurf bestimmten Bordpost wird ausgewiesen sondern folgender Text:

      „Bordpost der Etappen, bisher unbekannt, um Vorlage für Dokumentationszwecke wird gebeten“

      Natürlich hätte ich liebend gerne hier geholfen, aber meine anliegende Karte ist wohl leider nicht gemeint, obwohl sie von Alexander Berezowski dem von ihm beauftragten Besatzungsmitglied für den geplanten Abwurf mitgegeben wurde. Dieses Besatzungsmitglied  – ich denke, es war Schönherr selbst – stempelte sie auch mit dem richtigen Bordpost-Stempeldatum, dem 29.5.1930 ab. Aber leider versäumte er, die Karte in Lakehurst mit der übrigen nach Havanna weiterzuleitenden Post zu entladen sondern behielt sie – vernünftiger Weise in Anbetracht der deutschen Zieladresse – bis Friedrichshafen an Bord. Schade!

      Kürzlich habe ich eine korrekt frankierte Karte (das gibt es auch!) mit einer anderen „Besonderheit“ erwerben können – die 4-RM-Marke blieb unentwertet! Bei genauerem Hinsehen erkennt man auch  neben dem als Ankunftstempel in Lakehurst verwendeten Rhombenstempel Type I auch schwach abgeschlagen den grünen Lakehurst-Ankunftstempel vom 31. Mai.  Diese Stempelkombination kennen wir eigentlich nur von der „echten“ Bordpost nach Lakehurst (und Havanna?)

      Als Beispiel füge ich eine Zwei-Etappen-Bordpostkarte der Firma Sieger vom 22.5.1930 bei.

      Da könnte sich meine nicht entwertete Karte für jemanden, der Böses im Schilde führt, für eine gefährliche Fälschung eignen, wenn sie in falsche Hände geriete: ein Fälscher könnte den hübschen Bordpoststempel vom 22.5.1930 der Sieger-Karte herauskopieren und die Karte damit nachträglich entwerten: voila, eine Zwei-Etappen-Bordpost nach Havanna! (Natürlich dürfte der Fälscher nicht vergessen, das rote Leitweg-Kürzel „h“ links unten zu radieren, das die Bearbeitung in Friedrichshafen verrät)  ..

      Aber zum Glück bin ich für solche Manipulationen nicht geschickt genug – es bleibt dabei, dass ich auch eine ungebrauchte MiNr. 439 zeigen kann!

      Viele Grüße, Alfred

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    • alfred
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      Hallo zusammen,

      darauf möchte ich noch einmal zurückkommen:

      Diese Stempelkombination kennen wir eigentlich nur von der „echten“ Bordpost nach Lakehurst (und Havanna?)

      Eigentlich waren es ja zwei „entweder – oder“ Stempel: der als Durchgangsstempel verwendete amerikanische Rhombenstempel und der grüne Ankunftstempel aus Lakehurst.

      Ein gutes Beispiel beschreibt Eckhard Förster in seinem hervorragenden Beitrag zur brasilianischen Post in der „Zeppelinpost 2013“ auf Seiten 26-27. Ich habe die Seiten anliegend herauskopiert (davon ausgehend, dass der Autor das Copyright nicht verletzt sieht und vielmehr als Werbung für unsere „Zeppelinpost“ akzeptiert).

      Offensichtlich ist die erst am 4.6. in Havanna ankommende Post (Abb. 34) schon in Recife in den Lakehurst-Postsack einsortiert worden. Ich halte diese Variante für seltener, als es die moderate Werterhöhung im Michel gegenüber den Belegen des ersten Flugs nach Havanna wiedergibt, zumal die New Yorker Agentur von Meister die geplanten Abwürfe nicht bekannt gemacht hat.

      Daher findet man nur wenige amerikanische Poststücke, die in (oder über) Havanna hätten entladen werden sollen. Die mir bekannten Briefe zeigen rückseitig sowohl den Rhombenstempel Type I (den sie schon vor ihrem Transport nach Friedrichshafen in New York erhalten hatten!) als auch den grünen Sonderankunftstempel aus Lakehurst. Sie wurden zusammen mit der übrigen für Havanna bestimmten Post entladen und kamen daher rechtzeitig für den ersten Flug nach Havanna an. Bei der Bearbeitung im Airbase-Sonderpostamt in Lakehurst fiel auf, dass sie den großen Rhombenstempel schon hatten und man verpasste ihnen daher zusätzlich den grünen …

      Was die nach Lakehurst (und Havanna?) adressierte Bordpost anbetrifft, wo wir regelmäßig beide Stempel sehen, ist zu bedenken, dass sicher nicht die gesamte im Luftschiff befindliche über Lakehurst hinaus zu befördernde Post ausgeladen und zwecks Bearbeitung zum Postamt transportiert wurde. Grob geschätzt handelt es sich um eine fünfstellige Stückzahl (die gesamte Post aus Südamerika mit Leitwegen Sevilla und Friedrichshafen, die „Rundfahrt-Post“ aus Deutschland und Spanien), die den amerikanischen Rhombenstempel erhalten sollte sowie die amerikanische Rundfahrt-Post, die den kleinen Rundstempel „This article made the complete round trip“ erhielt. Das wurde zumindest teilweise auch an Bord von Besatzungsmitgliedern erledigt, die diesen attraktiven Stempel vor der Entladung auch auf den Bordpost-Belegen abschlugen.

      Viele Grüße, Alfred

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    • klaus
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      Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreund,

      erst einmal meinen Glückwunsch zu diesem herrlichen Beleg aus den USA nach Havanna!  Ich habe fast schon damit gerechnet, dieses spektakuläre Stück hier zu sehen. Natürlich gehört er hierher!

      Auch vielen Dank für die ausführliche Bearbeitung dieses spannenden Themas! Cuba finde ich bei der Südamerikafahrt 1930 besonders interessant!


      @alfred

      Eigentlich waren es ja zwei „entweder – oder“ Stempel: der als Durchgangsstempel verwendete amerikanische Rhombenstempel und der grüne Ankunftstempel aus Lakehurst.

      In meiner Sammlung befindet sich ebenfalls eine interessante Karte, bei der die ungewöhnliche Konstellation aus Rhombenstempel USA, Ankunftstempel Lakehurst und Ankunftstempel Havanna auf einem Beleg zu finden ist.

      Der Ankunftsstempel vom 2. Juni 1930 aus Havanna ist hier gleich zweimal in verschiedenen Ausführungen zu finden. Neben dem bekannten Flugpost Werbestempel (rückseitig) taucht auch der Handstempel aus Havanna auf.


      @alfred

      Ein gutes Beispiel beschreibt Eckhard Förster in seinem hervorragenden Beitrag zur brasilianischen Post in der „Zeppelinpost 2013“ auf Seiten 26-27. Ich habe die Seiten anliegend herauskopiert (davon ausgehend, dass der Autor das Copyright nicht verletzt sieht und vielmehr als Werbung für unsere „Zeppelinpost“ akzeptiert).

      Ein wirklich interessanter Beitrag von Eckhard Förster! Er beschreibt auch die verschiedenen Ankunftsstempel aus Havanna. Den im Text erwähnten Wellenstempel aus Havanna konnte ich bisher nicht finden, aber vor kurzem konnte ich diese Karte in meine Sammlung einfügen. Während auf der Vorderseite, der über Berlin zugeleiteten Karte, nur die unschönen Wellenlinien zu finden sind, entdeckt man auf der Rückseite beide Maschinenstempel aus Havanna. Der Flugpostwerbestempel mit gewohnter Uhrzeit 8 PM, sowie der Wellenstempel mit Eintrag 9 PM.

      Welche Stempeldaten gibt es von Havanna? Handstempel und Flugpoststempel mit 2. Juni 8 PM, sowie Wellenstempel mit 9 PM. Auf Alfreds Brief ist die Angabe 12 M zu finden. Außerdem gibt es wohl noch den Abschlag vom 4. Juni vom 2. Nachbringer Flug (siehe Förster), den ich allerdings noch nicht gesehen habe. Wisst ihr hier mehr?

      Viele Grüße Klaus

       

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    • klaus
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      Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,


      @alfred

      Kürzlich habe ich eine korrekt frankierte Karte (das gibt es auch!) mit einer anderen „Besonderheit“ erwerben können – die 4-RM-Marke blieb unentwertet! Bei genauerem Hinsehen erkennt man auch neben dem als Ankunftstempel in Lakehurst verwendeten Rhombenstempel Type I auch schwach abgeschlagen den grünen Lakehurst-Ankunftstempel vom 31. Mai. Diese Stempelkombination kennen wir eigentlich nur von der „echten“ Bordpost nach Lakehurst (und Havanna?)

      Ja, Herr Edenharter, Redakteur der Aero-Phil und „Zeppelinspezialist“, hatte wohl bei den geplanten Bordpostabgaben nach Havanna (wie wohl andere Händler auch) wenig Glück. Ähnlich deiner Karte, blieb meiner Luftpost Ganzsache, welches für Havanna vorgesehen war (ebenfalls dick unterstrichen), der Ankunftstempel aus Cuba verwehrt.

      Zwar wurde die Frankatur am 30.5.30 im Bordpostamt entwertet, die Karte gelangte aber leider nur bis Lakehurst. Vermutlich war auch hier die Enddestination Deutschland mit Schuld an der kürzeren Route. Eigentlich hätte man die Karte wohl gleich bis Friedrichshafen befördern können, die Frankatur mit 4 RM war für Mehretappen Post bis Friedrichshafen ausreichend. Ich denke man hat die Karte einfach übersehen. Sie wäre wohl, wie Alfred bereits oben vermutet, für eine Aufgabe am 22.5.30 vorgesehen gewesen.

      Übrigens, Herr Edenharter hatte wohl eine Vorliebe für Plattenfehler. Sowohl bei Alfreds nicht entwerteter Karte, wie auch bei meinem Stück findet sich der PF „Blitz neben Adler“.

      Viele Grüße Klaus

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    • alfred
      Teilnehmer
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      Hallo Klaus, hallo zusammen,

      ich wusste, dass du mich hier nicht im Stich lassen würdest mit meinen merkwürdigen Havanna-Belegen! Natürlich hilft mir deine Edenharter-Karte weiter, auch meine „unentwertete“ besser zu interpretieren:

       

      Ja, Herr Edenharter, Redakteur der Aero-Phil und „Zeppelinspezialist“, hatte wohl bei den geplanten Bordpostabgaben nach Havanna (wie wohl andere Händler auch) wenig Glück. Ähnlich deiner Karte, blieb meiner Luftpost Ganzsache, welches für Havanna vorgesehen war (ebenfalls dick unterstrichen), der Ankunftstempel aus Cuba verwehrt.

      Richtig! Und deine Karte ist der Beleg, dass Herr Edenharter einem Mannschaftsmitglied eine Anzahl von Belegen zur Auflieferung beim Bordpostamt mitgegeben hat. Also handelt es sich auch bei meiner Karte um „echte“ philatelistische Bordpost. Damit ist die Kombination Rhombenstempel – grüner Sonderankunftstempel geklärt!.

      Höchst wahrscheinlich wurde die aus Friedrichshafen, Sevilla und Recife stammende Post, die weiterbefördert werden sollte,  unter Mitwirkung der Postbeamten aus Lakehurst und einiger (?) Mannschaftsmitglieder im Luftschiff bearbeitet – alle, die den Rhombenstempel noch nicht hatten, erhielten ihn jetzt, die übrigen (in New York aufgelieferten amerikanischen Poststücke) stattdessen den kleinen runden „rund-trip“-Stempel. Diese beiden „Durchgangsstempel“ befanden sich demnach an Bord des Luftschiffs, der grüne Ankunftstempel und der Rhombenstempel Type II im Sonderpostamt auf der Airbase in Lakehurst.

      Klar ist auch, dass die nach Lakehurst bestimmte Bordpost in einem eigenen Arbeitsgang getrennt von den Karten und Briefen in den Lakehurst- und Havanna-Postsäcken bearbeitet wurde. Da man bei diesen Belegen häufig die Nichteinhaltung der Leitwegsvorgabe „Havanna“ findet, wenn die Beförderung dorthin nicht zur Zieladresse passte, ist davon auszugehen, dass diese relativ wenigen Belege genauer angeschaut wurden.

      Auch deine Karte mit dem Bordpoststempel vom 19.5.1930 würde ich aus diesem Grund zur „echten“ Bordpost zählen, auch wenn wir keinen Passagier oder Besatzungsmitglied namens N.Berger kennen. Auch diese Karte wurde wohl von einem Besatzungsmitglied im Auftrag eines Sammlers oder Händlers beim Bordpostamt abgegeben.

      Und dann zeigst du noch so ganz nebenbei schon den nächsten Beleg der Michelnr. 66 I)c. – der bei Michel fast übersehenen Berliner Zuleitung nach Havanna! Aber damit nicht genug, die Karte zeigt auch noch den laut Förster „(selteneren)“ Wellenstempel zusätzlich zum „normalen“ Flugpost-Werbestempel. Da muss man wohl lange nach einem gleich behandelten Beleg suchen …

      Übrigens: die Suche nach einem über 10 Gramm schweren  Brief nach Havanna – Förster schreibt zu den Frankaturen 20.000 Reis ZP3 und ZP6 „um Vorlage wird gebeten“ – hat sich zumindest für die 20-Milreis-Marke mit USA-Aufdruck (ZP6) erledigt: wir haben sie gefunden und im Michel hat sie daher eine „Hausnummer“ 66 I b)c.

      Mein anliegender Brief zeigt rückseitig ebenfalls die beiden Stempel, diesmal aber mit der gleichen Uhrzeit.

      Viele Grüße, Alfred

      • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monaten von alfred.
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    • klaus
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      Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,

      Übrigens: die Suche nach einem über 10 Gramm schweren Brief nach Havanna – Förster schreibt zu den Frankaturen 20.000 Reis ZP3 und ZP6 „um Vorlage wird gebeten“ – hat sich zumindest für die 20-Milreis-Marke mit USA-Aufdruck (ZP6) erledigt: wir haben sie gefunden und im Michel hat sie daher eine „Hausnummer“ 66 I b)c.                                                                                                      Mein anliegender Brief zeigt rückseitig ebenfalls die beiden Stempel, diesmal aber mit der gleichen Uhrzeit.

      Ein schönes Stück! Meinen Glückwunsch! Den besagten Wellenstempel würde ich persönlich nicht nur als „seltener“ sondern als „seltenst“ einstufen.

      Zum Thema Unterfrankatur/Fehlleitungen bzw. Weiterleitung kann ich noch Beispiele nachreichen:

      Die Karte frankiert mit 2 RM sollte eigentlich „nur“ nach Bahia gehen. Sie wurde auch entsprechend mit Kürzel „b“ versehen, wurde vermutlich aber später falsch einsortiert und gelangte so bis nach Havanna. Die Problematik mit der Verwechslung „h“ statt „b“ ist wohl der wahrscheinlichste Grund für die Fehlleitung. Dadurch hat man sich zwar theoretisch 2 RM Porto gespart, allerdings erreichte die Karte den ursprünglichen Bestimmungsort erst einen Monat, gegenüber dem Abwurf Bahia, später. Schön hier der Ankunftsstempel vom 25.6.30 aus Bahia.

      Meine zweite Karte hingegen, war zwar mit 4 RM korrekt für eine Abgabe Havanna frankiert, allerdings sollte diese über Brasilien nach Chile befördert werden, siehe Leitvermerk. Diese Kombination wäre sicherlich sinnvoller und schneller gewesen, aber vermutlich Aufgrund der Frankatur wurde die Karte über Havanna nach Chile befördert. Auch hier dauerte die Beförderung über einen Monat von Havanna nach Chile, wie der Ankunftstempel vom 3. Juli verrät.

      Viele Grüße Klaus

       

       

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    • klaus
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      Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,


      @alfred

      Und dann zeigst du noch so ganz nebenbei schon den nächsten Beleg der Michelnr. 66 I)c. – der bei Michel fast übersehenen Berliner Zuleitung nach Havanna!

      Nein, ganz so „nebenbei“ sicher nicht, Berliner Zuleitungen ausserhalb Rio de Janero sind selten zu finden. Aber einen Brief kann ich noch zeigen:

      Hier interessant frankiert mit den Sondermarken zu 8 Reichsmark, sowie zusätzlich 50 Rpf in Form von Flugpostmarken. Nun die 8 RM wären das korrekte Porto für die Beförderung nach Havanna gewesen, warum also die zusätzlichen 50 Rpf?

      Als Absender ist Wilhelm Fischer angegeben. Vermutlich besteht hier keine Verbindung mit dem Besatzungsmitglied mit gleichem Namen. Dahinter wird aber „Ober Postsekretär“ angegeben. Also möchte man meinen der Portozuschlag wurde nicht ganz ohne Hintergedanken verklebt. Da keine weitere Angabe wie Eilbrief oder Einschreiben auf dem Brief auftauchen, was zu dieser Fahrt unzulässig war,  liegt es wohl eher an die Beförderung bis Berlin bzw. den Rücktransfer. Was meint ihr? Welchen Sinn machten die 50 Rpf Zusatzporto?

      Nun der gezeigte Brief ist nicht alleine in meiner Sammlung. Auch die Abgabe Lakehurst mit Anschlussflug Berlin zeigt die gleiche Eigenheit. Auch hier mit 50 Rpf „überfrankiert“. Siehe Anhang!

      Gruß Klaus

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    • alfred
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      Hallo Klaus, hallo zusammen,

      …  allerdings sollte diese über Brasilien nach Chile befördert werden, siehe Leitvermerk. Diese Kombination wäre sicherlich sinnvoller und schneller gewesen, aber vermutlich aufgrund der Frankatur wurde die Karte über Havanna nach Chile befördert. Auch hier dauerte die Beförderung über einen Monat von Havanna nach Chile, wie der Ankunftstempel vom 3. Juli verrät.

      Havanna lag offenbar damals am Ende der Welt, zumindest was die Verkehrsinfrastruktur anbetrifft. Wenn man der überfrankierten Karte zumindest den Umweg über Havanna erspart hätte sondern von Lakehurst aus die Weiterleitung nach Chile in Angriff genommen hätte, dann wäre sie zumindest Mitte Juni dort angekommen. Jedenfalls hat es  dieser Brief  so „schnell“ geschafft ….

      Vermutlich hat der liebe Onkel Johann die Karte nicht auch über Kuba in die Brend’amourstraße in Düsseldorf zurückgeschickt, sonst wäre sie vielleicht noch unterwegs … (dringend: Smilies!)

      Aber wir haben hier noch nicht alles gesehen. Zunächst möchte ich kurz aufzählen, was ich hier nicht zeigen kann: Belege aus Argentinien (von wo nach meinen Informationen 6 Karten und 12 Briefe nach Havanna geschickt wurden), aus Bolivien (2 Karten, 4 Briefe) und auch die eine Karte aus Paraguay habe ich nicht in der Sammlung. Bevor ich noch etwas von meinen Zuleitungsbelegen – der Vertragsstaatenpost – zeige, kommt noch die spanische Post an die Reihe. Auch hier hat meine Sammlung eine Lücke: es fehlt ein Beleg der MiNr. 66 I A)b., der „Barcelona-Post“ mit deutschem Bestätigungsstempel. Zeigen kann ich anliegend eine Karte der Nr. 66 I A)a.

      Als ersten Beleg der Vertragsstaatenpost nach Havanna möchte ich eine ungewöhnliche Schweizer Zuleitung zeigen: nicht nur die Frankatur sondern auch die Zieladresse in Stockholm ist nicht alltäglich. Ich glaube nicht, dass sie bei den 131 Karten noch „Geschwister“ hat. (Hat jemand einen Tipp, wie ich die Klebeflecken entfernen kann?)

      Viele Grüße, Alfred

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    • alfred
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      Hallo Klaus,

      Da keine weitere Angabe wie Eilbrief oder Einschreiben auf dem Brief auftauchen, was zu dieser Fahrt unzulässig war, liegt es wohl eher an die Beförderung bis Berlin bzw. den Rücktransfer. Was meint ihr? Welchen Sinn machten die 50 Rpf Zusatzporto?

      Sicher hast du Recht: ein Postsekretär (noch dazu aus meiner Heimatstadt Heidelberg) sollte über die Portosätze Bescheid wissen! Dass er die Beförderung nach Berlin mit 50 Rpf. frankieren wollte, halte ich für unwahrscheinlich – sicher hat er den Brief unter frankiertem Umschlag nach Berlin geschickt.  Eher vermute ich, dass er die Rückkunft seines Briefs von Havanna aus beschleunigen wollte und einen Luftpostzuschlag z.B. für die Beförderung Havanna – USA frankieren wollte.

      Immerhin gab es sicher eine Information bezüglich Luftpost-Zuschlag in USA, wo 50 Rpf. genannt waren. Eine entsprechende Karte – im Michel bei der Nummer 66 unter „deutsche Besonderheiten“ gelistete Variante „Post mit 50 Pf-Zusatzfrankatur für Flugpostbeförderung in Nordamerika“ – zeigt das.

      Was die bei deinem zweiten Brief wenig sinnvolle Flugpost-Beförderung von Lakehurst nach New York anbetrifft, wäre es immerhin denkbar, dass die geografischen Kenntnisse des Absenders lückenhaft waren …

      Hallo zusammen,

      bei zwei weiteren Karten aus der Schweiz wurden die erforderlichen 4,75 SFr. beidseitig frankiert – nicht sehr gerne gesehen bei den heutigen (Ausstellungs-) Sammlern, aber damals recht beliebt.

      Viele Grüße, Alfred

      • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monaten von alfred.
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    • alfred
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      Hallo zusammen,

      auch hier soll es noch etwas weitergehen.

      Etwas weniger im Fokus der Sammler steht bei der Vertragsstaatenpost die Post aus dem Saargebiet. In der Beliebtheitsscala liegen die Briefe und Karten deutlich hinter denen aus der Schweiz, aus Liechtenstein oder Danzig zurück; das lässt sich anhand von Auktionsergebnissen eindeutig belegen. Ein Grund könnte in den großformatigen Briefmarken zu finden sein, mit denen die hohen Portosätze zu frankieren waren: nach Havanna (und Lakehurst) kostete das Briefporto stolze 48 Franc – das war auf der Adressseite der Briefe kaum unterzubringen, was bei vielen Sammlern nicht mehr gern gesehen wird.

      So war das auch bei meinem Brief, der von dem fleißigen Sammler Dr. Lehmann aus Edingen stammt, dem wir zahlreiche schöne Zeppelinbriefe verdanken. Ich habe mit der rückseitigen Frankatur kein Problem – und bin froh, einen der 48 nach Havanna bestimmten Briefe zeigen zu können.

      Viele Grüße, Alfred

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    • klaus
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      Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,


      @alfred

      auch hier soll es noch etwas weitergehen.

      Da hast du sicherlich recht! Gerne kann ich dich hier etwas unterstützen.

      bei zwei weiteren Karten aus der Schweiz wurden die erforderlichen 4,75 SFr. beidseitig frankiert – nicht sehr gerne gesehen bei den heutigen (Ausstellungs-) Sammlern, aber damals recht beliebt.

      Also mich stören die beidseitigen Frankaturen nicht. Sicherlich, die Belege entsprechend auf einer Ausstellungssammlung unterzubringen gestaltet sich schwieriger, aber was will man bei den ausgesprochen schönen Rückseiten der Beleg großartig kritisieren…

      Zu deiner Karte mit Adressant „Garcia“ aus Havanna, habe ich die entsprechende Brief Version. Und natürlich gleicht sich auch die Siegelseite entsprechen:

      Auch wenn einer der Ikaruse gegen die Formation fliegt, viel schöner kann man wohl eine Brief Rückseite nicht gestalten…

      Übrigens: Das handschriftliche Kürzel „Ag“, welches des Öfteren auf ähnlichen Stücken zu finden ist, dürfte eine andere Version des kleinen blauen Besitzerstempels „AG“ sein (siehe deine Karte) mit dessen der bekannte Sammler Anthony Graham damals seine Stücke gekennzeichnet hat.

      Mein zweiter schweizer Brief nach Havanna zeigt, dass es natürlich auch möglich war, die komplette Frankatur auf der Vorderseite unterzubringen. Natürlich fehlt hier eine schöne Formation von Ikarusen, aber auch die Postbeamten waren Kompromiss bereit. Alle Stempelabschläge findet man auf der Vorderseite!

      Viele Grüße Klaus

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    • klaus
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      Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,


      @alfred

      Etwas weniger im Fokus der Sammler steht bei der Vertragsstaatenpost die Post aus dem Saargebiet. In der Beliebtheitsscala liegen die Briefe und Karten deutlich hinter denen aus der Schweiz, aus Liechtenstein oder Danzig zurück; das lässt sich anhand von Auktionsergebnissen eindeutig belegen. Ein Grund könnte in den großformatigen Briefmarken zu finden sein, mit denen die hohen Portosätze zu frankieren waren: nach Havanna (und Lakehurst) kostete das Briefporto stolze 48 Franc – das war auf der Adressseite der Briefe kaum unterzubringen, was bei vielen Sammlern nicht mehr gern gesehen wird.

      Also mir gefallen die schönen Beleg aus der Saar ausgesprochen gut. Natürlich findet man hier häufig die 10 Fr. Madonnen Marken (in meinen Augen eine schöne Marke) um das hohe Porto entsprechend abdecken zu können. Ein andere Möglichkeit wären damals die höheren Werte der Nothilfe Ausgabe gewesen, welche aber leider wesentlich seltener zu finden sind.

      Bei meinem Brief hat es der Ersteller geschafft, die erforderliche Frankatur auf der Vorderseite unterzubringen. Die geringe Überfrankatur von 10 Cent. nehme ich hier gerne in Kauf. Auch der schönen Flugpost Werbestempel von Havanna findet man dort, so kann ich mir die Rückseite sparen, diese ist bis auf die Ersteller Angabe leer.

      Bei den Zuleitungen aus dem Saargebiet, waren scheinbar Karten weniger beliebt. Nur 30 Karten wurden zur Abgabe Havanna aufgeliefert. In meinem Falle von dem bekannten britischen Händler Davis aus Liverpool, hier mit dem „halben Portosatz“ zu 24 Fr.

      Gruß Klaus

      • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 3 Wochen von klaus.
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    • alfred
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      Hallo Klaus,

      auf deine beiden schönen Briefe aus der Schweiz möchte ich noch einmal zurückkommen …

      Auch wenn einer der Ikaruse gegen die Formation fliegt, viel schöner kann man wohl eine Brief Rückseite nicht gestalten…

      Mein zweiter Schweizer Brief nach Havanna zeigt, dass es natürlich auch möglich war, die komplette Frankatur auf der Vorderseite unterzubringen.

      Sogar zwei der 64 Briefe aus der Schweiz hast du in der Sammlung – und ich keinen einzigen! Findest du das gerecht? (viele traurige Smileys)

      Was meinst du, können wir vielleicht tauschen? Natürlich darfst du dir eine meiner Karten aussuchen.

      Also mir gefallen die schönen Belege aus der Saar ausgesprochen gut. Natürlich findet man hier häufig die 10 Fr. Madonnen Marken (in meinen Augen eine schöne Marke) um das hohe Porto entsprechend abdecken zu können.

      Das sehe ich auch so. Hinzu kommt, dass gerade die 10-Franc-Madonna MiNr. 103 ein Dorado für Plattenfehlersucher ist.

      Bei den Zuleitungen aus dem Saargebiet, waren scheinbar Karten weniger beliebt. Nur 30 Karten wurden zur Abgabe Havanna aufgeliefert.

      Das ist wirklich erstaunlich: summiert man die Zuleitungsbelege aus dem Saargebiet über alle Etappen, kommt man auf 1.067 Karten und 621 Briefe. Lediglich bei der nach Havanna adressierten Post ist die Relation umgekehrt: nur 30 Karten bei 48 Briefen.

      In Anbetracht dieser Tatsache weniger erstaunlich: mir fehlt eine Karte und ich habe auch nichts zum Tauschen anzubieten (wieder die Smileys …)

      Ich lehne mich jetzt einmal aus dem Fenster: wahrscheinlich bist du, lieber Klaus, der einzige Sammler, der sowohl Karte als auch Brief der Saargebiet-Post nach Havanna mit der kompletten Frankatur auf der Vorderseite zeigen kann –  dazu meinen Glückwunsch!

      Hallo zusammen

      Weniger spektakulär ist meine Karte aus Österreich, die hierher passt. Sie stammt vom Wiener Händler Norbert Frischer und ist etwas überfrankiert: 6,40 Schilling + 10 Groschen Inlands-Kartenporto hätten ausgereicht. Ungewöhlich: hier fehlt der Durchgangsstempel aus „Wien 1 – Flugpost“, den ich auf einem Briefzettel zeigen kann; dafür erhielt die Karte einen Ankunftstempel vom 16. Juni bei der Rückkehr nach Wien.

      Sehr dick waren die Bündel der für Havanna bestimmten Post sicher nicht. Insgesamt waren es 75 Karten und nur 19 Briefe.

      Andere „Underdogs“ der Vertragsstaatenpost sind die Belege aus den Niederlanden, obwohl sie relativ selten sind. Nur 30 Karten und 4 Briefe wurden nach Havanna befördert. Meine Karte ist mit 2,20 Gulden Luftschiffporto + 7,5 Cent Postkartenporto korrekt frankiert. (Die Rückseite zeigt nur einen rudimentären Havanna-Fahnenstempel)

      Viele Grüße, Alfred

      • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 2 Wochen von alfred.
      • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Monaten, 3 Wochen von alfred. Grund: Korrektur Porto Niederlande (2,20 statt 2,25)
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    • alfred
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      Hallo zusammen,

      was fehlt noch bei der nach Havanna beförderten Vertragsstaatenpost?

      Zunächst einmal die Post aus der Freien Stadt Danzig.

      Auch hier kann ich leider keinen der 11 Briefe zeigen, die mit 12 Gulden zu frankieren waren.

      Lediglich eine der 18 Postkarten hat den Weg in meine Sammlung gefunden. Sie stammt vom New Yorker Herausgeber Gomez Sanchez des „Handbook of Zeppelin Letters & Postal Cards 1911-31“ (von F.W. Kummer und Berthold) und ist mit 6 Gulden portorichtig frankiert.

      Ebenfalls portorichtig ist meine zweite Karte frankiert, die am 17.5.30 in Danzig aufgeliefert wurde und mit Hilfe des Berliner Anschlussflugs noch rechtzeitig zur Beförderung mit dem Luftschiff in Sevilla ankam. Nicht ganz so schön, dass sie wohl an die Heimatadresse des Sammlers adressiert ist, aber zum Glück schaute sich in Lakehurst niemand die europäische Adresse an – wie es wohl mit der Bordpost gehandhabt wurde  – sondern gab sie dem Flieger nach Havanna mit. (Wenn ich eine direkt nach Havanna adressierte Karte der Michelnr. 66 I)c. aus Danzig finde, tausche ich sie gegebenenfalls aus …)

      Viele Grüße, Alfred

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    • alfred
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      Hallo zusammen,

      last but not least: die Post aus Liechtenstein.

      Hier bilden eine schöne Karte und ein noch attraktiverer Brief zusammen eine Albumseite, über die ich mich immer wieder freue!

      Nicht ganz so selten wie die Post aus Danzig sind die nach Havanna geleiteten Belege aus Liechtenstein, aber es ist trotzdem nicht ganz einfach, eine der 39 Postkarten und einen der 8 Briefe zu finden …

      Beide Beleg sind korrekt frankiert: 4,75 SFr für die Karte, 9,50 SFr für den Brief.

      Viele Grüße, Alfred

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    • klaus
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      Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,


      @alfred

      Was meinst du, können wir vielleicht tauschen? Natürlich darfst du dir eine meiner Karten aussuchen…

      vielen Dank für das Lob. Da ich bereits ein Karte der Schweiz zur Etappe Havanna besitze, muss ich leider dein Angebot ausschlagen.


      @alfred

      … Sie stammt vom Wiener Händler Norbert Frischer und ist etwas überfrankiert: 6,40 Schilling + 10 Groschen Inlands-Kartenporto hätten ausgereicht. Ungewöhlich: hier fehlt der Durchgangsstempel aus „Wien 1 – Flugpost“, den ich auf einem Briefzettel zeigen kann; dafür erhielt die Karte einen Ankunftstempel vom 16. Juni bei der Rückkehr nach Wien…

      An deine Karte, die wir vor einiger Zeit diskutiert haben, kann ich mich gut erinnern. Wir haben dabei wieder einmal über die interessante Portofrage spekuliert. Belege mit Zieladresse Österreich lediglich 10 Gr. Kartenporto, für Zieladresse Ausland (hier Havanna) 24 Gr., obwohl hier der Rücktransport des Poststückes sicherlich aufwändiger war. Ein kleines Porto-Kuriosum.

      Hier Beispiele aus meiner Sammlung: Karte von Sobetzky/Necasal portorichtig als „Inlandskarte“ zu 6,50 Schilling franiert, sowie eine „Davis“ Karte mit Zieladresse Havanna, mit 6,65 Schilling Porto, geringfügig mit 1 Groschen überfrankiert.

      Auffällig: Ebenso wie bei deiner Karte fehlen auch hier die Abschläge des Durchgangsstempels „„Wien 1 – Flugpost“. Scheinbar nahm man es in Wien damit nicht ganz so genau, oder war nicht umbedingt erforderlich.

      Viele Grüße – und bleibt gesund!

      Klaus

      • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 1 Woche von klaus.
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    • klaus
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      Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,


      @alfred

      was fehlt noch bei der nach Havanna beförderten Vertragsstaatenpost? Zunächst einmal die Post aus der Freien Stadt Danzig.

      Hier kann ich noch eine Karte beisteuern. Leider nicht über Berlin per Anschlussflug aufgeliefert, sondern über Danzig nach Friedrichshafen auf dem Weg gegeben. Auch hier mit 6 Gulden portorichtig frankiert.


      @alfred

      Nicht ganz so schön, dass sie wohl an die Heimatadresse des Sammlers adressiert ist, aber zum Glück schaute sich in Lakehurst niemand die europäische Adresse an – wie es wohl mit der Bordpost gehandhabt wurde – sondern gab sie dem Flieger nach Havanna mit.

      Auch hier war die Karte zur Heimatadresse des Sammler adressiert. Dies stört mich allerdings nicht zu sehr, da die Ankunft der Karte durch einen Ankunftstempel aus Danzig wieder dokumentiert wurde. Meine Karte ereichte Danzig, ebenso wie die gezeigten österreichischen Belege, am 16.6.30. Auch schön zu sehen, die Verwendung einer Spendenkarte der Zeppelin/Eckener Spenden-Organisation.

      Gruß Klaus

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    • alfred
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      Hallo zusammen,

      hier hat sich nach der Felzmann-Auktion bei mir ein Nachtrag ergeben …

      Andere „Underdogs“ der Vertragsstaatenpost sind die Belege aus den Niederlanden, obwohl sie relativ selten sind. Nur 30 Karten und 4 Briefe wurden nach Havanna befördert.

      … aus dem Nachverkauf der Auktion habe ich noch einen der seltenen Briefe „gefischt“. Dass niemand ihn unbedingt haben wollte, bestätigt deutlich, dass die „Holländer“ wohl wenig Fans haben. Mir gefällt er: mit schöner Frankatur ist er fast portorichtig – 4,40 Gulden +12,5 Cent Briefporto hätten genügt.

      Frohe Weihnachten, viele Grüße, Alfred

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    • aviator
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      Hallo alfred,

      Holländer eben!

      Habe den Brief selbst nur als unverkauft eingetragen. Da werde ich jetzt eine 450 und alfred eintragen können. Ist bei mir übrigens der einzige „normale“ Holländer zur SAF 1930, den ich seit Felz. 170 wegen der 4 Briefe registriert habe. Bis dahin hatte ich nur die beiden Belege mit Mischfrankaturen DR/Holland registriert und da habe ich allerdings auch ein „fraglich“ in rot dahinter stehen. Gibt es bei Holland denn etwas, was sich „lohnt“ in ein Archiv zu nehmen?

      Der Rest, bis auf die fehlenden 3 Briefe ist doch eigentlich kaum von Belang. Oder?

      Grüße und noch schöne Feiertage!

      aviator

       

       

    • alfred
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      Hallo aviator,

      Holländer eben!

      Jetzt hoffe ich nur, dass unser holländischer Freund Dik (alias @hankams) hier nicht mehr mitliest …

      Soweit ich es sehe, ist er immerhin bis heute der einzige „Zaungast“ hier, den wir eigentlich nicht vergraulen sollten! (Hier fehlt ein Smiley)

      Bis dahin hatte ich nur die beiden Belege mit Mischfrankaturen DR/Holland registriert und da habe ich allerdings auch ein „fraglich“ in rot dahinter stehen

      Leider kenne ich diese Belege nicht und habe auch nichts davon gehört oder gelesen. Insofern hätte ich auch Bedenken, zumal so etwas ja nicht erforderlich war.

      Der Rest, bis auf die fehlenden 3 Briefe ist doch eigentlich kaum von Belang. Oder?

      Wenn ich es richtig verstanden habe, registrierst du die Top-Seltenheiten der Zeppelinpost mit hohen Katalog-Notierungen und/oder kleinen Stückzahlen. Unter diesen Auswahlkriterien kommen Belege aus den Niederlanden – zumindest bei der Südamerikafahrt 1930 – sicher nicht in Frage.

      Nach meinem Geschmack kommen allerdings auch andere, weniger wertorientierte Kriterien in Betracht. Beispielsweise würde ich diese beiden  …

      … aus Rotterdam nach Lakehurst beförderten Briefe auch in ein Ein-Rahmen-Exponat für Zuleitungspost der SAF 1930 aufnehmen: der nach Boston adressierte Brief wurde mit 20 Cent (entspricht etwa 10 US-Cent) zusätzlich für die Luftpost-Weiterbeförderung frankiert.

      Viele Grüße, Alfred

       

       

    • aviator
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      Hallo alfred,

      Mit „Holländer eben“ meine ich die Belege zur SAF 1930! Da kenne ich nichts von Belang.

      Zu Fahrten davor und danach gibt es „tolle Holländer“.

      Niemand auf dieser Welt kann alles archivieren und registrieren! Selbst große Teams in „Büro-Haltung  mit Schichtarbeit“ sind weder allgegenwärtig noch fehlerlos. Geschweige eine einzelne Person, egal wieviel Zeit man investiert und wie lange man wach bleiben kann.

      Die Mischfrankaturen siehe weiter unten.

      Grüße und guten Rutsch in 2012!

      Aviator

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    • aviator
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      Die Kopien der Lose

       

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    • klaus
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      Hallo Zeppelinfreunde,


      @alfred

      hier hat sich nach der Felzmann-Auktion bei mir ein Nachtrag ergeben … aus dem Nachverkauf der Auktion habe ich noch einen der seltenen Briefe „gefischt“. Dass niemand ihn unbedingt haben wollte, bestätigt deutlich, dass die „Holländer“ wohl wenig Fans haben. Mir gefällt er: mit schöner Frankatur ist er fast portorichtig – 4,40 Gulden +12,5 Cent Briefporto hätten genügt.

      meinen Glückwunsch zum tollem Stück! Gut zu wissen, dass der seltene Beleg jetzt in guten Händen ist!


      @aviator

      Mit „Holländer eben“ meine ich die Belege zur SAF 1930! Da kenne ich nichts von Belang.

      Zu Fahrten davor und danach gibt es „tolle Holländer“.

      Ganz verstehen tue ich deine Prioritäten nicht. Sicherlich, Holländer im vierstelligem Preisbereich sind selten zu finden, aber auch zur Südamerikafahrt 1930 gibt es schöne und seltene Exemplare. Und nicht nur diese sind für mich von „Belang“. Neben den doch sehr seltenen Auflieferungen Havanna, Capa Verde oder Bahia, gibt es auch noch Belege mit gewissen „Eigenheiten“, wie Alfred sie bereits eindrucksvoll gezeigt hat.

      Oder auch fehlgeleitete Stücke, die eben immer die Ausnahme zur Regel machen. Beispielsweise ein Holländer der ursprünglich für Bahia vergesehen war, aber schließlich doch, erheblich unterfrankiert, die Reise bis nach Havanna mit gemacht hat.

      Viele Grüße

      Klaus

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    • aviator
      Teilnehmer
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      Hallo Klaus,

      Meine Prioritäten sind eigentlich leicht zu verstehen und ganz einfach. Ich interessiere mich nicht ausschließlich, oder auch nur besonders für die SAF 1930.

      Wenn ich also Interesse an Belegen der Pionierflugpost und Zeppelinpost habe, sehe ich viele tausend wirklich spannendere Dinge, als die je die SAF 1930 ausschließlich und allein finden könnte. Das liegt doch in der Natur der Sache. Mein „Tellerrand“ beginnt 1870 mit Ballon Monte und endet 1939 mit der letzten Fahrt von LZ130. Was bitte sollte ich da bei Zuleitung Holland zur SAF 1930 spannend finden? Was alles gibt es da im Sieger, Michel, Schweizer Luftpost-Handbuch und in anderer Spezialliteratur zu sehen! Nehmen wir als Beispiel „nur“ mal dem neuen Michel. Wieviele Seiten sind für SAF 1930 enthalten. Vielleicht 15-20? Mein Interesse gilt dort aber locker 300 Seiten.

      Gehen wir zu Pionierflugpost. Danach zu Katapult und Ballon Monte sollten wir auch nicht ganz vergessen. Da gibt es doch wahnsinnig viele spannendere Belege als ich die je bei der SAF 1930 in meinem Leben noch finden werde und da habe ich bei der SAF 1930 schon die Freistempel mit ins Archiv aufgenommen.

      Natürlich habe ich auch Belege zur SAF 1930 und alfred weiß, dass ich mich da auch um Abarten und Besonderheiten zu dieser Fahrt kümmere. Da gibt es Sachen, die stehen in keinen Katalogen und selbst alfred kannte die vorher noch nicht. Aber eben nicht nur zu dieser Fahrt und das ist alles, was es da bei mir zu verstehen gibt. Ist doch nicht so schlimm, wenn die SAF 1930 bei mir nur eine von ganz vielen anderen interessante Sache ist. Einfach mal von dieser Seite betrachten und alles ist okay.

      Beste Grüße und guten Rutsch in 2021!

      aviator

      • klaus
        Teilnehmer
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        Hallo Aviator, Hallo Zeppelinfreunde,

        Meine Prioritäten sind eigentlich leicht zu verstehen und ganz einfach. Ich interessiere mich nicht ausschließlich, oder auch nur besonders für die SAF 1930.

        vielen Dank für deine ausführliche Begründung. Wenn man natürlich so ein umfassendes Sammelgebiet und Vorlieben hat, setzt man natürlich seine Schwerpunkte anders. Bei so einen umfassenden Themenkreis würde mir leider die Übersicht fehlen.

        … und da habe ich bei der SAF 1930 schon die Freistempel mit ins Archiv aufgenommen.

        Darf man fragen wieviel Freistempler der SAF 30 du in deinem Archiv verzeichnet hast? Mir sind inzwischen 4 Stück davon bekannt geworden.

        Natürlich habe ich auch Belege zur SAF 1930 und alfred weiß, dass ich mich da auch um Abarten und Besonderheiten zu dieser Fahrt kümmere. Da gibt es Sachen, die stehen in keinen Katalogen und selbst alfred kannte die vorher noch nicht.

        Natürlich machst du mich hier sehr neugierig. Es würde mich sehr freuen diese Besonderheiten einmal zu sehen. Wäre schön hier einige dieser Raritäten hier bewundern zu dürfen.

        Bleibt Gesund und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

        Gruß Klaus

        P.S. Als kleinen Abschluss vorerst von mir zu diesem spanndenen Havanna Thema, ein relativ „gewöhnlicher“ Brief von Friedrichshafen nach Havanna. Schön hier die eigenwillige Mischfrankatur des Portos zu acht Reichsmark. Luftpostwerbestempel von Havanna auf der Rückseite.

         

         

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    • aviator
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      Hallo Klaus,

      Für die Übersicht führe ich mein Archiv. Das ist aber nicht nur zur Übersicht nützlich, sondern in jeder Hinsicht (außer Zeitaufwand) gut zu gebrauchen. Ist auch ein toller Beleg für ein „Nordlicht“ drinnen, aber eben nicht von der SAF 1930.

      Freistempel 6 Stück. Kommen unten und da diese Tabelle damit beginnt, gleich „von oben“.

      Du sagst bitte einfach was für ein Bild Dir noch fehlt und ich schicke das nach. Da muss ich nicht alle durch diese „uralt Kupferleitung“ senden. Ist das okay für Dich?

      Neugier ist nur eine Seite der Medaille. In dem Moment wenn ich das hier „öffentlich“ Einstelle, muss ich beim Einkauf dieser Belege wesentlich mehr bezahlen. Meine Offenheit bitte ich da mal zu entschuldigen! Derjenige, der die SAF 1930 so absolut über viele Jahre sammelt, also unser alfred, kennt diese „Sachen“ seit Jahren. Also neben Dr.Simon und mir selbst. Er hat das alles von mir bekommen, unter der Voraussetzung, – nur zum privaten Gebrauch- . Was er getan hat und ich ihn deshalb auch gerne „auf dem Laufenden“ halte, wenn mir wieder etwas bei der SAF 1930 auffällt!

      Die Freistempel kennt er natürlich auch alle schon, aber wie gehabt – nur zum privaten Gebrauch- . Was sich in dem Moment, wenn ich das hier einstelle natürlich erledigt hat und deshalb auch nur die Freistempel einstelle. Ich hoffe da einfach mal auf Dein Verständnis. Danke!

      Grüße und nochmals guten Rutsch!

      aviator

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    • alfred
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      Hallo zusammen,

      o.k., da hat sich ja einiges getan in diesem Thread …

      @klaus:

      Als kleinen Abschluss vorerst von mir zu diesem spannenden Havanna Thema, ein relativ „gewöhnlicher“ Brief von Friedrichshafen nach Havanna. Schön hier die eigenwillige Mischfrankatur des Portos zu acht Reichsmark.

      Nein, lieber Klaus, „gewöhnlich“ ist dein Brief ganz sicher nicht! Wenn wir in unseren Sammlungen nur die üblichen Frankaturen mit den beiden anlassbezogenen Sondermarken  zeigen könnten, dann wären sie für die inzwischen etwas aus der Mode gekommenen Sammler, bei denen die Marken im Mittelpunkt stehen, fast genau so langweilig wie die meisten mehr oder minder grünen Pionierpost-Sammlungen, die ihre „Spannung“ zweifellos auch nicht aus den Frankaturen beziehen (so viele Smileys, wie du willst …)

      Eine solche langweilige „Normalfrankatur“ möchte ich noch zeigen, bei der aber zumindest die Absenderadresse für etwas Spannung sorgt. (Hätte ‚Graf Zeppelin‘ den Brief direkt nach Havanna gebracht, wäre der Laufweg nach Venezuela sogar sinnvoll gewesen!)

      @aviator

      Natürlich habe ich auch Belege zur SAF 1930 und alfred weiß, dass ich mich da auch um Abarten und Besonderheiten zu dieser Fahrt kümmere. Da gibt es Sachen, die stehen in keinen Katalogen und selbst alfred kannte die vorher noch nicht.

      Richtig, Aviator! Und ich bin auch sicher, dass ich niemals behaupten kann, alles über diese Fahrt zu wissen. Immer dann, wenn ich der Meinung war, es gebe etwas nicht bei dieser Fahrt, hat mich jemand umgehend vom Gegenteil überzeugt.  Und in den letzten Jahren war das meistens unser Freund Klaus!

      Die beiden von dir gezeigten DR-Niederlande-Mischfrankaturen kannte ich nicht. Danke fürs Zeigen! Beide halte ich für nicht manipuliert: Bei dem reichlich frankierten Rundfahrtbrief an den mit Kurt Schönherr befreundeten Wirt des Hotels „Germania“ in Osnabrück mit dem schönen Namen Petersilie hatte natürlich Schönherr die Hand im Spiel; der Postweg wurde unterbrochen.

      Gleiches gilt natürlich auch für den Brief des umtriebigen Herrn Arthur Krebs aus dem Riesengebirge, dem es offensichtlich Spaß machte, „Mehr-Fahrten-Belege“ zu generieren.

      Hier , im Mischfrankaturen-Thread, habe ich einen ähnlichen Brief gezeigt, der nach der Schweizfahrt vom 12.4.30 (MiNr. 53 I) bei der Heimfahrt der SAF 1930 von Lakehurst nach Friedrichshafen nochmals befördert wurde. Ich habe ihn für meine Besonderheiten „gebraucht“. Falls du derartige Belege in deine Tabelle aufnehmen willst: der Brief stammt von der letzten Palmer-Auktion. Eine Bitte habe ich allerdings: ich möchte nicht, dass in deinen Tabellen Informationen gespeichert werden, die auf mich als Eigentümer hinweisen.

      @aviator:

      Derjenige, der die SAF 1930 so absolut über viele Jahre sammelt, also unser alfred, kennt diese „Sachen“ seit Jahren. Also neben Dr.Simon und mir selbst. Er hat das alles von mir bekommen, unter der Voraussetzung, – nur zum privaten Gebrauch- . Was er getan hat und ich ihn deshalb auch gerne „auf dem Laufenden“ halte, wenn mir wieder etwas bei der SAF 1930 auffällt!

      Danke für das Kompliment! Wenn du mit „diesen Sachen“ die Freistempler meinst, dann ist das richtig. Allerdings hat sich keiner bisher zu mir „verlaufen“. In Reichweite war für mich bisher eigentlich nur der schwere Bedarfsbrief, aber in Anbetracht des fürs Album ungeeigneten Formats und der von dir korrekt erwähnten „Mängel“ war mir das Angebot unseres Sammlerfreundes Siegfried S. zu teuer.

      Aber die Beschreibung unserer Beziehung irritiert mich etwas: natürlich kennen wir uns schon lange und haben mehr als einen schönen Abend während der Sindelfinger Messe zusammen in Neuhausen auf den Fildern verbracht. Aber ich erinnere mich hauptsächlich an unsere netten sozialen Kontakte, weniger an philatelistische Fachgespräche. Wenn ich an meine wichtigsten Mentoren denke, fallen mir eigentlich andere Namen ein: zuerst natürlich unser Peter H., der mich nicht nur mit vielen Informationen zu den „besten“ Belegen der SAF 1930 versorgte sondern mir auch viele gute Belege verkauft hat, meistens allerdings auf dem eher „konservativem Preissniveau“ der 1980er Jahre …

      Wichtig war für mich viele Jahre lang auch Dieter L., dessen Expertise seit einiger Zeit leider nicht mehr zur Verfügung steht. Ich bin sicher, er kennt meine Sammlung im Stand von 2016 besser als jeder andere, obwohl er sie bei mir nur zwei oder dreimal gesehen hat. Mit Wehmut denke ich an sein Forum eZEPtalk und vor allem an die von ihm bis 2015 weitergeführte Zeitschrift „Zeppelin Post Journal“ zurück, deren zahlreiche Artikel zur SAF 1930 ebenso spannend wie lehrreich waren und heute noch unverzichtbar für mich sind.

      Nicht vergessen möchte ich meinen besten „Scout“ in Sachen SAF 1930, meinen Freund Wolfgang P. aus Berlin, dem ich viele meiner Belege verdanke, von denen kein einziger zu teuer war, viele aber echte Schnäppchen. Ihm habe ich vor allem meine Erfahrungen zu verdanken, aus einer Menge von Belegen eine richtige Sammlung zu machen.

      Last but not least ist es mein Freund Eckhard F., der mir vor allem in den letzten Jahren immer mit Rat und Tat behilflich war, wenn es um besondere und teure „Rosinen“ meines Sammelgebiets ging. Wie mein anderer junger Freund Klaus Z. hat allerdings auch Eckhard einen „Nachteil“ für mich: beide sind höchst aktive Sammler, die nicht die Finger von der SAF 1930 lassen wollen (böse Smileys!)

      So, jetzt muss ich mich umziehen für unsere tolle Zwei-Personen-Sylvesterparty – euch allen wünsche ich einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

      Viele Grüße, Alfred

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    • aviator
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      Hallo Alfred,

      Eine Antwort findest Du unter „Allgemeines“ und warum es dort und nicht hier steht auch.

      Hoffe das ist okay für Dich. Sollte es verkehrt gewesen sein sein, bitte einfach hier zu SAF 1930 schieben. Danke!

      aviator

    • klaus
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      Hallo Aviator, Hallo Zeppelinfreunde,


      @aviator

      Du sagst bitte einfach was für ein Bild Dir noch fehlt und ich schicke das nach. Da muss ich nicht alle durch diese „uralt Kupferleitung“ senden. Ist das okay für Dich?

      vielen Dank für die Liste und das Angebot die Bilder zu schicken!

      Einige Freistempler sind mir bekannt, aber Bild 216 und 140 habe ich bisher noch nicht gesehen.


      @aviator

      Neugier ist nur eine Seite der Medaille. In dem Moment wenn ich das hier „öffentlich“ Einstelle, muss ich beim Einkauf dieser Belege wesentlich mehr bezahlen.

      Ja, da hast du sicherlich nicht ganz unrecht. Allerdings gibt es eines zu bedenken: Wenn niemand mehr solche Besonderheiten erkennt und wertschätzt, verlieren diese irgendwann ihre Bedeutung und verschwinden in der Vesenkung. Eine Gradwanderung…

      Viele Grüße, ein gutes neues Jahr, und vor allem beste Gesundheit!

      Klaus

       

    • aviator
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      Hallo Klaus,

      Bilder kommen unten im Anhang.

      Gradwanderung vielleicht, aber in diesem speziellen Fall ist der Grad eher so breit und dick wie die Schiffsplanken eines alten „Seelenverkäufers“ die früher an den Lagerhallen entladen wurden.

      Grüße aviator

       

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    • aviator
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      Hallo allerseits,

      Heute fand ich in alten „Print“ Unterlagen von Dr. Simon eine Bordpost Karte, die gut zum Beitrag von Alfred (weiter oben) vom 8. November 2020 passt. Auch vorgesehen für Havanna, hier mit Bordstempel vom 30.5.30 und da die Zieladresse in Baden-Baden ist, wurde die Karte gleich bis FH „durch“ befördert. Vom Service gut gemeint, aber den Sammler wird es wohl eher weniger gefreut haben!

      Beste Grüße,

      Aviator

       

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    • aviator
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      Hallo allerseits,

      Heute fand ich noch eine Karte, dieses Mal Bordpost 30.5.30 nach Havanna von Beuerle. Die hat es leider nur bis Lakehurst geschafft. War 2015 bei Cherryston Los 270 mit Zuschlag ca. 400 Euro.

      Beste Grüße,

      Aviator

       

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