Willkommen Foren LZ 127 “Graf Zeppelin” LZ 127 – Fahrten 1929 – 1931 Südamerikafahrt 1930 Zuleitungen zur SAF 1930 von Bayér, Rom

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    • alfred
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        <p class=”MsoNormal” style=”margin: 0cm; font-size: 12pt; font-family: Calibri, sans-serif; color: #000000;”>Hallo Freunde der Zeppelinpost,</p>
        <p class=”MsoNormal” style=”margin: 0cm; font-size: 12pt; font-family: Calibri, sans-serif; color: #000000;”>„unser“ neuer Michel-Zeppelinpostkatalog behandelt die Südamerikafahrt 1930 besonders ausführlich – für mich als auf diese Fahrt spezialisierten Sammler sehr erfreulich. Auf Seite 105 des Katalogs gibt es in den letzten Zeilen eine mir bisher unbekannte Ergänzung bei der Katalogisierung der bis zur zweiten Landung in Sevilla (am 5.6.1930) beförderten Zuleitungspost. Erstmalig wird da unter der Nummer 67 a eine Variante „Vatikan MiF Italien / DR (4 K)*“ genannt und hoch bewertet. Eine Fußnote dazu erklärt „*) Diese Belege tragen den Ankunftstempel von Sevilla vom 19.5. und den Maschinen-Ankunftstempel vom 5.6. Sie sind nur für die erste Etappe frankiert und haben die Rundfahrt versehentlich mitgemacht.“ Obwohl ich bisher keinen dieser Belege gesehen habe, bin ich sicher, dass es sich beim Absender um den Händler S. Bayér aus Rom handelt, der für alle Etappen der SAF 1930 ähnliche Mischfrankaturen in kleinen Stückzahlen aufgeliefert hat.</p>
        <p class=”MsoNormal” style=”margin: 0cm; font-size: 12pt; font-family: Calibri, sans-serif; color: #000000;”>Aus einem bestimmten Grund würde ich gerne die Abbildung einer dieser Karten sehen: wurde der amerikanische Rhombenstempel Type I als Durchgangsstempel abgeschlagen, der fast ausnahmslos bei allen Belegen zu finden ist, die über Lakehurst hinaus befördert wurden? Nach meiner Kenntnis sind die fraglichen Belege im Longhi-Spezialkatalog von 2009 „Catalogo storico descrittivo degli aerogrammi Zeppelin di Italia colonie Italiane san Marino- Vaticano 1929-1939“ beschrieben. Vermutlich gibt es da eine Abbildung, anhand derer meine Frage nach dem Durchgangsstempel beantwortet werden kann. Hat jemand diesen Katalog? Vielleicht ist er sogar in der Bibliothek unserer Arbeitsgemeinschaft enthalten …</p>
        <p class=”MsoNormal” style=”margin: 0cm; font-size: 12pt; font-family: Calibri, sans-serif; color: #000000;”>Hier zeige ich eine aus den Niederlanden zugeleitete Karte  – übrigens auch von Herrn Bayér aufgeliefert -, die bezüglich Frankatur und Stempelkombination vergleichbar mit den teuren Mischfrankaturen ist. Hier fehlt leider der Rhombenstempel.</p>
        <p class=”MsoNormal” style=”margin: 0cm; font-size: 12pt; font-family: Calibri, sans-serif; color: #000000;”>Wo wäre Hilfe eher zu erwarten als hier! Im Voraus vielen Dank für jede Stellungnahme!</p>
        <p class=”MsoNormal” style=”margin: 0cm; font-size: 12pt; font-family: Calibri, sans-serif; color: #000000;”>Viele Grüße</p>
        <p class=”MsoNormal” style=”margin: 0cm; font-size: 12pt; font-family: Calibri, sans-serif; color: #000000;”>Alfred</p>

        • Dieses Thema wurde geändert vor 3 Jahren, 8 Monaten von erothbauer.
        • Dieses Thema wurde geändert vor 3 Jahren, 8 Monaten von erothbauer.
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      • klaus
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          Beitragsanzahl: 166

          Hallo Alfred,

          schön dich hier wieder zu sehen! Leider kann ich dir nicht mit dem genannten Katalog bzw. Scans der entsprechenden Belege dienen. Ich hoffe die Zeppelin ARGE wir noch mobilisiert und die Beteiligung hier im Forum steigt! Ich bin doch sicher, einige Mitglieder können mit entsprechenden Material dienen.

          Wir haben uns bei anderer Gelegenheit schon über deinen außergewöhnlichen Beleg unterhalten. Bei der Durchsicht meiner Bayér Stücke, ist mir aber doch etwas aufgefallen. Zumindest bei meinen Zuleitungen zur Südamerikafahrt sind doch einige “Ausrutscher” mit dabei, die anders gelaufen sind, als erwartet.

          So sollte eine Zuleitung aus den Niederlanden nach Bahia befördert werden. Der Leitvermerk ist korrekt, ebenso das passende Porto nach Bahia. Allerdings schein hier etwas schief gelaufen zu sein. Das Stück ging trotz “Unterfrankatur” bis Havanna, siehe Ankunftsstempel vorderseitig. Die Rückseite ist bis auf den Kürzel “PB 8” leer. Scheinbar wurden hier die Belege durchnumeriert, “PB” muss wohl für Holland stehen.

          Ungewöhnlich auch die Zuleitung aus Liechtenstein. Diese sollte bis nach Santa Cruz / Teneriffa befördert werden. Möglicherweise fand auch der Abwurf auf den kapverdischen Inseln auch statt, nur leider fehlt hier ein entsprechender Ankunftstempel. Ich denke die Postbeamten in Praia waren gewissenhaft, jedenfalls kenne ich keine weiteren Belege ohne Ankunftstempel.

          Natürlich hätte ich mich hier auch über einen Stempel der 2. Landung Sevilla gefreut, aber leider findet sich hier nur  ein weiteres Kürzel auf der Rückseite: LI 27. Anhand der Kürzel könnte man wohl recht genau die Anzahl der aufgelieferten Bayér Belege ermitteln.

          Viele Grüße

          Klaus

           

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        • alfred
          Teilnehmer
            Beitragsanzahl: 126

            Hallo Klaus, hallo zusammen,

            wenn in nächster Zeit der immer noch zuversichtlich erhoffte „Durchbruch“ unseres neuen Forums gelingt, was die Anzahl der Beiträge und der Beteiligten anbetrifft, dann sollten wir vielleicht vorschlagen, diesen Thread in „Zuleitungspost von Herrn Bayér“ umzutaufen. Jedenfalls wäre das wohl sinnvoll, wenn sich ein so allgemein gehaltenes Thema zu einem unübersichtlichen „Bandwurmthread“ entwickeln würde, an dem nicht nur wir beide uns beteiligen …
            Ja, zur Post des Herrn Bayér kann ich auch noch etwas beisteuern: mein für den Abwurf Santa Cruz bestimmter Liechtensteiner Brief ist im Gegensatz zu deinem richtig befördert worden – sogar der Mittelsteg auf dem Ankunftstempel ist nicht unterbrochen (hier musst du dir ein Smiley vorstellen).
            Viel interessanter ist natürlich deine Entdeckung der meist rückseitigen Kürzel, die sicher vom Auflieferer stammen.

            Jetzt stelle dir bitte vor, lieber Klaus, wir hätten hier auch eine Zitierfunktion:

            Zitat Klaus: „aber leider findet sich hier nur ein weiteres Kürzel auf der Rückseite: LI 27. Anhand der Kürzel könnte man wohl recht genau die Anzahl der aufgelieferten Bayér Belege ermitteln.“

            Ich habe keine Ahnung, ob sich mit diesem Phänomen schon einmal jemand befasst hat – ich finde es jedenfalls spannend! Mein Brief zeigt rückseitig „L.4“.

            (Irgendwie geht es vermutlich, die Scans jeweils in den Text einzubinden statt sie nur als Anhang nach dem Beitrag zu zeigen – vielleicht kann uns das jemand zeigen)

            Einen weiteren an Herrn Werziger in Basel adressierten Brief aus den Niederlanden (Smiley!) möchte ich zeigen, der ebenfalls korrekt befördert wurde. (Weshalb Bayér seine „Holländer“ mit „PB“ abkürzte, das werden wir wohl nicht mehr „erforschen“ ..)

            Spannend ist jetzt natürlich die Frage, wie er seine hochpreisig in den Katalogen geführten Mischfrankaturen (Vatikan / Italien / Deutsches Reich) nummeriert hat. Da ich leider noch nicht herausgefunden habe, wie viele Anhänge man zufügen kann, verschiebe ich meine diesbezüglichen Informationen auf einen nächsten Beitrag (falls sich jemand dafür interessiert).

            Was die von dir dokumentierte offensichtliche Häufung von Fehlleitungen bei der Bayér-Post zur SAF 1930 anbetrifft, ist sicher auf die Sonderstellung dieses Händlers bei der Zeppelingesellschaft zurückzuführen. Seine Post wurde bestimmt anders als mit der vorgeschriebenen Auflieferung „unter Umschlag an das Postamt in Friedrichshafen“ zugeleitet. Wie ja z.B. auch für die Firma Sieger eine Sonderbehandlung stattfand – siehe Bordpoststempel vom 20.5.1930. Irgendwo habe ich schon einmal einen ausführlichen Artikel über Herrn Bayér gelesen – vielleicht sogar in einem älteren Heft der „Zeppelinpost“ -, wo seine guten Beziehungen zu Eckener beschrieben werden. Er soll z.B. auch als Zuschauer bei der Lakehurst-Katastrophe der „Hindenburg“ vor Ort gewesen sein.

            So viel für heute –
            Herzliche Grüße
            Alfred

            PS: ich sehe, lieber Klaus, du hast eine Editier-Funktion gefunden („Diese Antwort wurde geändert …“), die ich noch nicht entdeckt habe. Wie geht das?

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          • alfred
            Teilnehmer
              Beitragsanzahl: 126

              Hallo Erhard,
              zunächst möchte ich mich für Deinen Versuch bedanken, meinen Lapsus zu korrigieren. Aber leider hast Du auch die beiden richtigen Scans der MiNr. 63I) Liechtenstein („57 J Liechtenstein“) gelöscht. Kann passieren, wenn man den Beitrag nicht genau liest …
              Damit das Ganze wieder einigermaßen konsistent wird, schlage ich vor, die Antworten #857, #862, #866 und diese hier zu löschen – ich würde gerne den Beitrag komplett neu schreiben – ggf. leicht verändert.
              Was die fehlende Möglichkeit einer „Vorschau“ anbetrifft, halte ich es für ein echtes Handicap: so wie wir diesen Fehler lösen müssen, kann es in Zukunft doch wirklich nicht gehen. Obwohl ich auch nicht sonderlich optimistisch bezüglich der Beitragsfrequenz im Forum bin, glaube ich doch, dass ihr Administratoren euch nicht als „Reparaturkommando“ für Schreibfehler missbrauchen lassen dürft – ihr würdet euch viel unnötige Arbeit aufhalsen. In einem anderen Forum gibt es z.B. auch eine „Test-Seite“, wo man Beiträge einstellen und entsprechend überprüfen kann, bevor man sie in den richtigen Thread kopiert. Die Tests werden dort jeweils automatisch gelöscht. Wäre das ein gangbarer Weg?
              Halb so gravierend wäre das Fehlen der „Vorschau“-Funktion, wenn ich wüsste, wie ich einen bereits „abgesendeten“ Beitrag nachträglich ändern könnte. Offensichtlich geht das grundsätzlich (siehe bei @Klaus im Beitrag #832: „Diese Antwort wurde geändert …“), aber vielleicht nicht bei IOS-Rechnern?
              Auch zum Stichwort „Kommunikationsbereich“ sehe ich eigentlich Handlungsbedarf: ich möchte gerne auch mit Forumsteilnehmern kommunizieren können, deren e-Mail-Adresse ich nicht kenne – man kann dann z.B. auf Fehler hinweisen – oder dumme Fragen stellen -, ohne dass es für alle sichtbar wird. Leider kenne ich auch nur sehr wenige Kontaktdaten von Mitgliedern unserer ArGe; die bei der letzten Hauptversammlung im Januar vereinbarte Liste mit Kontaktdaten der „kommunikationswilligen“ Mitglieder, die auch Informationen zu deren Sammelgebieten enthalten soll, ist zumindest bei mir bis heute noch nicht angekommen, obwohl die Daten schon vor längerer Zeit abgefragt wurden.
              Natürlich ist mir klar, lieber Erhard, dass ein „perfektes“ Forum mit allen in vergleichbaren Foren enthaltenen Funktionen nicht zu erwarten war – auf zu vermutende „Kinderkrankheiten“ wurde schon hingewiesen. Bitte, verstehe diesen Beitrag nicht als Kritik an eurer dankenswerten Arbeit für unsere Arbeitsgemeinschaft. Aber es ist zu befürchten, dass potentielle Teilnehmer schnell die Lust am Mitmachen verlieren, wenn sie nicht die aus anderen Foren gewohnten komfortablen Funktionen wenigstens teilweise auch hier vorfinden. Und wenn unser Forum mit wenigen Beiträgen nur so „dahindümpeln“ sollte, dann wären meiner Meinung nach alle diesbezüglichen Investitionen an Zeit und Geld verloren.
              Bitte, lieber Erhard, teile mir kurz – am besten per e-Mail – mit, ob Du mit meinem Vorschlag zur Bereinigung des Threads einverstanden bist. Natürlich inclusive der Löschung dieses Beitrags

              Herzliche Grüße
              Alfred

              PS: Noch ein Vorschlag: Unter „Allgemeines“ gibt es schon einen Hinweis zum praktischen Handling der Beitragserstellung, der mir geholfen hat. Daraus könnte man einen allgemeinen Thread „Fragen und Antworten zur Beitragserstellung“ oder „FAQ’s“ oder ähnlich erstellen (bzw. den Titel entsprechend abändern), wo man die Funktionen näher beschreibt. Oder gibt es so einen Leitfaden mit der Erklärung der Symbole irgendwo und ich habe ihn nur übersehen?

              PPS: Falls Du die im Beitrag #857 gelöschten Anhänge dort wieder zufügen willst, füge ich die beiden Scans des Liechtenstein-Briefs hier noch einmal an. Aber bitte dann alle 4 Scans dort zufügen und am Besten die folgenden Beiträge löschen!

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              • erothbauer
                Teilnehmer
                  Beitragsanzahl: 31

                  Hallo Alfred,

                  die Bilder habe ich zu dem Beitrag 857 zugefügt. Zwei der anderen Beiträge unserer Konversation habe ich gelöscht. Zur Klärung und Beantwortung der anderen Hinweise und Anregungen brauche ich allerdings etwas Zeit und den Austausch mit der Web-Firma. Funktionalität ist meist eine Frage der “Aufrüstung” eines Web-Designs und so auch eine Kostenfrage. Wenn ich dazu mehr weiß melde ich mich.

                  Meine direkte Mail ist friedlhardy26@web.de und so kannst Du mir auch direkt schreiben. Das mit der Mail-Liste derer, die bereit zum Austausch sind, ist bei der Geschäftsstelle in Arbeit. Bei allen weiteren Zeppelin-Freunden muss man sich einfach über dieses allgemeine Forum auf die Bereitschaft einigen und die Mails austauschen.

                  Beste Grüße Erhard Rothbauer

              • klaus
                Teilnehmer
                  Beitragsanzahl: 166

                  Hallo Erhard,

                  vielen Dank für deine Hilfe hier im Forum. Die Editierfunktion konnte ich in der Tat einmal benutzen, diese scheint scheinbar zeitlich begrenzt zu sein. Jedenfalls kann ich jetzt meine Beiträge im nicht mehr abändern. Wie genau funktitoniert das? Ein wichtiges Thema, den Fehler werden schnell gemacht und sollten auch wieder korrigiert werden können!

                  Hallo Alfred,

                  Zitat: “Weshalb Bayér seine „Holländer“ mit „PB“ abkürzte, das werden wir wohl nicht mehr „erforschen“ ..”

                  Da habe ich mir auch schon meine Gedanken gemacht. Anfangs dachte ich “PB” steht für Playa Bahia, was zwar für meinen gezeigten Bahia Beleg Sinn macht, aber sicherlich nicht auf deine Holländer zutrifft.

                  Die Lösung fand ich schließlich beim Google Translator: Während “Holland” im italienischen mit “Olanda” übersetzt wird, findet man bei “Niederlanden” tatsächlich “Paesi Bassi” (Smiley inkl. Erleuchtung).

                  Zu deinem schönen “Holländer” nach Santa Cruz, kann ich noch einen “Danziger” ebenfalls von Bayér zeigen. Hier mit Codierung “D1”. Da es wirklich nicht viele Danziger Zuleitungen nach Santa Cruz gegeben hat, wäre es wirklich interessant wie viele Stücke hier von Bayér aufgeliefert wurden.

                  Interessant hier auch der Ankunftsstempel von Rom, vom 4. Juli 1930.

                  Viele Grüße

                  Klaus

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                • alfred
                  Teilnehmer
                    Beitragsanzahl: 126

                    Hallo zusammen,

                    Zuerst möchte ich noch einmal die schmerzlich vermisste Zitierfunktion simulieren:

                    Zitat klaus : Hallo Erhard, vielen Dank für deine Hilfe hier im Forum.
                    Diesem Dankeschön möchte ich mich als Verursacher des Problems natürlich gerne anschließen!

                    Lieber Klaus,
                    Zitat klaus: Die Lösung fand ich schließlich beim Google Translator: Während „Holland“ im italienischen mit „Olanda“ übersetzt wird, findet man bei „Niederlanden“ tatsächlich „Paesi Bassi“ (Smiley inkl. Erleuchtung).

                    Das hätte ich mir eigentlich denken können, dass du nicht so schnell aufgibst! Spätestens jetzt können wir sicher sein, dass du die Kürzel richtig interpretiert hast!

                    Anliegend zeige ich auch noch die Adressseiten meiner beiden Bayér-Karten nach Lakehurst: die aus den „Paesi Bassi“ zeigt rückseitig „PB.13.“, die aus Danzig – wesentlich häufiger zu finden als deine seltene Karte nach Praia – „D.13.“

                    Von meiner MiNr. 62 „– Vatikan MiF Italien / DR“ habe ich auch die „Rückseite“ gescannt: „W 45“ steht auf der sonst leeren Karte. Unterstellt man die Richtigkeit der bei Michel genannten Stückzahl „46 K 5 B“ (bei Sieger werden 49 Belege genannt), so kann unterstellt werden, dass auch mit diesem Kürzel die aufgelieferten Poststücke mit dieser Mischfrankatur nummeriert wurden.
                    Mit einem weiteren Beleg lässt sich diese Vermutung bestätigen: meine Karte der MiNr. 63 I) zeigt vorderseitig links unten unauffällig das Kürzel „W 52“. Michel nennt hier allerdings nur „3 B“. Die Nummer 52 würde also von der Nummerierung her gerade noch passen …
                    „Passen“ muss ich leider mit weiteren Bayér-Mischfrankaturen der anderen Etappen, halte es aber für sehr wahrscheinlich, dass es in den Sammlungen und/oder Archiven unserer ArGe-Mitglieder solche Belege gibt. Vielleicht bekommen wir sie ja hier zu sehen …

                    Herzliche Grüße
                    Alfred

                    PS: ich bin gespannt, lieber Klaus, ob dir auch zum “W” etwas einfällt (Smiley mit Fragezeichen)

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                  • klaus
                    Teilnehmer
                      Beitragsanzahl: 166

                      Hallo Zeppelinfreunde, Hallo Alfred,

                      vielen Dank für das Zeigen deiner seltenen Mischfrankaturen zur Südamerikafahrt 1930!

                      Zitat:  “ich bin gespannt, lieber Klaus, ob dir auch zum „W“ etwas einfällt…”

                      Ja, da muss ich leider passen. Gibt es einen italienischen Überbegriff für Mischfrankaturen, Kombinationsbelege oder dergleichen? Ich bin mir jedenfalls auch sicher, dass Bayer hier seine Stücke zusammengefasst hat.

                      Viele Bayer Stücke zum Thema habe ich nicht mehr, kann aber noch diesen Beleg aus der Schweiz zeigen. Für Bayer Verhältnisse eher ungewöhnlich, hier komplett ohne Leitvermerk und Namens Stempel, sondern in “Handarbeit” hergestellt:

                      Sonderkarte zur Südamerikafahrt 1930 aus der Schweiz aufgeliefert und bis Havanna/Cuba befördert. Mit dabei ein Ankunftsstempel der Enddestination Basel vom 14.6.1930.

                      Das bekannte Kürzel, hier ebenfalls handschriftlich angebracht, ist leider nur schwer zu entziffern. Könnte H 22 bedeuten. Kann jemand die Bayer Codierung für Schweiz “H” bestätigen?

                      Viele Grüße

                      Klaus

                       

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                    • alfred
                      Teilnehmer
                        Beitragsanzahl: 126

                        Hallo Klaus, hallo zusammen,

                        du zeigst hier eine wirklich interessante Karte! Einen derartigen „handschriftlichen“ Beleg von Herrn Bayér sehe ich heute zum ersten Mal. Das von dir als „H 22“ interpretierte Kürzel lese ich eher als „# 22“, aber möglich ist auch, dass er „CH“ für Schweiz meinte.
                        Bestimmt ist dir auch der spannende Rückweg der Karte nach Basel aufgefallen: per Flugpost zuerst nach Bern und dann nach Basel! Vielleicht hat ja jemand eine Idee (und verrät sie uns auch…) von wo aus die Karte nach Bern geflogen worden sein könnte – sicher nicht von Kuba aus … (Smiley mit Fragezeichen)

                        Ich habe auch noch einen Bayér-Beleg gefunden, der hierher passt:
                        Mein Brief aus Liechtenstein sollte ebenfalls nach Havanna befördert werden – MiNr.66 I).
                        Hier suche ich allerdings auf beiden Seiten vergeblich nach einem Kürzel „LI ..“, das eigentlich zu erwarten gewesen wäre.

                        Stattdessen hat Heinz Gappe seinen Besitzstempel auffällig angebracht – er war wohl genau so stolz auf diesen attraktiven Brief wie ich es heute bin! Vor vielen Jahren habe ich seinen Laden in Phoenix besucht, habe ihn aber damals leider nicht angetroffen. Viel später haben wir dann per Telefon Kontakt aufgenommen (er lehnte es ähnlich wie Dr. Knoth ab, auf deutsch zu kommunizieren), nach einigen Differenzen über den Handelswert einiger seiner Angebote wurden dann nur noch Briefe ausgetauscht, bis er mich als Kunden ablehnte und mit seinem Anwalt drohte … Aber das ist eine andere Geschichte – bedauerlicherweise war ja inzwischen auch sein Nachlass auf dem Markt.

                        Viele Grüße
                        Alfred

                        PS: Ich werde darum bitten, den Titel des Threads zu ändern: “Zuleitungspost zur SAF 1930 von Bayér, Rom”

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                        You must be logged in to view attached files.
                      • jrfunk
                        Administrator
                          Beitragsanzahl: 14

                          Titel geändert, 8.8.2020, Josef Funk

                        • alfred
                          Teilnehmer
                            Beitragsanzahl: 126

                            Hallo zusammen,

                            nach langer Wartezeit – laut „Philabooks“ wegen Corona-bedingter verzögerter Lieferung aus Italien – ist gestern der in meinem ersten Beitrag hier gesuchte Katalog mit seinen Ergänzungen und Korrekturen von 2017 eingetroffen:

                            Nach meiner Kenntnis sind die fraglichen Belege im Longhi-Spezialkatalog von 2009 „Catalogo storico descrittivo degli aerogrammi Zeppelin di Italia colonie Italiane san Marino- Vaticano 1929-1939“ beschrieben. Vermutlich gibt es da eine Abbildung, anhand derer meine Frage nach dem Durchgangsstempel beantwortet werden kann. Hat jemand diesen Katalog? Vielleicht ist er sogar in der Bibliothek unserer Arbeitsgemeinschaft enthalten …

                            Hier im Forum gab es zu dieser Frage leider kein Feedback, aber ein guter Freund hat mir schon einige Informationen zukommen lassen. Dass er sie nicht öffentlich im Forum zeigen wollte, kann ich nachvollziehen.

                            Inzwischen habe ich den relevanten Abschnitt im Longhi-Katalog genauer angeschaut, der die  „italienischen“ Belege dokumentiert, die bis zur zweiten Landung in Sevilla (Fahrt 67) befördert wurden.

                            Folgende Varianten sind  (auf Seite 15) gelistet:
                            G 62/67 – (Friedrichshafen) – Siviglia – (Recife – Rio de Janeiro – Lakehurst) – Siviglia

                            35 67A – ITALIA + Germania „one postcard and one cover known up to today”

                            36 67B – SAN MARINO + Germania “to date one cover known with the signatures of Max Pruss, Ernst A. Lehmann, Dr. Ludwig Dürr, Karl Beuerle”

                            37 67C – – VATICANO + Italia + Germania “Four postcards and one cover known up to today”

                            Von allen drei Varianten gibt es Abbildungen, die allerdings leider relativ klein und unscharf sind.

                            Die Abbildung der Nr. 35 (italien + DR) zeigt zwei unleserliche Stempel: Adressseitig laut Beschreibung den Handstempel „Sevilla (40)“ mit Datum 19. Mai und Fotoseitig den Maschinenstempel mit Datum 5.6.30. Anders als im Michelkatalog beschrieben, ist die deutsche 1-RM-Frankatur mit dem Bordpoststempel vom 19.5.1930 entwertet.

                            Die Abbildung der Nr. 36 – des San-Marino-Briefs mit den Unterschriften (Ludwig Dürr hat an der Reise nicht teilgenommen!) zeigt vorderseitig nur die Entwertungsstempel. Die deutsche 2-RM-Frankatur ist – anders als im Michel beschrieben – ebenfalls mit dem Friedrichshafener Bordpoststempel entwertet. Rückseitig finden sich neben mehreren italienischen Durchgangsstempeln zwei Sevilla-Stempel: der Maschinenstempel ist leserlich mit Datum 5.6.30 abgeschlagen, als zweiter der Luftpost-Rechteckstempel mit Datum ??MAY.30 – vermutlich auch vom 19.Mai.

                            Das widerspricht der Aussage in beiden Katalogen, dass dieser Brief keinen Ankunftstempel zur ersten Landung in Sevilla zeigt. Ich habe – mit hoffentlich verzeihlicher Verletzung eines Copyrights – einen Scan der Katalogabbildung angefügt.

                            Zur Erinnerung – warum ich diesen teuren Katalog „brauchte“:

                            Hier zeige ich eine aus den Niederlanden zugeleitete Karte  – übrigens auch von Herrn Bayér aufgeliefert -, die bezüglich Frankatur und Stempelkombination vergleichbar mit den teuren Mischfrankaturen ist. Hier fehlt leider der Rhombenstempel.

                            Klar: wenn der amerikanische Rhombenstempel Type I, der bei allen über Lakehurst hinaus beförderten Poststücken als Durchgangsstempel abgeschlagen wurde, auch bei den Abbildungen im Longhi-Katalog vorkommt, dann ist meine Niederlande-Zuleitungskarte anders zu beurteilen.

                            Aber das ist nicht der Fall: keiner der abgebildeten Belege der Fahrt 67 zeigt den Rhombenstempel!

                            Ich bin nach der Kataloglektüre sicher, dass mein kleiner „Holländer“ seinen Weg gemeinsam mit den italienischen „Hochkarätern“ gegangen ist, wohin auch immer …

                            Provokativ könnte man sagen: entweder die in den Katalogen bei der Fahrt 67 gelisteten italienischen Mischfrankaturen wandern – wie auch immer bewertet – zur Fahrt 62 oder die bei Michel gelistete Zuleitungspost zur Fahrt 67 wird ergänzt um Zuleitungen aus den Niederlanden.

                            Noch etwas zum Lachen:

                            Ebenfalls angeschaut habe ich mir bei Longhi den unter Nr. 24 gezeigten Beleg „63C – VATICANO + Italia + Germania (corriere per Praia)

                            Meinen Beleg zur MiNr. 63 I habe ich hier im Beitrag #881 als Anhang „57 J“ gezeigt.

                            Zu diesen Belegen gibt es eine Notiz (leider nur italienisch:

                            L’ufficio postale di bordo, nel sorvolare Praia (Isole del Cabo verde) affidò ad un piccolo paracadute il corriere destinato a questo località. Secondo altre fonti (smentite dall’annullo di arrivo) fu scaricato a Recife e trasportato a destinazione col vapore Postale.

                            Google übersetzt das folgendermaßen:

                            Die Post an Bord, die über Praia (Cabo Verde-Inseln) flog, vertraute den für diesen Ort bestimmten Kurier einem kleinen Fallschirm an. Anderen Quellen zufolge (verweigert durch die Annullierung der Ankunft) wurde es in Recife entladen und per Postdampfer an sein Ziel transportiert.

                            Mit dem ersten Teil des Texts ist sicher gemeint:

                            Während des Flugs über Praia (Kapverdische Inseln) vertraute das Bordpostamt die für diesen Ort bestimmte Post einem kleinen Fallschirm an.

                            Aber was die „Annullierung der Ankunft“ bedeutet, erschließt sich mir nicht. Vielleicht ist man der Meinung, dass ein Teil der ursprünglich für Santa Cruz bestimmten Post absichtlich nicht abgeworfen wurde, um sie von Recife aus schneller nach Teneriffa bringen zu können.

                            So viel zu diesem Thema – wenn ihr es lesen könnt, war ich heute erfolgreicher als gestern …

                            Viele Grüße, Alfred

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