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  • klaus
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      Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,


      @alfred

      Und dann zeigst du noch so ganz nebenbei schon den nächsten Beleg der Michelnr. 66 I)c. – der bei Michel fast übersehenen Berliner Zuleitung nach Havanna!

      Nein, ganz so “nebenbei” sicher nicht, Berliner Zuleitungen ausserhalb Rio de Janero sind selten zu finden. Aber einen Brief kann ich noch zeigen:

      Hier interessant frankiert mit den Sondermarken zu 8 Reichsmark, sowie zusätzlich 50 Rpf in Form von Flugpostmarken. Nun die 8 RM wären das korrekte Porto für die Beförderung nach Havanna gewesen, warum also die zusätzlichen 50 Rpf?

      Als Absender ist Wilhelm Fischer angegeben. Vermutlich besteht hier keine Verbindung mit dem Besatzungsmitglied mit gleichem Namen. Dahinter wird aber “Ober Postsekretär” angegeben. Also möchte man meinen der Portozuschlag wurde nicht ganz ohne Hintergedanken verklebt. Da keine weitere Angabe wie Eilbrief oder Einschreiben auf dem Brief auftauchen, was zu dieser Fahrt unzulässig war,  liegt es wohl eher an die Beförderung bis Berlin bzw. den Rücktransfer. Was meint ihr? Welchen Sinn machten die 50 Rpf Zusatzporto?

      Nun der gezeigte Brief ist nicht alleine in meiner Sammlung. Auch die Abgabe Lakehurst mit Anschlussflug Berlin zeigt die gleiche Eigenheit. Auch hier mit 50 Rpf “überfrankiert”. Siehe Anhang!

      Gruß Klaus

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      klaus
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        Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,

        Übrigens: die Suche nach einem über 10 Gramm schweren Brief nach Havanna – Förster schreibt zu den Frankaturen 20.000 Reis ZP3 und ZP6 „um Vorlage wird gebeten“ – hat sich zumindest für die 20-Milreis-Marke mit USA-Aufdruck (ZP6) erledigt: wir haben sie gefunden und im Michel hat sie daher eine „Hausnummer“ 66 I b)c.                                                                                                      Mein anliegender Brief zeigt rückseitig ebenfalls die beiden Stempel, diesmal aber mit der gleichen Uhrzeit.

        Ein schönes Stück! Meinen Glückwunsch! Den besagten Wellenstempel würde ich persönlich nicht nur als “seltener” sondern als “seltenst” einstufen.

        Zum Thema Unterfrankatur/Fehlleitungen bzw. Weiterleitung kann ich noch Beispiele nachreichen:

        Die Karte frankiert mit 2 RM sollte eigentlich “nur” nach Bahia gehen. Sie wurde auch entsprechend mit Kürzel “b” versehen, wurde vermutlich aber später falsch einsortiert und gelangte so bis nach Havanna. Die Problematik mit der Verwechslung “h” statt “b” ist wohl der wahrscheinlichste Grund für die Fehlleitung. Dadurch hat man sich zwar theoretisch 2 RM Porto gespart, allerdings erreichte die Karte den ursprünglichen Bestimmungsort erst einen Monat, gegenüber dem Abwurf Bahia, später. Schön hier der Ankunftsstempel vom 25.6.30 aus Bahia.

        Meine zweite Karte hingegen, war zwar mit 4 RM korrekt für eine Abgabe Havanna frankiert, allerdings sollte diese über Brasilien nach Chile befördert werden, siehe Leitvermerk. Diese Kombination wäre sicherlich sinnvoller und schneller gewesen, aber vermutlich Aufgrund der Frankatur wurde die Karte über Havanna nach Chile befördert. Auch hier dauerte die Beförderung über einen Monat von Havanna nach Chile, wie der Ankunftstempel vom 3. Juli verrät.

        Viele Grüße Klaus

         

         

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        klaus
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          Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,


          @alfred

          Kürzlich habe ich eine korrekt frankierte Karte (das gibt es auch!) mit einer anderen „Besonderheit“ erwerben können – die 4-RM-Marke blieb unentwertet! Bei genauerem Hinsehen erkennt man auch neben dem als Ankunftstempel in Lakehurst verwendeten Rhombenstempel Type I auch schwach abgeschlagen den grünen Lakehurst-Ankunftstempel vom 31. Mai. Diese Stempelkombination kennen wir eigentlich nur von der „echten“ Bordpost nach Lakehurst (und Havanna?)

          Ja, Herr Edenharter, Redakteur der Aero-Phil und “Zeppelinspezialist”, hatte wohl bei den geplanten Bordpostabgaben nach Havanna (wie wohl andere Händler auch) wenig Glück. Ähnlich deiner Karte, blieb meiner Luftpost Ganzsache, welches für Havanna vorgesehen war (ebenfalls dick unterstrichen), der Ankunftstempel aus Cuba verwehrt.

          Zwar wurde die Frankatur am 30.5.30 im Bordpostamt entwertet, die Karte gelangte aber leider nur bis Lakehurst. Vermutlich war auch hier die Enddestination Deutschland mit Schuld an der kürzeren Route. Eigentlich hätte man die Karte wohl gleich bis Friedrichshafen befördern können, die Frankatur mit 4 RM war für Mehretappen Post bis Friedrichshafen ausreichend. Ich denke man hat die Karte einfach übersehen. Sie wäre wohl, wie Alfred bereits oben vermutet, für eine Aufgabe am 22.5.30 vorgesehen gewesen.

          Übrigens, Herr Edenharter hatte wohl eine Vorliebe für Plattenfehler. Sowohl bei Alfreds nicht entwerteter Karte, wie auch bei meinem Stück findet sich der PF “Blitz neben Adler”.

          Viele Grüße Klaus

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          klaus
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            Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreund,

            erst einmal meinen Glückwunsch zu diesem herrlichen Beleg aus den USA nach Havanna!  Ich habe fast schon damit gerechnet, dieses spektakuläre Stück hier zu sehen. Natürlich gehört er hierher!

            Auch vielen Dank für die ausführliche Bearbeitung dieses spannenden Themas! Cuba finde ich bei der Südamerikafahrt 1930 besonders interessant!


            @alfred

            Eigentlich waren es ja zwei „entweder – oder“ Stempel: der als Durchgangsstempel verwendete amerikanische Rhombenstempel und der grüne Ankunftstempel aus Lakehurst.

            In meiner Sammlung befindet sich ebenfalls eine interessante Karte, bei der die ungewöhnliche Konstellation aus Rhombenstempel USA, Ankunftstempel Lakehurst und Ankunftstempel Havanna auf einem Beleg zu finden ist.

            Der Ankunftsstempel vom 2. Juni 1930 aus Havanna ist hier gleich zweimal in verschiedenen Ausführungen zu finden. Neben dem bekannten Flugpost Werbestempel (rückseitig) taucht auch der Handstempel aus Havanna auf.


            @alfred

            Ein gutes Beispiel beschreibt Eckhard Förster in seinem hervorragenden Beitrag zur brasilianischen Post in der „Zeppelinpost 2013“ auf Seiten 26-27. Ich habe die Seiten anliegend herauskopiert (davon ausgehend, dass der Autor das Copyright nicht verletzt sieht und vielmehr als Werbung für unsere „Zeppelinpost“ akzeptiert).

            Ein wirklich interessanter Beitrag von Eckhard Förster! Er beschreibt auch die verschiedenen Ankunftsstempel aus Havanna. Den im Text erwähnten Wellenstempel aus Havanna konnte ich bisher nicht finden, aber vor kurzem konnte ich diese Karte in meine Sammlung einfügen. Während auf der Vorderseite, der über Berlin zugeleiteten Karte, nur die unschönen Wellenlinien zu finden sind, entdeckt man auf der Rückseite beide Maschinenstempel aus Havanna. Der Flugpostwerbestempel mit gewohnter Uhrzeit 8 PM, sowie der Wellenstempel mit Eintrag 9 PM.

            Welche Stempeldaten gibt es von Havanna? Handstempel und Flugpoststempel mit 2. Juni 8 PM, sowie Wellenstempel mit 9 PM. Auf Alfreds Brief ist die Angabe 12 M zu finden. Außerdem gibt es wohl noch den Abschlag vom 4. Juni vom 2. Nachbringer Flug (siehe Förster), den ich allerdings noch nicht gesehen habe. Wisst ihr hier mehr?

            Viele Grüße Klaus

             

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            klaus
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              Hallo Eckenerecki, Hallo Zeppelinfreunde,

              vielen Dank für deine Hilfe! Mir war gar nicht recht bewusst, dass für das Jahr 1933 gar keine argentinische Zeppelinpost existiert. Von daher könnte man sich die Seltenheit, und damit auch die erhöhte Katalognotierung, für die argentinische Zeppelinpost für die erste Südamerikafahrt 1934 erklären. Scheinbar hatte sich die Möglichkeit der Postauflieferung noch nicht rumgesprochen.

              Hier ein Brief aus Argentinien für die Leipziger Mustermesse.

              Hier noch ein schöne Ansichtskarte mit Motiv “Graf Zeppelin über Buenos Aires”. Leider kann ich den Entwertungsstempel nicht eindeutig entziffern. Jedenfalls wurde die Karte im Dezember 1934 aufgegeben, ich denke zur Rückfahrt der Weihnachtsfahrt 1934. Das Porto allerdings, kann ich mir nicht recht erklären.

              Viele Grüße

              Klaus

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              klaus
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                Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,


                @alfred

                Beginnen möchte ich unkonventionell: nicht mit einem deutschen Beleg sondern mit einer hübschen Postkarte aus Uruguay.

                Sie zeigt meinen schönsten Abschlag des Sonderstempels zur ersten Fußballweltmeisterschaft der FIFA im Jahr 1930 in Montevideo mit dem Text:

                EN 1930 EUROPA Y AMERICA
                DISPUTARAN SUPREMACIO
                ——– EN FOOTBALL ——–

                Häufig streitet man sich bei Auktionen um Belege mit diesem Stempel mit thematischen Sammlern der Fußball-Weltmeisterschaften.

                Gratuliere zu diesem schönen und seltenen Stück! Da ich ebenfalls einen “Zwilling” zu deiner Karte in meiner Sammlung habe, hattest du zumindest einen hartnäckigen Konkurrenten weniger. Meine Karte gleicht deinem Stück sehr, auch hier etwas überfrankiert. Ob Herr Wägli die ganze Ansichtskarten Serie aus Montevideo per Zeppelin nach Havanna aufgeliefert hat?

                Bei deinem Startbeitrag fehlt mir noch die sicherlich interessante Vorderseite des Briefes von Uruguay nach Havanna. Willst du ihn uns noch zeigen?


                @alfred

                Eine Karte möchte ich zeigen, eigentlich das „hässliche Entchen“ meiner Havanna-Belege, die trotzdem einen sicheren Platz in meiner Sammlung hat.

                Außer der Zeppelinpost reite ich noch ein anderes Steckenpferd: eine Klassik-Sammlung mit Belegen meiner Heimatstadt Heidelberg. Da gibt es in den Spezialkatalogen und Handbüchern Bewertungen für besondere Frankaturen –„Buntfrankaturen“, „Mischfrankaturen“ oft mit Angabe der Anzahl registrierter Frankatur-Kombinationen, wobei man unter den „Mischfrankaturen“ hier die Verwendung verschiedener Ausgaben (Sätze) versteht.

                Als “hässliches Entlein” würde ich deine interessante Karte wirklich nicht bezeichnen. Gut, der Stempel aus Friedrichshafen hat etwas viel Farbe abbekommen, aber die Frankatur, weil eben nicht mit Sondermarken frankiert, ist etwas Besonderes. Schön hier der  Viererblock der 50 Pf. Reichsadler Marke, vom rechten oberen Eckrand!

                Ein ähnliches Stück kann ich zeigen. Hier mit Auflieferung Berlin. Trotz “bunter” Frankatur auf Ganzsache portogrecht. Eigentlich sollte es die Karte gar nicht geben, schließlich findet sich im aktuellen Michel Katalog der Eintrag: “nicht bekannt”. Für eine Preisnotierung hat es aber dann doch gereicht. Wie ich gehört habe, ein Fehler der der Nachkorrektur entgangen ist.

                Viele Grüße Klaus

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                klaus
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                  Hallo Zeppelinfreunde,

                  ein Beispiel für Postauflieferung Lakehurst von einem Zeppelinpassagier kann ich zeigen:

                  Ein gewisser George Nellis Crouse, Geschäftsmann aus Syracuse N.Y., war damals ein fleißiger Zeppelinfahrer. Sieht man sich den Text meiner Karte aus 1930 an, so kann man darauf lesen: “Just landed from my 4th Zeppelin trip!”. Dies brachte ihm den Spitznamen “Zeppelin Straphanger” ein. Recht originell: Auf beiden Karten hebt er seine Hand um sich am Zeppelin “einzuhängen”.

                  Auf der Karte vom 5. August 1929 (Landung in Lakehurst der 1. Nordamerikafahrt 1929 und Vorbereitung zur anschließenden Weltrundfahrt) ist auch seine Frau Janette Crouse mit dabei. Darum auch: “This time “We” made the Zeppelin Voyage!”.

                  Bei der Karte vom 31. Mai 1930 (Landung in Lakehurst der Südamerikafahrt 1930) ist er wieder alleine unterwegs.

                  Der gewiefte Geschäftsmann hat wohl zu jeder Fahrt die schönen Karten vorbereitet und bei Ankunft des Luftschiffes die Post in Lakehurst aufgegeben. Sicherlich konnte er somit, seinen Geschäftspartnern und Freunden, günstig seine Zeppelingrüße übermitteln und somit seine Popularität steigern. Die 5 Cent Flugpostmarken waren wohl nicht nötig, sorgten aber vermutlich für etwas “authentischen” Zeppelin Flair.

                  Viele Grüße Klaus

                   

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                  klaus
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                    Hallo Zeppelinfreunde,


                    @alfred

                    Eigentlich sollte ich ja hier @klaus nicht vorgreifen, denn er war es schließlich, dem ich meine Kenntnisse der Portostufen der Chicagofahrt verdanke. Aber vielleicht hat er ja schon vergessen, worüber wir im österreichischen Briefmarkenforum vor achteinhalb Jahren  in diesem Thread kommuniziert haben …

                    Vielen Dank für den Hinweis! Nein vergessen habe es noch nicht, aber eine kleine Auffrischung schadet bestimmt nicht. Schon erstaunlich… schon acht Jahre! …

                    Die angesprochenen Belege zeige ich gerne in einem allgemeinen “Chicagofahrt” Thread, sonst wird es hier wieder einmal sehr unübersichtlich.


                    @alfred

                    Meiner Meinung nach ein voreiliger Rückschluss: bedenkenswert ist die Frage nach dem Gewicht des Briefs. Aufgeliefert bei Bordpostamt am 16.10.33 – noch vor der Landung in Recife – also war es ein „Rundfahrtbrief“ über drei Etappen, wo pro 5 Gramm 3,75 RM zu frankieren waren.

                    Ja daran habe ich in der Tat auch schon gedacht. Wobei es sich beim gezeigten Brief  von @avaiator sicherlich um einen philatelistisch beeinflussten, überfrankierten Beleg handelt.


                    @aviator

                    Was für die allgemeinen Briefmarkensammler eine echte Sensation ist, schließlich sind gleich alle verausgabten Chicagofahrt Sondermarken im Viererblock auf einen original Zeppelin-Bordpost-Beleg, inklussive Bordpoststempel, vorhanden, verlangt den postgeschichtlich orientierten Bedarfs Puristen nur ein müdes Lächeln ab. Liegt halt immer im Auge des Betrachters.

                    Eine Frage ist allerdings wirklich interessant: Gibt es überhaupt “überschwere” Bordpostbelege? Ich kann mich nicht erinnern sowas schon einmal gesehen zu haben. Vermutlich waren Bordpostbelege auf 20 Gramm beschränkt. Gibt es hier Beispiele? Wenn, dann ist es sicherlich die absolute Ausnahme!

                    Schön hier natürlich die gezeigten, unterfrankierten Belege! Für mich beide ein echter Hingucker und extremst selten! Bei der Zeppelinpost gibt es halt immer wieder Ausnahmen von der Regel!

                    Viele Grüße Klaus

                     

                    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahren, 3 Monaten von klaus.
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                    klaus
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                      Hallo Eckenerecki,

                      hier nur ein Versuch hier deine tollen Stücke besser darstellen zu können!

                      Zur Chicagofahrt Unterfrankatur kann ich noch eine Kleinigkeit beitragen R Bf der Rundfahrt nur mit 42Pf freigemacht, das Porto für einen normalen R Inlandsbrief! Die „Portoersparnis“ betrug 3,88RM der normale Rundfahrtbrief als Einschreiben hätte 4,30RM gekostet

                       

                      Gruß Klaus

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                      klaus
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                        Hallo Aviator,


                        @aviator

                        Da waren echte „Sparfüchse“ am Werk! Mit dem „Trick“ des Posteinwurfes in Lakehurst und der US-Frankatur haben die statt der üblichen 2RM nur 2Cent und 3Cent bezahlt!

                        Stimmt, hier hat man sich Einiges an Porto erspart. Aber eigentich sind es gar keine Zeppelinpoststücke mehr. Die Belege sind ausschließlich mit “normaler” Post befördert worden.

                        Auch ich finde diese Belege sehr interessant und sammelwürdig, vor allem wenn diese von Passagieren geschrieben worden sind. Aber eines darf man dabei nicht vergessen, der rote Bordstempel war für die Fahrtteilnehmer jederzeit erreichbar. So wurden oft Souvenierkarten oder Erinnerungsabgschläge auf Speisekarten oder anderen Dokumenten erstellt.

                        Siehe auch meine Anhänge: Souvenierkarte von Albert Lehmann von der Amerikafahrt 1928, sowie eine Karte der Amerikafahrt 1929 wo auch ein Abschlag der Amerikafahrt 1928 vorhanden ist. So kann man sich leicht erklären warum die Karte nicht ein ganzes Jahr auf zwei unterschiedlichen Amerikafahrten unterwegs war.

                        Begriffe wie “seltenes Speziallos” oder  “sehr seltene Postaufgabe” halte ich für etwas zu aufdringlich.

                        Viele Grüße Klaus

                        • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahren, 3 Monaten von klaus.
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                        klaus
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                          Hallo Aviator,

                          vielen Dank für die Eröffnung der Orientfahrt! Sicherlich ein spannendes Thema!


                          @aviator

                          Bei dieser Karte zur Orientfahrt sind gleich 2 Besonderheiten, die ich bisher so noch nicht wieder gesehen habe. Vielleicht gibt es aber den Stempel und Stempeldatum in anderen Sammlungen?

                          Manchmal gibt es gute Gründe, warum “Stempelbesonderheiten” noch nicht aufgetaucht sind. Wie bei der Beschreibung zu lesen wurde ein vorhandener Stempelabschlag “überstempelt”. Gewisse Reste eines anderen Stempeltyps sind noch zu erkennen. Wie ebenfalls erwähnt, findet man auf der Orientfahrt nur den Abschlag des Friedrichshafener Luftpoststempels vom 24.März 1929. Es gibt zwar auch hier sehr wenige Ausnahmen. Beispielsweise Abschläge vom 22.März die mit Einwirkung der Besatzungsmitglieder entstanden sind. Aber ein Datum vom 19.3.29?

                          Sicherlich wird es den Stempel *(Bodensee)2* gegeben haben, siehe auch Brief von 1935, aber ob dieser ausgerechnet hier zur Orientfahrt gehört?

                          Ich bin zwar kein Prüfer, habe aber erhebliche Zweifel an der Echtheit des gezeigten Stückes. Allein der Text ist höchst zweifelhaft: “Die herzliche Grüße von meiner Orientfahrt” … inkl. Beschreibung des heißen Wetters, sowie Absicht einen Strohhut zu kaufen… sind doch seltsam, vor allem wenn man bedenkt, dass die Karte immerhin eine Woche vor der Fahrt geschrieben wurde.

                          Ist natürlich nur meine persönliche Meinung, aber ich würde zur Vorsicht raten!

                          Gruß Klaus

                          • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahren, 3 Monaten von klaus.
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                          klaus
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                            Hallo Alfred, Hallo Zusammen,


                            @alfred

                            Falls ein solches Tutorial der Möglichkeiten und Limitierungen nicht realisierbar ist, sollten wir hier versuchen, unsere Erfahrungen – und „Erkenntnisse“ – auszutauschen, um die frustrierenden Fehlschläge bei der Erstellung von Beiträgen zu minimieren…

                            Eine gute Idee. Auch ich hatte schon diverse Frustmomente. Schlimm wird es dann, wenn man schon diverse Zitate hinzugefügt hat, längere Antworten und Texte verfasst hat und beim Abschicken des Ganzen dann merkt, dass sich der ganze Aufwand einfach in Luft aufgelöst hat.

                            Problematisch scheint immer zu sein wenn man Bilder (vermutlich mehr als eines) direkt im Text einbinden möchte oder wenn die Bilddateien die vorgegeben Größe überschreiten. Oder evtl. auch die Kombination der Anhänge. Eine Fehlermeldung gibt es dabei leider nicht, man sieht nur die bereits vorhanden Beiträge, der verfasste Text verschwindet spurlos.

                            Auch ärgerlich wenn man auf die Idee kommt, während des Verfassen eines Beitrages, sich zwecks Details Bilder der zu beantworteten Beiträge noch mal anzusehen. Ein Klick reicht… und die Arbeit ist wieder futsch…

                            Bei umfangreichen und zeitaufwändigen Antworten habe ich es mir schon zur Gewohnheit gemacht, den Text zwischendurch zu kopieren (Markieren und Strg + c) um ihn bei Bedarf nochmals verwenden zu können. Oder gleich in Word erstellen und somit ein Backup zu haben.


                            @alfred

                            Was ich auch gerne wüsste: wie verweist man auf Anhänge von andern – auch fremden – Beiträgen? @klaus ist es schon gelungen, solche Anhänge als Bilder in seinen Beiträgen zu zeigen – ich wüsste gerne, wie das geht.

                            Ich muss dich hier vermutlich etwas enttäuschen. Mangels Möglichkeiten (zumindest sehe ich diese nicht), habe ich die relevanten Bilder einfach auf meinem Computer abgespeichert und anschließend wieder auf bekannten Wege wieder eingefügt. Da man Bilder auch in Zitate einfügen kann, entsteht so zumindest der optische Eindruck auf ein “komplettes” Zitat.

                            Gestern und auch bis Nachmittag konnte ich gar nicht auf das Forum zugreifen. Fehler bei mir oder dem Server geschuldet?

                            Ich habe schon bei diversen Foren Beiträge verfasst und dabei auch lernen müssen. Aber hier wirkt es noch eine wenig komplizierter… auch die “Komfort” Möglichkeiten sind sehr eingeschränkt… Schade!

                            Besonders vermisse ich, sich den Beitrag vor dem Abschicken anzuschauen oder ihn nachträglich zu korrigieren (und nicht nur innerhalb einer Minute nach dem veröffentlichen)

                            Gruß Klaus

                             

                            klaus
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                              Hallo Aviator,

                              Herr Berezowski hatte Recht! Für Postabgabe Südamerika (Recife, Bahia, Rio) inkl. Cape Verde galt das Porto 2 RM für Karten und 4 RM für Briefe. Siehe auch Michel Zeppelinkatalog 2017/2018 Seite 101.

                              Dies galt natürlich auch für Postaufgabe im Bordpostamt! Der Kommentar von Pruss “Auf dieser Etappe haben Sie aber mächtig daneben frankiert” bezieht sich vermutlich nicht auf die Portohöhe sondern auf die Frankatur selbst. Sicherlich hätte er viel lieber die Zeppelin Sondermarken auf den Belegen gesehen!

                              Siehe auch bei seiner eigenen Bordpost, hier Abgabe Cape Verde; siehe Anhang.

                              Gruß Klaus

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                              klaus
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                                Hallo Dik, Hallo Zeppelinfreunde,

                                The last piece I have to offer in this section is a SAF card from Halle to Habana. There will be more of these, I presume, but they will not all be directed to Cerro, then outside of Habana, now a suburb of the capital. It went to a local post office, which charged a Cuban 1 centavo ‚to pay‘, which so far I have not seen on other pieces, making it into a real, probably unexpected Mischfrankatur.

                                Ich denke die 1 Centavo Marke wurde erst nachträglich hinzugefügt und entwertet. Ich kann das Stempeldatum nur erahnen (13. Juni 1930 ?). Der Ersteller wollte vermutlich auf diesem Wege eine beliebte Mehrfachfrankatur “erschaffen”. Notwendig war die Frankatur jedenfalls nicht, die Weiterleitung zum Bestimmungsort war im Porto immer inbegriffen (beispielsweise auch Rücktransfer nach Europa).

                                Beim Text der Karte kann ich dir nicht helfen. Ein schöne Handschrift hatte der Herr jedenfalls nicht. Vielleicht kann ein Spezialist hier im Forum helfen?

                                Natürlich kannst du meine kleines “Spiegel Experiment” verwenden!

                                Gruß Klaus

                                klaus
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                                  Hallo Alfred,

                                  …Wie oft habe ich das schon bei einem deiner Belege kommentiert: ein toller Beleg, nur in der falschen Sammlung ?? Nein, so neidisch bin ich gar nicht – man muss auch „Gönnen können“…

                                  Dein Zitat darf ich an dieser Stelle gerne wiederholen. Du zeigst hier schöne und extrem seltene Stücke! Meinen Glückwunsch!

                                  Ist etwas schwierig nach diesen “Oberrosinen” einen Anschluss zu finden, möchte aber noch gerne zwei Briefe aus Danzig zeigen, die nach Rio befördert wurden.

                                  Hier haben sich die damaligen Sammler wirklich Mühe gegeben optisch ansprechende Belege zu kreieren. Natürlich spielen dabei auch die schönen Danziger Marken der damaligen Zeit eine große Rolle.

                                  Gruß Klaus

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