Verfasste Forenbeiträge
-
AutorBeiträge
-
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5616
Hallo Klaus,
ja das Schriftbild taucht auf keinem der anderen Belege von Hennig auf. Auch gibt es keine Karte von ihm die ein Zepplinmotiv auf der Rückseite zeigt. Alle mir bekannten Karte sind Karten mit einer Blanko Rückseite, wie die vom Aviator. Zudem fehlt der obligatorische lila Adresstemel der auf fast allen Belegen von Hennig zu dieser Fahrt (nicht allen jedoch .. ) zu finden ist.
Ich könnte mir dazu folgendes Szenario vorstellen (alles spekulativ natürlich):
Es handelt sich um einen Fahrgast der Graf Zeppelin der während des kurzen Aufenthalts die Karte am Postamt 40 abgegeben hat. Dafür spricht das Zeppelinmotiv der deutschen Karte. Scheinbar war auch das Postamt 40 nicht allzu weit entfernt vom Flugplatz in Moskau auf dem die Lz 127 gelandet war, denn so war es Karl Hennig laut Lukanc und anderen Quellen möglich nachdem er den Flugplatz vergeblich nach einem Flugstempel abgesucht hatte (russische Offizielle hatten Ihm erzählt der Flugstempel wäre noch am Flugplatz erhältlich) die Post am Postamt 40 noch rechtzeitig abstempeln zu lassen.
Man könnte dem ganzen ja nachgehen indem man das mit den Schriftbildern der Bordpost vergleicht. Vielleicht findet sich ja da auch die gleiche Schrift.
Es könnte natürlich auch sein das die Karte von einem deutschen Philatelisten (weil deutsche Karte) stammt der die Karte entweder persönlich oder über dritte in Moskau aufgeben wollte und dabei auf ähnliche Schwierigkeiten stieß wie andere bei der Aufgabe der Post am Morgen des 10.09 und ähnlich wie Hennig die Karte über Umwege mit rotem Bestätigungss.tempel der Graf Zeppelin und Poststempel 40 aufgegeben hat.
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5603Nette Karte von Karl Hennig. Das es sich um nur 20 Karten handelt bezweifel ich allerdings mittlerweile, da mir bereits genau 20 von Karl Hennig bekannt sind (wenn ich micht verzählt habe ). Er hatte dies wohl selber in einem Brief an Berzowski behauptet als er seine Erlebnisse der Russlandfahrt geschildert hat. Ich denke aber das es sich eher um eine gröbere Schätzung handelt
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5602Hallo Klaus,
einen wunderschöner Beleg, Mir ist der Beleg bekannt und ich denke dass es sich um ein wirklich besonderes Stück handelt !
Ist auf der Rückseite irgendwo die Adresse von Karl Hennig zu finden ? Ich denke nämlich nicht. Soweit mir bekannt handelt es sich um den einzigen Beleg der sowohl den Poststempel vom Postamt 40 trägt als auch den ovalen roten Bestätigungsstempel und nicht von Karl Hennig aufgegeben wurde. Karl Hennig hatte nämlich circa 300 Belege (dazu werde ich später nochmal etwas schreiben) aufgegeben, Ein großer Teil von Ihnen hat gerade ebenjene Kombination aus den beiden Stempeln. Neben Karl Hennig sind aber noch weitere Varianten bekannt die den ovalen Bestätigungsstempel tragen:
darunter sind:
Belege der sowjetischen Staatsbank nach Zürich ( mit zusätzlichem sowjetischen Flugstempel der Zeppelinfahrt)
Belege an den Händler Krug ( mit Stempel mit zusätzlicher Abstempelung moskau weißrussischer Bahnhof)
Belege mit zusätzlicher Abstempelung vom Postampt 50
Sie alle treten ebenfalls nur in sehr geringer Menge (weniger als 10 Stück ) auf und sind teilweise ebenfalls nicht im Lukanc verzeichnet.
Findet sich auf der Rückseite ein Hinweis auf den Absender oder kann jemand die Handschrift zuordnen ?
Viele Grüße und Danke fürs Teilen
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5601Hallo Aviator,
erstmal war bei mir sehr viel los die Wochen daher erst jetzt die verspätete Antwort!
Du hast recht ich habe mich da etwas missverständlich ausgedrückt ich wollte nicht zwischen echter und unechter Bordpost in dem Sinne dass das eine am Bordpostamt in Friedrichshafen und das andere im Zeppelin selber aufgegeben wurde unterscheiden sondern zwischen: im Zeppelin geschrieben und Crew bzw. einem Passagier mitgegeben und dann aufgegeben. Irgendwie habe ich das ganze zusammengemixt und mich da schwer verständlich ausgedrückt. Zwar habe ich ein gutes Wissen zur Russlandfahrt allerdings muss auch ehrlich sagen das ich einige Wissenslücken in den grundsätzlichen Dingen zur Zeppelinfahrt habe da ich erst seit kurzem sammle, daher versuche ich mich hier etwas abzusichern und Fragen zu stellen.
Zum Michelkatalog bzw. Siegerkatalog: Den neuen Katalog besitze ich leider nicht. Mir war nicht bewusst, dass der Katalog so grundlegend überarbeitet wurde. In dem Fall versuche ich mir mal die aktuelle Variante zuzulegen. Wirklich schade dass der siegerkatalog dann nicht wieder eine neue Auflage erhält.
Das der Michelkatalog/Siegerkatalog Fehler hat ist mir bewusst. Was für mich nur eben irritierend war, ist dass beide Kataloge (hierbei meine ich den alten Michelkatalog) von der Existenz der Bordpost vom 10.9 nach Friedrichshafen behaupten und diese in beiden Fällen preislich nur leicht über der Bordpost vom 11.9 einordnen. Eine Variante die im Katalog fehlt oder falsch beschrieben ist, ist ja sicherlich einfacher festzustellen, als eine Variante deren Existenz behauptet wird ohne das es Sie gegeben hat.
Viele Grüße
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5584als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5583Hallo Aviator,
sehr gut ! dann kann ich das ganze als Fehler vom Sieger und Michelkatalog abhaken. Der Belege mit deutsch und schweizer Mischfranktur kenne ich zwar, allerdings sind mir nur 3 bekannt und du hast ja 4 gelistet ! Wäre interessant die anderen zu sehen. Ich habe mal im Anhang einen Brief angehangen, der ein bisschen von den mir anderen bekannten abweicht, denn die Adresse ist hier nicht handschriftlich. Deinen Beleg aus dem Anhang ist mir allerdings bekannt. Ja streng genommen hat der Brief natürlich auch die Hinfahrt mitgemacht. Das interessante ist allerdings auch der Tagesstempel aus Moskau vom 10.09. Das heist er wurde mit einem Moskauer Tagesstempel versehen, bevor der Bordpoststempel vom 11.9 benutzt wurde. Hier gibt es noch eine weitere Variante und zwar Briefe die an Ferdinand Funk versendet wurden, denn Sie tragen ebenfalls den Moskauer Tagesstempel und den Bordpoststempel vom 11.9. (mir sind 4 von Ferdinand Funk bekannt).
Könnte es vielleicht sein das die „echte“ Bordpost die auf der Graf Zeppelin geschrieben wurde keinen Tagesstempel hat während die die der Mannschaft mitgegeben wurde mit dem Tagesstempel versehen wurde ?
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5579Hallo Aviator,
ja das hilft mir tatsächlich weiter, denn mir ging es ähnlich und es scheint langsam darauf hinzudeuten dass am 10.9 nur Bordpost auf der Hinfahrt aufgegeben wurde und diese dann nicht mit dem Zeppelin weitertransportiert wurde bzw. ein solches Exemplar sehr sehr selten wäre. Ich werde sobald ich Zeit habe nochmal nachschauen ob ich irgendwo ein solches Exemplar in einem Auktionsarchiev sehe aber bis jetzt finde ich auch nur Bordpost die per Flugzeug nach Berlin kam und zwar mit Ankunftstempel um 22-23 bzw. seltener 23-24 Uhr.
Viele Grüße
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5576An aviator:
danke für die Auflistung
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5575Ich hätte auch noch eine weitere Frage,
laut dem Sieger Katalog und Michelkatalog von 2002 ist Bordpost vom 10.09 bekannt die den Ankunftstempel in Friedrichshafen trägt. Mir ist aber keine solche Variante bekannt. In beiden Katalogen ist diese nur knapp über der Bordpost vom 11.9 bewertet, sodass diese nicht allzu viel seltener sein sollte. Ich habe allerdings einige Bordpostbelege vom 11.9 gefunden aber keinen einzigen vom 10.09 und Ankunftstempel in Friedrichshafen. Ebenso ist eine solche Variante nicht im Lukanc gelistet. Ist hierzu etwas bekannt oder hat jemanden einen solchen Beleg in seiner Sammlung ?
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5574Hallo Aviator und Eckerini danke für die Antwort.
An Eckerini: Das mit der Verfügbarkeit der Einschreibezetteln ist ein guter Einwurf die sollten eigentlich genügend vorhanden gewesen sein. Die Belege tragen ja zudem noch den Flugstempel. Dieser war soweit ich das verstanden habe in der Theorie nur am Hauptpostamt erhältlich (obwohl in Moskau am Morgen des 10.9 ja soviel durcheinander lief, dass es sicher auch nicht auszuschließen wäre das zeitweise einige Menschen außerhalb der offiziellen Postaufgabe am Schalter Zugang zu einer solchen Abstempelung hatten .. ). Mir ist aber noch etwas weiteres zu den Belegen aufgefallen. Es gibt einige die besagte rote Nummerierung haben, einige die eine rote Nummer mit einem n (oder w ?) haben und eine dritte Variante die beide Nummern haben (bzw. eine vierte ohne jegliche Nummer). Unten ist die dritte Variante abgebildet. Die rote Nummerierung ist oft unten an der Ecke angesetzt (was gegen eine Einschreibenummer spricht) die andere Nummer mit einem n (oder w) ist mittiger platziert. Hier wäre rein theoretisch eine Einschreibenummer für mich eher denkbar. Generell denke ich aber das beides eine Nummerierung war. Bei Lukanc wird die Menge dieser Belege von Mitritsch auf „etwa 10“ angegeben. Ich habe mittlerweile 31 verschiedene Belege von S.K Mitritsch zu dieser Fahrt gefunden. Interessant ist das ganze, weil er sonst nur Angaben wie ( „einige wenige“, „selten“,“sehr selten“, „nur einige“ ) benutzt, sodass ich das Gefühl hatte er hätte eine Quelle die auf die Anzahl 10 hindeutet.
Hier eine Beleg mit zwei Nummerierungen. Oben eine n(w?) 81 und unten die Nummer 123. Beide Nummern sind auch in der gleichen Farbe geschrieben, was eine Einschreibenummer auch eher unwahrscheinlich macht
Interessant ist es auch, dass der einzige Beleg mit Zeppelinmarke zudem auch der einzige mit Einschreibezettel ist. Da jeder Person wohl nur die Aufgabe von insgesamt 5 Briefen und Karten erlaubt waren, Könnte ich mir folgendes Szenario vorstellen: Herr Mitritsch oder eine Person die mit Ihm in Verbindung stand versuchte die Belege am Hauptpostamt als Einschreiben aufzugeben, hierbei möglichweise nur eine geringe Anzahl aufgeben konnte und dafür später die mittlerweile mit normalen Briefmarken frankierten Belege am Schalter vorbei aufgeben konnte. Zwar waren diese dann mit den für Einschreiben nötige Frankatur versehen aber nun war die Aufgabe als Einschreiben nicht möglich ( möglicherweise waren bei der Aufgabe am Schalter vorbei keine R-Zettel verfügbar. Da aber zumindest auch einige Belge trotz der richtigen Frankatur keine Nummer tragen gehe ich davon aus das alle auf diese Art augegebenen Belege nicht als Einschreiben transportiert wurden.
An Aviator: Ja generell gibt es mehr Belege die mit Zeppelinmarken aufgegeben wurden. Mir ging es nur ausschließlich um die von S.K Mitritsch aufgegebenen Belege.
Viele grüße
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5560Hier nochmal die Rückseite des Beleges
Gut erkennbar ist der Aufdruck S.K Mitritsch über dem Ankunftstempel in Friedrichshafen.
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5559Auch andere in dieser Zeitschrift abgebildete Belege dieser Art werden auf die gleiche Art vom Autor interpretiert. Was aber gegen diese Hypothese spricht ist ein Beleg in diesjährigen Felzmannauktion
Es handelt sich um den einzigen mir bekannten Beleg der von S.K Mitritsch aufgegeben wurde und einen Einschreibezettel besitzt. Zudem auch der einzige der mit einer zeppelinmarke frankiert ist. Hier findet sich ebenfalls eine rote Zahl in der rechten unteren Ecke. Die Zahl dort stimmt aber nicht mit der Zahl auf dem R-Zettel überein. Sodass man hier vermuten könnte, dass es sich um eine Nummerieung handelt.
Viele Grüße
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5557Hallo,
das mit Einschreibenummern ist ein guter Hinweis. Ich habe aber mal eine Quelle rausgesucht die gegenteiliges behauptet und zwar ein Artikel in der rossica society von 1992 in Kanada.
Man findet nämlich (auf zumindest einigen) der Belege eine Zahl, die hier vom Autor als Einschreibenummer interpretiert wird. Oft auch in roter Farbe aber immer handschriftlich. Das Bild zeigt den unter (a) aufgeführten Beleg. Vorderseitig ist auch der Aufdruck von S.K Mitritsch zu erkennen und unten rechts die besagte Nummer 62.
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5555Hier noch ein Beispiel einer solchen Variante
als Antwort auf: Die Russlandfahrt 1930 #5554Hallo,
ich wollte nochmal eine weitere Variante vorstellen, denn ebenfalls interessant sind Belege die private Einschreibestempel haben (so zum Beispiel Stempel mit einem großem R oder auf deutsch und in rot der Schriftzug ‚Einschreiben‘). Fast alle diese Belege tragen den Stempel mit der Adresse eines gewissen S.K Mitritsch aus Moskau. Obwohl die Belege für Einschreiben richtig frankiert wurden, fehlt Ihnen der Einschreibezettel. Zudem sind Sie alle mit normalen sowjetischen Briefmarken frankiert. Diese sind im Lukanc unter Nr. 39 aufgeführt.
Lukanc schreibt auch, dass die Belege nicht als Einschreiben befördert wurden. Es gibt aber wiederum andere Quellen die das Gegenteil behaupten. Ist hierrüber oder vielleicht sogar die Person S.K Mitritsch mehr bekannt ? Ist der fehlende R-Zettel schon eindeutig um zu sagen das die Post nicht als Einschreiben verschickt wurde ?
Viele Grüße
-
AutorBeiträge




