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    • aviator
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        Fälschungen und Verfälschungen von LZ6 / ZIII wurden und werden gerne gemacht. Auch hier sind die Gewinnspannen erheblich und Material wie z. B. Blanko-stempel zu beschaffen.

        Einer der Ersten, der solche Belege gut beschreibt ist wieder Wolfgang Hacker in seine Broschüre. Daraus möchte ich 3 Beispiele wie folgt anführen. Hackers Erklärung dazu habe ich jeweils mit kopiert.

        Karte mit ZIII Stempel und eigenhändigem Text von Graf Zeppelin. Stempel echt; Text falsch.

        Karte mit ZIII Stempel und Teilbeförderung mit LZ6. Stempel echt; Rest falsch.

        Telegrammformular mit ZIII Stempel und Hinweis – von Bord-; Stempel echt; Text falsch.

        aviator

         

         

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      • aviator
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          Damit es gut untereinander zu erkennen und im Zusammenhang zu sehen ist, mache ich gleich selbst einmal mit Antworten weiter.

          Wieder eine Verfälschung, dieses mal aber die ILA Karte und Text echt, aber der ZIII Stempel falsch. Die karte wurde 2015 so für 390 Euro zugeschlagen. Für die ILA Karte ohne den Falsch-stempel wären es vielleicht weniger als 20 Euro gewesen. Das vermeintliche Schnäppchen war teuer!

          aviator

           

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        • aviator
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            Wie schon oben, so auch hier gleich wieder weiter.

            Zum Vergleich ein echter ZIII Stempel auf echt von Hacker abgeworfener Karte. Schöner geht kaum. Diese Karte wurde 2005 als Los Nr. 28 auf der 35. Auktion Deider verkauft. Toller Abschlag des Stempels und als Vergleich bestens geeignet. Aus diesem Grund wollte ich den unbedingt mit abbilden.

            aviator

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          • eckenerecki
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              Sicheerlich ein schönes Stück, aber ein Abwurf auf einer ILA Rundfahrt war es wohl nicht! Die Karte wurde nicht zur Post gegeben und dass diese vom Finder persönlich nach Friedrichshafen gebracht wurde, ist auch nicht anzunehmen. Hacker hat die Karte sicherlich geschrieben, aber ob die Karte wirklich an Bord war, ist zumindest zweifelhaft. könnte von ihm genauso nachträglich beschriftet worden sein. Auf der gleichen Deider Auktion mit Los 27 ist auch eine Karte von Hacker mit ZIII Stempel und Aufgabe Nürnberg angeboten worden, aus deren Text eindeutig hervorgeht, dass diese nach der landung in einer Gaststätte geschrieben wurde! Echte , nachweisbare Abwurwurf karten mit ZIII Stempel sind extrem selten. Der ZIII Stempel war ja eigentlich kein Bordstempel, sondern ein Innendienststempel der Luftschiffbau, mit dem interne Dokumente zB. Barographenkurven, Bordbuchseiten etc. gekennzeichnet wurden. An Abwurfkarten und Bordstempel hat man damals sicherlich nicht gedacht, ihn zu verwenden. Nur Hacker als Kapitän hatte Zugriff auf diesen Stempel und hat Karten damit gekennzeichnet. Abwurfkarten von Passagieren haben diesen Stempel nicht. Gruss  Eckenerecki

            • aviator
              Teilnehmer
                Beitragsanzahl: 468

                Hallo eckenerecki,

                Bei Los 27. von Deider habe ich bei mir im Archiv auch seit damals (15 Jahren) ein -keine Abwurfpost- dahinter stehen. Ist erkennbar und blieb deshalb (?) damals auch unverkauft.

                Bei der von mir wegen des zum Vergleiches schönen Stempels abgebildeten Karte von Los 28 damals, ist das aber sicherlich nicht ganz so einfach. Die Marke ist nur durch durchstreichen (früher Federzug genannt) entwertet. Der Vermerk -über Frankfurt und 22.IX.09- ist natürlich kein eindeutiger Beleg eines Abwurfes über Frankfurt und zudem gibt es auch keinen Findervermerk. Das ist klar. Aber:

                Fakt ist jedoch, dass es sich bei dieser Fahrt um die Rückfahrt von der ILA in Frankfurt nach Friedrichshafen handelte. Fahrtdauer ca. 9 Stunden. Also an Bord und von Frankfurt in Richtung Friedrichshafen war die Karte auf jeden Fall schon mal. Meiner Ansicht nach lautet deshalb die Frage hier eher, ist es ein Abwurf, oder eine Übergabe in Friedrichshafen. Vielleicht hat er die (seine) Karte in der Jackentasche mit nach Hause genommen? Dagegen spricht der Erhaltungszustand und das Entwerten der Marke. Für Unterwegs abgeworfen fehlt der Findervermerk und ein Poststempel. In Friedrichshafen vor der Landung noch abgeworfen, oder selbst noch in den Briefkasten gesteckt? Er war ja in Friedrichshafen nicht gerade unbekannt und da ist einiges möglich wie die Karte zu ihm nach Hause kam. Mit Sicherheit kann das heute keiner mehr sagen und alles ist spekulativ.

                Fest steht für mich nur, dass er die Karte schrieb, wahrscheinlich nach dem Start über Frankfurt (da war Zeit) und das die Karte mit dem Luftschiff auf dem Weg nach Friedrichshafen, oder bis Friedrichshafen auf der Rückfahrt von der ILA befördert wurde. Noch genauer geht bei der Karte wohl nicht, genügt aber auch!

                Nicht alle Abwurfkarten ohne Poststempel, lassen sich so genau mit -genauer Abwurfort, Datum, genaue Uhrzeit, Name, Adresse, Umstände, Weitergabe der Karte, Name der Besitzer und sogar Verein des Sammlers-,  usw. usw.  zurückverfolgen wie bei der Abwurfkarte von Laburda am 4.8.1908 (Abbildung bei Wolfgang Hacker S.58). Besser geht nicht, aber das ist nun mal bei den ersten Abwürfen die Ausnahme.

                aviator

                 

                 

                 

              • eckenerecki
                Teilnehmer
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                  Hallo aviator,

                  eine “Federzugentwertung durch die Post war bei beförderten karten im 20. jahrhundert nicht mehr üblich. Wenn die Karte in Friedrichshafen ( oder wo auch immer) der Post übergeben worden wäre, hätte sie die Germaniamarke auch gestempelt. Insofern ist anzunehmen, dass Hacker die Karte vermutlich selbst mit nach Friedrichshafen zu sich nach Hause gebracht hat, diese version ist aber genauso spekulativ wie ein Abwurf.

                  Abwurf Karte Laburda: welche Abb. meinen Sie? Die Hackerbroschüre hat nur 38 Seiten. Natürlich gibt es Laburdakarten ohne Postdurchlauf, nur an den “anonymen” Finder gerichtet,mit Anwurfdatum ohne Hinweis auf den Abwurfort. Diese haben m.E. aber nicht die aerophilatelistische Bedeutung wie genau bestimmbare Karten und diese gibt es ja auch aus dieser Zeit. Aber diese Einschätzung muss ja jeder Sammler für sich selbst treffen.

                  Beste Grüsse   eckenerecki

                • aviator
                  Teilnehmer
                    Beitragsanzahl: 468

                    Also ich denke wir kommen hier etwas weit vom Thema -Fälschungen und Verfälschungen von LZ6 / ZIII- , dass ich begonnen habe weg und sind inzwischen mit der Beförderung beschäftigt. Ich bezeichnete die Beförderung als spekulativ. Sie erwiderten einiges dazu und bezeichneten die Beförderung als spekulativ. Einen großen Unterschied kann ich da wirklich nicht erkennen, außer, dass es nicht mehr um das Thema geht. Vielleicht wäre es sinnvoll wenn Sie dieses Thema unter Post von LZ6 / ZIII beginnen? Von Interesse ist es mit Sicherheit!

                    Vielleicht ist es aber mein Fehler gewesen, weil ich die gesamte Karte abgebildet habe, oder die Quellenangabe der Karte dazu? Die Abbildung der Hacker Karte diente lediglich zur Vergleichbarkeit des echten und des falschen Stempels auf der abgebildeten mit Falschstempel von ZIII verfälschten ILA Karte von 2015 und Zuschlag für 390 Euro. Nichts weiter! Werde ich auch noch besser erkennbar einstellen.

                    Zur Broschüre von Wolfgang Hacker und nur 38 Seiten. Ich bin mir recht sicher, dass meine eine 2. Ausgabe (?) ist, VEB Verlag Leipzig, von 1961 und 68 Seiten hat. Ob es eine 1.Ausgabe mit 38 Seiten gibt, weis ich nicht.

                    Nun noch einmal zurück zum eigentlichen Thema. Unten abgebildet links der echte ZIII Stempel. Die Quellenangaben bitte siehe oben.

                    Rechts der falsche ZIII Stempel von der ILA Karte, verkauft 2015 und mit Zuschlag von 390 Euro.

                    Beste Grüsse,

                    aviator

                     

                     

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                  • eckenerecki
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                      Hallo aviator,

                       

                      danke für den Hinweis 2.Auflge der Hackerbroschüre, es scheint tstsächlich 2 verschiedene gegeben zu haben. Mein Exekplar erschien im Dahmann Verlag Berlin 1959. Vielleicht bekomme ich irgendwann die 2.Auflage.

                      Grüsse eckenerecki

                       

                       

                    • aviator
                      Teilnehmer
                        Beitragsanzahl: 468

                        Kürzlich wurde ein Stück bei Ebay angeboten. Ob es verkauft wurde? Vielleicht da mal versuchen. Lohnen tut es sich auf jeden Fall, denn die Broschüre ist immer noch (Brand)aktuell.

                        Grüsse und viel Erfolg,

                        aviator

                         

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