Beim Stöbern in meinen gesammelten „Werken“ bin ich mehrfach auf die mit den Luftschiffen verbundene Werbung gestoßen. Die Belege und Anzeigen machen deutlich, dass man gern den Effekt der Werbung mit den großen Namen von Zeppelin bis Eckener genutzt hat. Hier sollen nur ein paar Beispiele stellvertretend gezeigt werden. In den Eyb-Führern, auf dem Rand von Landkarten, in vielen alten Zeitungen und Zeitschriften oder in anderen Reiseführern findet man noch mehr von Firmen gestaltete Werbung.

In „Die Woche“ Heft 37 vom 14.09.1929 gab es mehrere Artikel zu Luftschiffen der Zeit und der Zukunft, so zur Weltrundfahrt. Bei den Seiten mit den Anzeigen warb dann unter anderem die Firma „Carl Zeiss Jena“ für ihre Ferngläser. Heft 44 vom 31.10.1928 enthielt die Werbung von Veedol-Öl aus Anlass des Amerika-Fluges.

     

Verschiedene Werbevignetten, wie diese für „Locomotive-Strümpfe“ aus Chemnitz, hat wahrscheinlich jeder Sammler irgendwo in seinen Alben stecken.

Eine ganze Edition von Postkarten mit verschiedenen Luftschiffhallen auf den Fotos hat die Firma „Ruberoid“ aufgelegt. Bei vielen Bauten wurden die Platten der Firma als Dachbekleidung genutzt.

 

Bekannt aus Veröffentlichungen in unseren Rundbriefen sind Werbe-Karten, die als Belege gut zu bestimmten Regionen oder Fahrtdaten passen. Dazu gehört die folgende Karte, die für die Winden aus Sorau wirbt.

 

An den Herrn Eisenbahn-Baurat in Plauen adressiert hat die Offerte der Produktpalette vielleicht den einen oder anderen Auftrag auslösen können.

 

Letztes Beispiel ist der als Werbedrucksache gelaufene Bordpostbeleg vom 1.10.1913, mit der Willi Lubach für seine elegante Herren-Mode wirbt. Ob hier dann mancher in Zeitz im Laden vorbeigeschaut hat? Auf jeden Fall sind es immer durchaus interessante Geschichten, die sich mit der Recherche zu solchen Belegen verbinden.

Erhard Rothbauer