Willkommen Foren Allgemeines Fälschungen – Zum Schaden von Post, Veranstaltern und Sammlern Weltrundfahrt Falschstempel Konstanz 4.9.1929 in ZPJ 2011/3/S.22-27

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    • aviator
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      Hallo Eckenerecki und Hallo allerseits,

      Danke Eckenerecki, dass Du Dir die Zeit nimmst und das mal anschaust. Das Zeppelin Post Journal von eZEP kennst Du ja bestimmt auch und vielleicht sogar den Artikel von Dieter Leder „Die Seite des Prüfers“ mit dem Titel „Die Konstanz Fälschungen“. Leider ist Dieter Leder auch schon seit längerem nicht mehr zu erreichen. Von dem Artikel habe ich mal nur die beiden relevanten Seiten dazu abgebildet.

      Bei dem Falschstempel „Konstanz 26.4.30 7-8“ zur Englandfahrt, ist die Sache für mich schnell erkannt und eindeutig. Dieser Stempel wurde nicht abgeschlagen, sondern ist eindeutig mit einem (modernen) Drucker auf gedruckt worden und somit gefälscht. Die einzelnen Bildpunkte sind deutlich zu sehen und das besonders im Vergleich mit dem Stempel von Friedrichshafen.

      Nun zur Weltrundfahrt und dem durch Dieter Leder als Falschstempel bezeichneten „Konstanz 4.9.29 15-16. Da kann ich nicht sehen, warum der falsch sein könnte. Auch aufgedruckt (moderner Drucker) ist der schon mal nicht. Dem (Stempel)Abschlag nach zu urteilen meine ich zu erkennen, dass es ein Stahlstempel mit veränderbaren Einstellungen von Datum und Uhrzeit gewesen sein muss. Ich meine auch auf der Kopie zu erkennen, dass der Stempel mit einer „gewissen Kraft“ abgeschlagen wurde. Rechts unten bei „* 1 i“, scheint der tiefer in die Karte „gedrungen“ zu sein, als oben. Haben wir ja alle auch schon oft beobachtet und selbst in den Sammlungen.

      Für einen Falschstempel, der nur für diesen „Abwurf als Falschstempel“ gefertigt worden wäre, ist der meiner Meinung nach; 1. viel zu gut am Original und 2. viel zu teuer im Aufwand. Da hätte es doch auch ein „preiswerter nachgemachter“ Gummi Stempel getan. Oder? Meiner Meinung nach können wir das „extra für diesen Abwurf gemacht“ ausschließen.

      Wäre noch möglich, dass Dieser Leder meinte, dass es ein Originalstempel ist, aber später rückdatiert auf der Karte abgeschlagen wurde, weil es den (* 1 i) 1929 vielleicht noch nicht gegeben hat? Leider hat er aber auf jegliche Begründung, warum das ein Falschstempel sein sollte, verzichtet.

      Vielleicht haben die 3 Unterzeichner aber damals schon einmal bei Dieter Leder angefragt, warum er diesen Stempel als falsch erkannte. Karl wäre dann derjenige, der das noch wissen könnte.

      Natürlich geht mich das nichts an, aber ich sehe hier nichts was an dem Konstanz Stempel auf dieser Karte falsch sein könnte. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

      Beste Grüße,

      Aviator

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    • eckenerecki
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      Ob es sich um einen Falschstempel Konstanz bei der Weltrundfahrt handelt kann man nur beurteilen, wenn man das Original in der Hand hatte. Interessant wäre noch wie die Rückseite aussieht. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Adresse in Konstanz tats$ächlich existiert. Normalerweise, wenn die Karte manipuliert wäre, müsste man  (eventuell auf der Rückseite) Ueberreste eines ASt finden, entweder Tokio von der ersten Etappe oder von Friedrichshafen 4.9.29 als Abschluss der Weltrundfahrt. Ankunft gestempelt wurde immer! Wenn Ueberreste eines ASt ausgeschlossen werden können dann war der ASt von Konstanz für einen Abwurf fast zwangsläufig, weil ich nicht glaube, dass das PA Friedrichshafen nicht stempelte und dann mit einem neuenASt die Karte manipuliert werden konnte. Leder störte sich an der Adresse und dem Gummistempel  per Luftschiff“  Nun die Adresse har laut google existiert und der Stempel mit Luftschiff ist eben privat, private Stempel gab es damals häufiger.. Wie Leder zu der Ansicht eines Falschstempels kommt, erschliessst sich mir auch nicht auf den ersten Blck.

      Gruss  eckenerecki

    • aviator
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      Hallo Eckenerecki,

      Danke für Dein Interesse am Thema und die (Blitz) schnelle Antwort!

      Unsere 3 Kollegen der ArGe, die das Gutachten zum Abwurf Konstanz 2009 unterzeichneten, gehörten schon damals zu den Versiertesten und hatten mit Sicherheit das Original in Händen. Hätte es rückseitig auch nur Reste eines Ankunftsstempels gegeben, wäre das bei denen nicht unentdeckt geblieben. Auch DL wird das Original in Händen gehabt haben und schreibt „erhielt keinen Ankunftsstempel“. Das können wir also als Faktum annehmen. Diese Karte hatte also außer dem „Konstanz“ keinen weiteren Ankunftsstempel. Du Schreibst „Ankunft gestempelt wurde immer“, aber davon habe ich mich selbst bereits vor längerer Zeit „verabschiedet“. Da habe ich schon einige „ohne“ gesehen, auf Nachfragen bei Auktionen und Händlern als Antwort „Rückseite blank“ bekommen und bei Dr. Simon in den Expertisen „Revers ohne Stempel und Vermerke“ gelesen. Die sollten alle gestempelt sein, aber wo Menschen arbeiten und hohes Postaufkommen Stress verursacht wird es zwangsläufig auch in FH Fehler gegeben haben.

      DL führt die Adresse und den privaten Gummistempel auch an, hat das aber auch so gut recherchiert gehabt um damit nicht automatisch auf eine Fälschung zu schließen. Sende Dir die Seite 26 seines Artikels mit und unten an.

      DL hat den Artikel 2011 geschrieben und dazu recherchiert. Wenn ich etwas zu meinem Archiv wegen eines bestimmten Stempels recherchieren muss, verwende ich gerne auch eine gute „Stempel Datenbank“, hier von Jürgen Kraft, in dem Sammler bis dahin noch nicht bekannte gefundene Stempel einstellen können.

      Als ich da ca. Ende 2013 recherchierte, fand ich damals in der Stempel Datenbank neben vielen verschiedenen „Konstanzer Stempeln“ nur einen mit „* 1 i“ vom 12.12.1933 und der wurde erst 2013 dort eingestellt. Dazu fand ich im Internet Ende 2013 bei „Heimatsammlern“ noch einen „Konstanz * 1 i von 1931“. DL hätte also bei einer Recherche 2011 dort noch nichts finden können, denn zu der Zeit war in dieser Stempel Datenbank noch keinen „Konstanz * 1 i“ bekannt, sondern nur andere Stempel von Konstanz. Da könnte schon mal der Verdacht auf eine Fälschung, bzw. Nachstempelung (Verfälschung) aufkommen?

      Damit das jetzt hier nicht zu unübersichtlich wird, mache ich mal unten weiter. Im Anhang noch die Seite 26 vom Artikel DL und Stempel Datenbank von 2013 zu Konstanz.

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    • aviator
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      Bei meiner Anfrage zur Unterschrift auf dem Gutachten hier im Forum und der jetzigen Recherche zum „Konstanzer Stempel“, fand ich in der Stempel Datenbank (2022) schon mehr Infos. Es gibt 2 verschiedene Stempel „Konstanz * 1 i“. Mit „langen i und kurzen i“, wobei der Stempel auf der Abwurf Karte einer mit „kurzen i“ ist! Dazu passend dort Stempel vom 24.9.29 und 30.7.31. Von Interesse da natürlich der vom 24.9.29. Nicht ganz deutlich, aber deutlich genug um zu vergleichen und deshalb habe ich den zur besseren Ansicht auch vergrößert.

      Selbstverständlich ist das noch kein Beweis, dass es einen zeitgerechten Stempel „Konstanz * 1 i vom 4.9.1929 geben könnte, denn der (angebliche?)Abwurf war eben auch 20 Tage früher. Da habe ich im Internet wieder bei Heimatsammlern eine Karte dazu gefunden, die wie „Deckel auf Topf“ passt. Bei den Heimatsammlern wegen des Rechteck Stempels „Poststelle“ von Interesse, aber für mich (uns) natürlich eher wegen des Tagesstempel „Konstanz * 1 i vom 21.6.29 20-21.

      Für mich ist damit die Aussage im Artikel (ZPJ 2011) von DL, der „Abwurf Konstanz ist eine Stempelfälschung“ mit den Erkenntnissen von 2022 nicht mehr haltbar, sondern eher die Frage warum es sich dabei um eine Stempelfälschung handeln sollte.

      DL schnitt selbst gern „alte Zöpfe ab“ und vielleicht wäre es bei dem Abwurf Konstanz jetzt auch wieder die Zeit dafür?

      Beste Grüße,

      Aviator

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    • eckenerecki
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      Der Stempel Konstanz 1i ist sicherlich echt (habe auch bei Stamps X recherchiert).Auch ich sehe tendenziell das der Abwurf Konstanz echt ist. Die aufgetauchten kARTEN DER wELTRUNDFAHRT HABEN ALLE DIE GLEICHE aDRESSE UND DAS MEHRERE bELEGE DER aNKUNFTSTEMPELUNG IN fRIEDRICHSHAFEN ENTGANGEN SEIN SOLLEN Ist doch sehr unwahrscheinlich. Das Bordpostdatum vom 15.8 wäre zwar ein Beleg der 1.Etappe bis Tokio, aber vermutlich sind diese Belege nach Konstanz einfach  liegengeblieben und wurden erst später wieder entdeckt….

      Sorry für die Grossschreibung, mein PC Fehler, aber bin zu faul das zu ändern…

      Gruss  eckenerecki

    • aviator
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      Kann man doch noch gut lesen und der Inhalt ist in diesem Fall doch wichtiger als die Form.

      Wünsche ein schönes Wochenende,

      Aviator

       

    • klaus
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      Hallo Aviator, Hallo Eckenerecki,

      @aviator

      Bei dem Falschstempel „Konstanz 26.4.30 7-8“ zur Englandfahrt, ist die Sache für mich schnell erkannt und eindeutig. Dieser Stempel wurde nicht abgeschlagen, sondern ist eindeutig mit einem (modernen) Drucker auf gedruckt worden und somit gefälscht. Die einzelnen Bildpunkte sind deutlich zu sehen und das besonders im Vergleich mit dem Stempel von Friedrichshafen.

      so eindeutig sehe ich die Dinge nicht. Es ist immer schwierig nur von Abbildungen auf „aufgedruckte“ Stempel zu schließen (möglich wäre eine raue Oberfläche der Karte). Sofern hier nicht gute Scans des Originals zur Verfügung stehen bzw. des Originals selbst, gehe ich wie Dieter Leder von „nachträglich angebrachten Ankunftstempel“ aus.

      Da Leder die Englandfahrt Karte als manipulierten Beleg einordnete, schloss er beim Weltrundfahrt Abwurf Konstanz auf ebenfalls nachträglich angebrachten Stempelabschlag, da es sich offensichtlich um gleichem Ersteller mit gleichen Erscheinungsbild (privaten -per Luftschiff- Gummistempel) und gleichen Adressanten handelt.

      @eckenerecki

      Ankunft gestempelt wurde immer! Wenn Ueberreste eines ASt ausgeschlossen werden können dann war der ASt von Konstanz für einen Abwurf fast zwangsläufig, weil ich nicht glaube, dass das PA Friedrichshafen nicht stempelte und dann mit einem neuenASt die Karte manipuliert werden konnte.

      Das trifft vermutlich auf 99% der Post zu, allerdings zeigt meine Karte des Newsreel Reporters und Fotographen Robert Hartmann die Ausnahme von der Regel. Eine Karte geschrieben am 15.8.1930, mit Beschreibung „… Haben soeben Berlin überflogen. Sind auf der Reise nach Japan…“.

      Eigentlich gehe ich von Abgabe Tokio aus, allerdings wären Abwürfe Danzig, Königsberg, Jakutsk oder gar Jokohama theoretisch möglich.

      Wäre meine Karte obwohl Abgabe Tokio (ohne Ankunftstempel) direkt nach Berlin (siehe Adressant) weitergeleitet und dort mit einem Ankunftstempel versehen worden, wäre er wohl leicht als Abgabe Berlin einzuordnen gewesen.

      Ähnlich könnte es auch bei der gezeigten Karte nach Konstanz passiert sein. Abgabe Tokio, ohne Abschlag des Ankunftstempels, und weiter zum Bestimmungsort Konstanz, wo der Abschlag erfolgte. Natürlich ist es auch möglich, dass die emsigen Sammler und Händler entsprechende Verbindungen hatten jeweilige Belege mit einen Gefälligkeitsstempel versehen zu lassen.

      Natürlich bin ich kein Experte, halte aber diese Varianten für möglich. Ich denke die Ankunftstempel Konstanz sind echt, wurden allerdings nicht nach einem Abwurf abgeschlagen.

      Viele Grüße

      Klaus

       

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    • aviator
      Teilnehmer
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      Hallo Klaus,

      Das Problem am Stempel ist doch, dass wir nicht wissen was DL gegen den Stempel Konstanz hat, bzw. hatte. Deshalb wäre es gut gewesen zu wissen, ob damals einer der Unterzeichner mal „warum falsch“ gefragt hat. Günter können wir nicht mehr fragen und Peter Hagedorn würde kein Interesse haben zu antworten. Bleibt also nur Karl übrig den wir das fragen könnten. Ich brauche wie bereits erwähnt nicht zu fragen, denn ich bekomme seit Jahren keine Antworten „auf was auch immer“ von Karl. Es sollte also jemand fragen, der auch Aussicht auf eine Antwort hat, sonst macht es ja auch keinen Sinn. Da könnte ich auch einen Baum im Wald fragen.

      Nun aber noch einmal zum Stempel. Ankunft in FH war der 4.9.29 8,49 Uhr. Also „rund“ 9 Uhr früh. Der Stempel Konstanz ist von 4.9.29 15-16 Uhr, also 6 bis 7 Stunden nach der Landung in FH. Ein Abwurf  Konstanz sollte abgeworfen natürlich vor der Landung in FH und nach dem Abwurf  Basel erfolgt sein. Abwürfe Basel sind gestempelt mit 4.9.29 und 8 Uhr.

      Die Karte mit Stempel Konstanz (als Abwurfkarte) sollte also erst später und nicht direkt nach dem Abwurf und ohne Findervermerk zur Post gebracht worden sein, oder es ist der „normale“ Ankunftsstempel von Konstanz, denn das ist eben auch der „Bestimmungsort“ der Karte.

      DL könnte also auch gut gemeint haben, dass es sich „nur“ um den normalen Ankunftsstempel und nicht um einen Abwurfstempel Konstanz handelt, da in FH ohne Ankunftsstempel geblieben, was durchaus möglich ist. Auf jeden Fall wäre mit „Findervermerk“ besser für einen Abwurf Konstanz gewesen.

      In den Katalogen ist auch der Abwurf Konstanz erwähnt, nur habe ich bis auf diese Karte noch keinen anderen Beleg registrieren können. Deshalb habe ich auch das Thema hier angesprochen. Auch bei Hans Sander gibt es keinen Abwurf Konstanz; weder katalogisiert, geschweige abgebildet!

      Es wäre also wirklich hilfreich gewesen, wenn Günter, Karl und Peter Hagedorn, oder wenigsten einer der 3 Unterzeichner mal nach dem Grund der „Einstufung als Fälschung“ gefragt hätten.

      Für mich ist nur eins absolut sicher. Hätte da meine Unterschrift darunter gestanden, hätte ich von DL wissen wollen, was er da genau zu bemängeln hat. Soll nach Meinung von DL der „Konstanz“ ein Falschstempel, oder verfälschter (rückdatierter) Stempel, oder nur der normale Ankunftsstempel sein?

      Falschstempel glaube ich nicht und verfälscht, weil rückdatiert macht auch wenig Sinn, denn da wäre die Zeiteinstellung von 9 Uhr viel besser gewesen und ein Findervermerk wäre dazu auch noch schnell geschrieben um die Sache „wasserdicht“ zu machen.

      Für mich bleibt damit nur noch die Theorie vom normalen und echten Ankunftsstempel Konstanz, was aber bedeutet, dass es keine Fälschung dieser Karte ist, sondern nur eine „Fehlinterpretation als Abwurf“ wäre.

      Beste Grüße,

      Aviator

    • eckenerecki
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      Sorry, das ich mich nochmal zu diesem Thema melde. Fakten sind: Die Karte trägt einen Bordpoststempel mit Datum 15.8. der ausschliesslich an Bord verwendet wurde. Dies wäre eine Abstempelung auf der Etappe bis Tokio. Ein Abwurf über Danzig, Königsberg Jakutsk scheidet aus, alle bekannten Belege dieser Abwürfe tragen den jeweiligen ASt. Die Post bis Tokio, adressiert nach Europ wurde über Sibirien zurück geleitet. Es gibt Belege die den Transitstempel von Moskau am 16.9.29 tragen. Dies bedeutet, das die Post von Tokio am 4.9. noch gar nicht in Deutschland sein konnte! Das bedeutet aber auch das die Karte über Tokio hinaus an Bord blieb.. Die Post in Friedrichshafen hat die Post mit dem ASt. versehen, eher selten ist Post, die am Ankunftsort in Deutschland nochmals gestempelt wurde, dies war eigentlich nur für Einchreiben und Eilboten vorgesehen! Es wäre nur Eilboten möglich gewesen, aber diesen Karten fehlt dafür jeglicher Hinweis!! Das mehrere Karten der Stempelung in Friedrichshafen entgangen sein sollen und danach mit dem ASt. Konstanz versehen wurden, ist glaube ich, auszuschliessen. Der ASt. Konstanz ist in der Stempeldatenbank vorhanden. Somit kann im Umkehrschluss gefolgert werden, dass nur noch ein Abwurf über Konstanz übrig bleibt ,der am Nachmittag des 4.9. derPost  übergeben wurde. Diese Aussagen gelten natürlich nur, wenn ein Original, nicht nur ein scan vorliegt. Eine Gefälligkeitsabstempelung, wie sie  bei der SAF 30 bekannt wurden, war eigentlich nur den Crew Mitgliedern in Friedrichshafen möglich auf Grund ihrer Popularität. Andere Postämter machten dies mit hoher Sicherheit nicht auf Karten/ Briefen, dies wäre nach den damaligen Verordnungen ein Dienstvergehen des Postbeamten geweswen. Das alle Belege dieses Absenders von verschiedenen Fahrten Fälschungen bzw. Manipulationen  sind, stimmt ebenfalls nicht. Seine Abwürfe über Hamburg mit demselben Gummistempel und Anschrift zur Deutschlandfahrt 1929 sind unzweifelhaft echt!

      Gruss eckenerecki

    • aviator
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      Hallo Eckenerecki,

      Warum Sorry? Also ich finde es gut, dass Du Dich konstruktiv hier im Forum und an Themen beteiligst. Für diese leider zu geringe Beteiligung, haben wir hier doch schon eine Menge erarbeitet. Oder?

      Das alle Post aus Tokyo nach Europa über Sibirien (Transit Moskau mit 16.9.29) geleitet wurde, ist so aber nicht ganz richtig. Vielleicht „in der Regel“, aber es gibt eben auch die „besagten“ Ausnahmen, die diese Regel bestätigen. Mein Archiv ist da „anderer Meinung“. Siehe unten. Rölli.70 in 2022 Los 122 vom Passagier Iselin. Postabgabe in Tokyo und in Paspels (Graubünden) bereits am 9.9.29 Ankunft gestempelt.

      Grüße,

      Aviator

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    • aviator
      Teilnehmer
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      Hallo Eckenerecki

      Du schreibst: – Das mehrere Karten der Stempelung in Friedrichshafen entgangen sein sollen und danach mit dem ASt. Konstanz versehen wurden, ist glaube ich, auszuschliessen. –
      Also ich kenne nur diese eine Karte mit Stempel Konstanz. Kennst Du mehrere, eventuell sogar die 3 Stück, die es geben soll? Für Kopien wäre ich da sehr dankbar!

      Anbei noch 2 Belege ohne Ankunftsstempel FH.

      Felz.170 in 2020 Los 3221 und Felz.172 in 2021 Los 3072.

      Grüße,

      Aviator

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    • klaus
      Teilnehmer
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      Hallo Aviator, Hallo Eckenerecki,

      @eckenerecki

      Die Post bis Tokio, adressiert nach Europ wurde über Sibirien zurück geleitet. Es gibt Belege die den Transitstempel von Moskau am 16.9.29 tragen. Dies bedeutet, das die Post von Tokio am 4.9. noch gar nicht in Deutschland sein konnte!

      Vielen Dank für diese Ergänzung! Wieder etwas gelernt! Mit dieser Begründung könnte man sicherlich einige Laufwege ausschließen. Sofern alle Poststücke über Sibiren geleitet wurden.

      @aviator

      …Anbei noch 2 Belege ohne Ankunftsstempel FH…

      Natürlich würde man es am Original eindeutiger bestimmen können, aber auf der Karte könnte sich doch ein Ankunftstempel Friedrichshafen verstecken!

      Gruß Klaus

    • aviator
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      Beitragsanzahl: 426

      Hallo Klaus,

      Wo Du Recht hast, hast Du Recht(!) und jetzt sehe ich den FH auch. Ist also von 2 Karten nur noch 1 abgebildete, die die Ausnahme von der Regel ist. Habe aber auch nicht lange gesucht und ich denke es gibt einige mehr, als die von mir abgebildete Karte.

      Hatte mich auf so Beispiele wie unten zu sehen konzentriert, da es bei mir in der Regel immer etwas „eilig“ ist. Die Karte unten war bei Ebay in 2016/Sep. und Zuschlag war 320 Euro.

      Grüße, Danke und ein schönes Wochenende.

      Aviator

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    • eckenerecki
      Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 163

      Post aus Tokio war auf keinen Fall am 4.9. in Europa. Glückwunsch für das Stück was  mit ASt.9.9. ausgegraben wurde. Der Zeppelin war einfach schneller wieder zurück als die Post die über Sibirien oder eventuell als Schiffspost zurück kam… Habe noch mit Karl gesprochen er kennt 3 Karten vom Abwurf Konstanz, alle an die gleiche Adresse. Es ist sehr unwahrscheinlich, das ein Bündel mit mehreren Karten in Friedrichshafen bei der Ankunftstempelung durchgerutscht ist, es bestand ja die Anweisung alles mit dem ASt zu versehen, warum also Post aus Konstanz nicht Ankunftstempeln? Das macht wenig Sinn und da diese Post kein Einschreiben oder Eilboten war, war das PA Konstanz bei normaler Post auch nicht verpflichtet, einen ASt. anzubringen. Aus diesen Gründen gehe ich doch von einem Abwurf Konstanz aus. Dies scheinen auch die damaligen Experten der ARGE so gesehen zu haben und bei Sieger ist er auch schon sehr lange bekannt gewesen, wenn auch „nur“ als Einzelstück

      Gruss eckenerecki

    • aviator
      Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 426

      Danke für die Info! Gibt es Kopien der anderen Belege?

      Beste Grüße,

      Aviator

       

    • eckenerecki
      Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 163

      Ich habe keine, sorry, war nur die Aussage von Karl Hofmeister

      VG eckenerecki

    • aviator
      Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 426

      Hallo Eckenerecki,

      Da sollte Karl bitte mal die Kopien der beiden anderen ihm bekannten Abwürfe Konstanz hier einstellen. Wenn er keine Kopie von beiden Belegen hat, dann wenigstens eine Kopie. Ohne eine  Abbildung als Beleg, ist diese Aussage doch wertlos. Das weißt Du ja auch. Schicke Karl da bitte deshalb noch eine Nachricht, oder sage es ihm. Danke!

      Hast Du mal im Michel auf Seite 231 unter der Nummer 362 d (Bordpost) nachgeschaut, ob das nicht eine 362 b (Anschlußflug Berlin) sein müsste? Das könnte dann im nächsten Michel berichtigt werden, denn das sind ja richtig seltene Belege.

      Grüße,

      Aviator

    • zeppelinmann
      Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 4

      Hallo an alle beteiligten,

      habe seit Anbeginn meiner WRF-Sammeltätigkeit (vor ca. 40 Jahren) bis jetzt 3 Belege gesehen. Was bemerkenswert ist, ist die Tatsache, dass die drei Belege im Zeitraum von 2003-2009 bekannt wurden. Voher nicht´s und nachher auch nicht´s. Liegt es daran weil vorher keiner was wusste und nachher nichts mehr aufgetaucht ist? Ich denke, dass der Abwurf extrem selten ist. Habe die 3 Belege als Anhang beigelegt.

      Beste Grüße an alle

      vom Zeppelinmann

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    • aviator
      Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 426

      Hallo Karl,

      Ich hoffe Dir geht es gut, bist gesund und bei Dir ist alles im „Grünen Bereich“.

      Danke für das Zeigen der Belege! Die Karte aus Heft 2/2003 hatte ich bisher föllig übersehen und keine Ahnung warum. Das Heft habe ich schon „zig Mal“ durchgeschaut, Kopien von Belegen daraus gemacht und den „Konstanz“ nicht mit bekommen.

      Die beiden mir noch fehlenden Karten habe ich mit Dir als Quellenangabe in mein Archiv kopiert. Danke!

      Beste Grüße von hier und bleib gesund,

      Aviator

       

       

    • eckenerecki
      Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 163

      Hallo aviator, bin dir noch eine Antwort schuldig zur 1.SAF 34. Du hast recht es muss Mi 362b heissen

      Gruss eckenerecki

    • aviator
      Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 426

      Schau mal bitte unter dem Thema „Schweizer Anschlussflüge“ nach.

      Grüße,

      Aviator

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